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Tages-Archiv: 27. April 2008 − News & Stories


Umwelt: Schad­stof­fe in der Barents­see, Koh­len­di­oxo­id-Kon­zen­tra­tio­nen in Ny Åle­sund

Beun­ru­hi­gen­de Kon­zen­tra­tio­nen von lang­le­bi­gen Schad­stof­fen wie etwa PCBs in der Ark­tis, die sich in der Nah­rungs­ket­te anrei­chern und daher bei Tier­ar­ten wie Eis­bär und Eis­mö­we gefähr­li­che Wer­te errei­chen, sind nichts neu­es. Die gute Nach­richt ist nun, dass die Kon­zen­tra­tio­nen eini­ger »klas­si­scher« Umwelt­gif­te zurück­ge­hen. Dies ist auf Ver­bo­te der ent­spre­chen­den Sub­stan­zen, etwa in der EU, zurück­zu­füh­ren. Pro­ble­ma­tisch ist hier­bei aller­dings die Lang­le­big­keit der Stof­fe, ille­ga­ler Gebrauch sowie feh­len­de Ver­bo­te in man­chen Regio­nen.

Die schlech­te Nach­richt ist, dass nun neue Schad­stof­fe an die Plät­ze der alten tre­ten. Die­se ähneln teil­wei­se den abge­schaff­ten Sub­stan­zen und erset­zen die­se in indus­tri­el­len Pro­zes­sen, teil­wei­se han­delt es sich aber auch um völ­lig neue Stof­fe, die bei­spiels­wei­se bei der Her­stel­lung feu­er­fes­ter Mate­ria­li­en, etwa bei der Möbel­pro­duk­ti­on, anfal­len sowie bei der Her­stel­lung atmungs­ak­ti­ver Tex­ti­li­en. Eine zen­tra­le Rol­le wird wahr­schein­lich für eini­ge Zeit »Per­fluo­rooc­ta­ne­sul­fo­ni­sche Säu­re« (PFOS) spie­len. Die­se ent­steht etwa bei der Pro­duk­ti­on von Bleich­mit­teln, Feu­er­lösch­schäu­men und imprä­gnie­ren­den Che­mi­ka­li­en und ist bereits im Gewe­be von Eis­bä­ren in Sval­bard zu fin­den.

Auch vom Feld der Treib­haus­ga­se gibt es uner­freu­li­ches zu berich­ten. Die Mess­sta­ti­on für Atmo­sphä­ren­che­mie auf dem Zep­pe­l­in­fjel­let bei Ny Åle­sund ver­zeich­net ange­stie­ge­ne CO2-Kon­zen­tra­tio­nen (Koh­len­di­oxid) für die ers­ten 100 Tage des Jah­res 2008 im Ver­gleich zum Vor­jahr: der Wert liegt bei 391,1 ppm (parts per mil­li­on), 2007 waren es 2,4 ppm weni­ger. Ein­zel­ne Spit­zen­wer­te von über 400 ppm sind erst­ma­lig für 2009 zu erwar­ten.

CO2 mischt sich schnell inner­halb der gesam­ten Tro­po­sphä­re (=unte­re Atmo­sphä­re), so dass regio­na­le Trends die glo­ba­le Ent­wick­lung zuver­läs­sig spie­geln. Der Vor­teil der Mes­sun­gen in Spitz­ber­gen liegt in der Abwe­sen­heit grö­ße­rer loka­ler CO2-Quel­len, so dass der glo­ba­le Trend noch ein­deu­ti­ger erkenn­bar wird.

Abtau­en­des Eis in einem Pin­go Spitz­ber­gens: Natür­li­cher Vor­gang im Lebens­zy­klus einer sol­chen Per­ma­frost-Struk­tur. Oder Fol­ge des anthro­po­gen beein­fluss­ten Kli­ma­wan­dels?

Quel­le: Sval­bard Sci­ence Forum

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