Umweltgifte, vor allem PCBs, Insektenschutzmittel und bromierte Flammschutzmittel, haben sich in der jüngeren Vergangenheit in der arktischen Nahrungskette so stark angereichert, dass sie eine massive Umweltbedrohung darstellen. Vor allem bei Tieren, die hoch in der Nahrungskette stehen (etwa Eismöwen, Elfenbeinmöwen, Eisbären), erreichen die Konzentrationen der langlebigen Substanzen toxische Konzentrationen.
Zwischen 1995 und 2004 haben die Gehalte von PCBs und Insektenschutzmitteln bei Ringelrobben in Spitzbergen aber um 50 bis 80 % abgenommen. Ringelrobben sind die Hauptnahrung von Eisbären und stehen in Grönland und Kanada oft auch auf dem menschlichen Speiseplan. Der Rückgang ist ein erfreuliches Beispiel dafür, dass Maßnahmen der Gesetzgeber (vor allem in Europa) greifen können, denn der Rückgang wird auf Verbote der entsprechenden Stoffe zurückgeführt. Die Herausforderung für die Zukunft besteht in entsprechenden Reaktionen auf die Erfindung neuer, ähnlich problematischer Ersatzstoffe durch die chemische Industrie, sowie darin, derartige Maßnahmen möglichst weltweit einzuführen. Die meisten westlichen Staaten haben sich dazu verpflichtet, es fehlen aber noch wichtige Staaten wie die USA.
Eisbär und Elfenbeinmöwe beim Mittagessen.
Unerwünschte Zusatzstoffe sind wahrscheinlich.
