Spitzbergen unter Segeln erleben!

Spitzbergen mit einem kleinen Seegelboot intensiv erleben, mit einer überschaubaren Gruppe gleichgesinnter Menschen Begeisterung für die Arktis teilen ... viel Zeit auf der Tundra verbringen ... das sind meine Vorstellungen für eine Fahrt mit dem Zweimaster NoorderlichtBilder: Noorderlicht (innen - außen), Spitzbergen im Frühsommer

Die erste Fahrt dieser Art, die ich in Eigenregie veranstalte und zusammen mit der "Geographischen Reisegesellschaft" in Münster (Geo-RG) realisiere, fand im September 2009 statt. Schöner hätte es nicht sein können! Bilder und Reisebericht

Auch 2010 möchte ich Spitzbergen wieder zusammen mit Gleichgesinnten mit einem Segelschiff erkunden. Nun ist diese Fahrt, 10.-21. Juni 2010, schon seit August 2009 ausgebucht...

Zeit, über 2011 nachzudenken! Ich kann schon versprechen, dass es da auch wieder eine Spitzbergen-Reise mit einem Segelschiff geben wird. Nachdem wir 2009 Herbstfarben erlebt haben und 2010 den Frühsommer anpeilen, denken wir für 2011 an den August.

Bis Ende November werden wir einen Termin haben, der dann an dieser Stelle nachzulesen ist. Natürlich kann man bereits jetzt unverbindlich Interesse bekunden (Kontakt)

 

    

 

Mit dem Segelschiff in Spitzbergen

Die Fahrt ist nichts für Leute, die nur schnell und bequem ein paar große Gletscher und Eisbären sehen, aber keinesfalls einmal kalt und nass werden wollen. Das intensive Erlebnis von Spitzbergen in all seinen Facetten in Kombination mit einem kleinen Segelboot in altem Stil steht im Vordergrund. Wer mit dabei ist, kann auch mal am Ruder stehen oder helfen, die Segel zu setzen. Segelerfahrung ist aber nicht erforderlich: Alles passiert unter fachkundiger Anleitung der Mannschaft. 

Das Schiff hat auch einen Motor - bei gutem Wind wird gesegelt, und manchmal wollen wir möglichst schnell irgendwo ankommen, um an Land etwas zu unternehmen, dann wird die Maschine angeworfen. Wer beide Schiffe kennt, weiß, dass sie eine ähnliche Atmosphäre ausstrahlen (die Fram kann man in Oslo besichtigen).  

Mindestens einen Landgang täglich wird es geben, um die Tundra zu erleben. Wir werden die Tage an der West- und Nordküste Spitzbergens verbringen und möglichst viele der schönen, abwechslungsreichen Buchten und Inseln in dieser Gegend kennenlernen: Bei gemütlichen Spaziergängen und längeren Tundrawanderungen, vielleicht auch kleinen Bergtouren, und mit Fahrten an Bord durch schöne Fjorde mit Bergen und Gletschern zu beiden Seiten werden wir werden flexibel die besten Gelegenheiten wahrnehmen, welche die Natur uns bietet. Sie sollten also fit sein für einige Kilometer durch mitunter unwegsames, vielleicht schneebedecktes Gelände - natürlich kein technisch anspruchsvolles Bergsteigen, und wir nehmen uns Zeit.

Das Natur- und Landschaftserlebnis wird uns wichtiger sein als das hektische "Abhaken" von Sehenswürdigkeiten. Geschichte und Geschichten aus älteren und neuen Zeiten wird es ebenso regelmäßig geben wie naturkundliche Hintergründe, an der frischen Luft oder gemütlich an Bord, wie es sich anbietet. 

Rentiere streifen zu dieser Jahreszeit über die Tundra, um sich nach dem harten Frühjahr wieder satt und rund zu futtern. Eisfüchse genießen die fette Jahreszeit und klauen bei jeder Gelegenheit Eier und Küken. 

