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Tages-Archiv: 4. August 2010 − News & Stories


Meer­eis, Plank­ton und was sonst so pas­siert…

Das nord­po­la­re Meer­eis hat sei­ne größ­te Aus­deh­nung im Win­ter. Im Früh­jahr bil­den sich unter dem Eis, in einem schumm­ri­gen Licht Algen­tep­pi­che. Dann stei­gen klei­ne Krebs­tier­chen aus den Tie­fen des Polar­mee­res hin­auf zum Eis, um die­se Algen abzu­wei­den. Wenn die Krebs­chen dick und fett sind, wer­den sie von grö­ße­ren Mee­res­le­be­we­sen gefres­sen, die wie­der­um gefres­sen wer­den, bis die Nah­rungs­ket­te schließ­lich beim Eis­bä­ren ange­langt ist. – Das ken­nen die meis­ten von uns noch aus der Schu­le oder wir haben es spä­tes­tens in einem der vie­len Film­re­por­ta­gen über die Ark­tis gese­hen.

Mee­res­for­scher der Uni­ver­si­tät auf Spitz­ber­gen (UNIS) haben nun her­aus­ge­fun­den, daß die­se win­zi­gen Krebs­tie­re (im spe­zi­el­len Fall Cala­nus gla­cia­lis) ide­al an den Meer­eis­zy­klus des Früh­jahrs angepaßt sind. Die erwach­se­nen Weib­chen fres­sen sich im Däm­mer­licht unter der geschlos­se­nen Eis­de­cke satt, bis sie in der Lage sind sich zu repro­du­zie­ren. Ihre Nach­kom­men sind dann zu einer zwei­ten Algen­blü­te, die beim Auf­bre­chen des Meer­ei­ses zwei Mona­te spä­ter statt­fin­det groß genug, um von die­ser zu pro­fi­tie­ren. Die­se vie­len klei­nen, fet­ten Krebs­chen sind dann das idea­le Kraft­fut­ter für Polar­dorsch und Lum­men­vö­gel, Rob­ben und Wale.

Wird nun das Meer­eis auf Grund der Kli­ma­er­wär­mung dün­ner, dann brä­che es eher auf und die zwei­te Algen­blü­te wür­de vor­ver­legt. Die jun­gen Krebs­tier­chen wären noch nicht alt genug, um vom Tisch­lein-Deck-Dich zu fres­sen und wer­den nicht fett. Folg­lich wer­den Dorsch, Rob­be & Co. auch nicht satt und noch bevor das Meer­eis kom­plett ver­schwun­den ist, sind sei­ne Bewoh­ner ver­schwun­den…

Die Ver­fär­bun­gen am Eis stam­men von Algen. In der Mit­te ein gestran­de­ter Ver­tre­ter der algen­fres­sen­den Krebs­tier­chen.

Quel­le: Sval­bard Sci­ence Forum

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