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Tages-Archiv: 25. Oktober 2011 − News & Stories


Drogenmissbrauch in Longyearbyen

Dass in Longyearbyen nicht nur legale Drogen konsumiert werden, ist vor Ort ein offenes Geheimnis. Am vergangenen Wochenende hat der Sysselmannen mit Unterstützung der Polizei vom norwegischen Festland in einer großangelegten Aktion neun Personen in Zusammenhang mit Drogenmissbrauch aufgegriffen, zwei davon werden sich auch wegen Drogenhandels verantworten müssen. Alle neun sind Bewohner von Longyearbyen.

Benebelt in der Arktis: nicht immer nur ein reines Naturerlebnis.

Ismasefjellet

Quelle: Sysselmannen

Warmwasser in Spitzbergens Fjorden

In den Fjorden an der Westküste Spitzbergens haben sich im vergangenen Sommer relativ warme, atlantische Wassermassen etabliert, so dass die Aussichten für großflächiges, solides Festeis schlechter sind als etwa im vergangenen Winter. Ursache hierfür ist zumindest teilweise die recht umfangreiche Eisbildung im letzten Winter, die lokal zur Bildung kalter, salzhaltiger und somit dichter Wassermassen geführt hat, die herabsanken und somit einströmendem Atlantikwasser Platz machten. Entscheidend für die Fjordeisbildung sind letztlich die Windverhältnisses.

Fjordeisbildung braucht ruhiges, kaltes Wetter. Hier Eis in Auflösung im Juni, Liefdefjord.

Liefdefjord

Quelle: UNIS

Lotsenpflicht?

Das norwegische Fischerei- und Küstenministerium hat Pläne, in Spitzbergen teilweise Lotsenpflicht einzuführen. Diese kann für Passagierschiffe ab 70 Metern Länge oder 20 Metern Breite gelten, möglicherweise auch für kleinere, etwa ab 24 Metern Länge. Hintergrund ist, dass im Kreuzfahrttourismus ein „bedeutendes Umweltrisiko“ gesehen wird, etwa im Falle von Ölaustritt bei Havarie.

Bevor ein entsprechendes Gesetz in Kraft treten kann, wird es zunächst eine Hörungsfrist geben.

Schiff auf Grund: immer unerfreulich. Hier das norwegische Schiff ehemalige Küstenwachenschiff Kongsøy vor Smeerenburg auf wohlkartierten Steinen.

Kongsoy

Quelle: Svalbardposten

Lokalstyre gewählt

Große Spitzbergenpolitik wird in Oslo gemacht und in gewissem Umfang beim Sysselmannen in Longyearbyen, der von der Regierung in Oslo ernannt wird. Longyearbyen Lokalstyre hat eher die Funktion einer Kommunalverwaltung. Bei den Wahlen am 9. und 10. Oktober haben von 1592 Stimmberechtigten immerhin 907 ihre Stimme abgegeben. Von den 5 angetretenen Parteien gewann mit Abstand die Arbeiderpartiet (Sozialisten) mit 43,7 % die meisten Stimmen.

Die politischen Unterschiede zwischen den Parteien in Longyearbyen sind überschaubar. Inhaltlich am stärksten hebt sich die „Konsekvenslista“ ab, deren Hauptforderung die Abschaffung der Lokalstyre ist und deren beiden gewählte Repräsentanten sich als politische „Wachhunde“ verstehen.

Longyearbyen: In 100 Jahren von betriebseigener Werksiedlung hin zur Lokaldemokratie.

Longyearbyen

Quelle: Longyearbyen Lokalstyre

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News-Auflistung generiert am 23. Februar 2020 um 10:23:54 Uhr (GMT+1)
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