Gut möglich, dass wir unterwegs Walrossen begegnen. Mit etwas Glück sind Walbeobachtungen möglich (am wahrscheinlichsten sind ggf. Zwergwal oder Weißwal ("Beluga"), eventuell auch Finnwal oder Buckelwal). Überall kann ein Eisbär am Ufer stehen, was einerseits eine stetige Chance auf spannende Tierbeobachtungen mit sich bringt, uns andererseits aber auch verpflichtet, an Land immer in Gruppen zusammenzubleiben, die ständig mit einem bewaffneten Begleiter unterwegs sind - individuelle Erkundungen sind in der Hocharktis nicht möglich. Und nun noch das Kleingedruckte in Bezug auf die Fauna: Chancen für spannende Tierbeobachtungen sind gut, aber es gibt für keine Tierart eine Garantie. Wir machen keine Eisbärensafari (aber wir sehen sie doch erfahrungsgemäß bei etwa 19 von 20 Fahrten).

Wer unverbindlich näher informiert werden will, sollte mir einfach schreiben (Kontakt).

Bilder - die Noorderlicht außen & unterwegs - an Bord der Noorderlicht

(Bilder anklicken für größere Ansicht)

  

Im Liefdefjord So ein Wetter wollen wir 2009 auch Die Noorderlicht im Treibeis ... ... und im berühmten Magdalenefjord "Nordlicht" und Regenbogen
   
Mittendrin in der Schönheit der Arktis!
   
Wer sich traut, ... ... kann auf den Mast klettern ... ... und von oben Auschau halten. Aussicht vom Mast.
   
Wer sich nicht traut ...

... kann auch auf den Klüverbaum: ein weiterer, toller Spielplatz mit bester Panoramasicht und viel frischer Luft. 

   
Die Mannschaft hat das Ruder und alles andere gut im Griff ... ... aber wer will, kann ans Steuer ... ... oder zumindest gut aufpassen. Die Wache bedeutet harte Arbeit ... ... und kann eine kalte Sache sein (was aber das Problem der Mannschaft ist und nicht der Passagiere).
   
Mit der Strickleiter geht es ins Schlauchboot und mit diesem ans Ufer. Versteckt sich da etwa ein Eisbär? Wenn nicht, geht's los über Stock und Stein.
   
Gemütlich über die Tundra ... ... oder ein wenig in die Höhe ... ... um die Aussicht zu genießen ... ... Tiere zu beobachten ... ... und den Spuren von Trappern und Entdeckern zu folgen.
   
Sobald der Wind gut ist, wird gesegelt. Beim Segelsetzen sind helfende Hände gefragt. Mit guter Zusammenarbeit kriegen wir das hin.  Und es gibt kaum etwas schöneres ... ... als wenn der Motor aus ist und das Schiff sich still fortbewegt!

  

An Bord der Noorderlicht

(Bilder anklicken für größere Ansicht)

 

Ein vitaminhungriger Gast an Bord

Allzuviel Zeit zum Lesen ist in Spitzbergen eigentlich nicht, aber man kann es sich auf jeden Fall gemütlich machen, 

wenn sich die Gelegenheit ergibt.

  

Ein paar Einblicke in verschiedene Kabinen. Diese sind sich alle recht ähnlich, mit je einem Etagenbett, Waschbecken und Oberlicht. 

Ach ja: Die Matratzenlänge ist 1,90 Meter. 

Zwei Kabinen sind so gestaltet, dass man das Kopfkissen auf die Ablage hinter die Matratze legen kann, so dass auch für größere Personen die Möglichkeit besteht mitzukommen, ohne sich nachts zu fühlen wie bei einer Befragung durch die Inquisition.

    
  Das Brot kommt täglich frisch vom Bäcker, oder vielleicht auch aus der Küche. Gemütliches Essen - so sieht's dann doch nur zu besonderen Anlässen aus...  

