Der französische Polarforscher und Alpinist Jean-Louis Etienne versuchte am 5. April, von Longyearbyen aus mit einem Heliumballon (»Generali Arctic Observer«) allein über den Nordpol zu fliegen. Beinahe glückte ihm dieses Experiment. Der Ballon passierte bei ungünstigen Winden 88 Grad nördlicher Breite, wurde dann aber in Richtung Rußland weitergetrieben.
Im Ballon führte Etienne Geräte zur Kohlendioxidmessung und zur Messung des Erdmagnetismus mit sich. Etienne war schon einmal 1986 allein auf Skiern zum Nordpol unterwegs. Diesmal wollte er die Veränderungen in der Polarregion beobachten. Nach 121 Stunden und 3130 km landete er am 10. April in Jakutien (Rußland).
Quellen: Svalbardposten; Jean-Louis Etienne (Homepage)