Die Noorderlicht

Der Zweimastsegler Noorderlicht wurde 1910 in Flensburg gebaut und fuhr zunächst für längere Zeit als Feuerschiff in der Ostsee. Seit 1991 ist die Noorderlicht in holländischem Besitz und wurde nach holländischen Bestimmungen umgebaut. Seitdem hat sie 10 Doppelkabinen (mit Oberlicht, Schränkchen und Waschbecken) für Passagiere sowie 4 Duschen und 5 Toiletten und einen stahlverstärkten Bug für die Fahrt im Eismeer, wo sie sich am wohlsten fühlt, obwohl sie für alle Binnengewässer und Weltmeere geeignet ist. Die 46 Meter lange und 6,5 Meter breite Noorderlicht hat eine Stammcrew aus 3 Holländern, einem Koch und einem Fahrtleiter (das bin dann ich). Bei Segelmanövern ist gelegentlich die Mithilfe der Passagiere gefragt. Diese gelegentlichen Aufgaben teilen sich maximal 20 Gäste, so dass die Beteiligung für den Einzelnen Erlebnis und kein Stress ist. In der Praxis sieht das meist so aus, dass eben diejenigen mit anfassen, die gerade danebenstehen, und an einem Seil ziehen, bis ein Segel da ist, wo es hingehört. Segelerfahrung ist nicht notwendig.

 

Und hier noch ein paar technische Angaben: 

Baujahr

1910

Modernisierung 1991
Länge 46 Meter
Breite 6,5 Meter
Tiefgang 3,20 Meter
Segelgröße gesamt         550 m²
Motor Diesel (360 PS)
Geschwindigkeit Max. 7 Knoten
Kategorie 2-Mast-Segler. Eisverstärkt, keine Eisklasse.
Passagiere Maximal 20
Passagierkabinen 10 Doppelkabinen mit Etagenbetten
Matratzenlänge 1,90 Meter (siehe Kommentar oben bei den Fotos)
Besatzung Kapitän, zwei Seeleute, Koch und Fahrtleiter
Strom 220 V (Stecker wie in Deutschland oder Österreich)

 

Spitzbergen im Frühsommer (Juni/Anfang Juli)

(Bilder anklicken für größere Ansicht)

 

Viel Schnee vom vergangenen Frühjahr lässt die Landschaft in der Sonne strahlen. Schnee macht das Gehen nicht gerade einfacher, lädt aber zu allerhand Unfug ein.
In den Fjorden findet sich oft noch Eis. Eiderenten am Rand des Fjordeises. Dreizehenmöwen am Schmelzwasserablauf eines Gletschers. Eisbär auf Fjordeis.
Im Frühsommer suchen Eisbären oft Nester von Eiderenten, so dass diese lieber die Flucht ergreifen.

Küstenseeschwalben hingegen greifen alles an, was sich bewegt!

(das linke Bild zeigt Dreizenmöwen)

Sogar Eisbären und neugierige, junge Eisfüchse. Die ersten Blüten kämpfen sich durch den Schnee. Rentiere wechseln ihr Fell und freuen sich über Nahrung. Schmelzwasserbäche gurgeln.

Pause im Sonnenschein 

- feinste Aussicht.

Reiseberichte von Noorderlicht-Fahrten: Der Fotograf Manfred Bartels war bereits zweimal mit der Noorderlicht in Spitzbergen unterwegs und teilt seine Erfahrungen in Wort und Bild auf seiner Webseite mit. Bilder und Reiseberichte von mehreren Noorderlicht-Fahrten im September und Oktober 2008 gibt's auch hier

Noch Fragen? Interesse? Einfach schreiben! Kontakt

... und wer sich unverbindlich vormerken lassen oder gar schon buchen will, wende sich am besten direkt an die "Geographische Reisegesellschaft" in Münster:

 

GeoRG - Geographische Reisegesellschaft
Moltkestraße 5-7
D-48 151 Münster

Telefon: (02 51) 52 30 60 
Telefax: (02 51) 53 17 57
E-Mail: info@geo-rg.de

Internet: www.geo-rg.de

 

© Bilder dieser Seite: Manfred Bartels, Rolf Stange