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Tages-Archiv: 27. Februar 2012 − News & Stories


Krab­ben­fi­sche­rei in der Hin­lo­pen­ren­na

Die nor­we­gi­sche Behör­de für Fische­rei (Fis­ke­ri­di­rek­to­ra­tet) hat ein Gebiet inner­halb der Hin­lo­pen­ren­na für die Krab­ben­fi­sche­rei mit Schlepp­net­zen geöff­net. Zur Hin­lo­pen­ren­na gehö­ren auch Tief­was­ser­ge­bie­te nörd­lich und süd­lich der eigent­li­chen Hin­lo­pen­stra­ße. Das Gebiet ist bis­lang vor Fische­rei weit­ge­hend geschützt, von Tie­fen über 200 Metern abge­se­hen.

Wei­te­re Hin­ter­grün­de sind der Pres­se­mel­dung des Fis­ke­ri­di­rek­to­rat nicht zu ent­neh­men.

Die Hin­lo­pen­stra­ße.

Hinlopen

Quel­le: Fis­ke­ri­di­rek­to­ra­tet

Lot­sen­pflicht in Spitz­ber­gen

Ab Som­mer 2012 soll in Spitz­ber­gen schritt­wei­se Lot­sen­pflicht ein­ge­führt wer­den. Bereits ab 2012 müs­sen die Koh­le­frach­ter nach Sveagru­va vor­aus­sicht­lich einen Lot­sen mit­füh­ren. Ab 2014 soll dies für alle Schif­fe gel­ten, die län­ger als 70 Meter sind. Für Pas­sa­gier­schif­fe gilt die Rege­lung bereits ab einer Län­ge von 24 Metern. Aus­ge­nom­men wer­den sol­len nur Tei­le von Isfjord und Bellsund.

Kapi­tä­ne, die über aus­rei­chen­de Kennt­nis­se und Erfah­rung ver­fü­gen, kön­nen sich nach einer Prü­fung von der Lot­sen­pflicht frei­stel­len las­sen („fair­way cer­ti­fi­ca­te“). Ob dies prak­ti­ka­bel ist, wird sich erst noch zei­gen müs­sen, etwa ob die Prü­fung auch auf eng­lisch mög­lich ist und ob die damit ver­bun­de­nen ver­schie­de­nen Kos­ten und Gebüh­ren trag­bar sein wer­den. Zudem wird nach vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen gefor­dert, dass ein zer­ti­fi­zier­ter Kapi­tän oder Navi­ga­ti­ons­of­fi­zier stän­dig auf der Brü­cke anwe­send sein muss, solan­ge das Schiff sich bewegt. Das ist für vie­le Schif­fe wohl kaum prak­ti­ka­bel. Zur nau­ti­schen Sicher­heit wür­de die Zer­ti­fi­kat­for­de­rung nichts bei­tra­gen, da die meis­ten Pas­sa­gen nau­tisch ein­fach und von allen Navi­ga­ti­ons­of­fi­zie­ren (Steu­er­leu­ten) pro­blem­los beherrsch­bar sind. Nur auf kür­ze­ren, schwie­ri­ge­ren Stre­cken, wäh­rend beson­de­rer Manö­ver (Anker set­zen etc.) oder wäh­rend beson­ders schwie­ri­ger Ver­hält­nis­se (etwa wegen Eis) über­nimmt übli­cher­wei­se der Kapi­tän auf der Brü­cke.

Klei­ne­re Schif­fe zwi­schen 24 und 100 Metern Län­ge, soge­nann­te Expe­di­ti­ons­kreuz­fahrt­schif­fe, kön­nen bei Aus­fall ihres Kapi­täns oder Imp­rak­ti­bi­li­tät der fair­way-cer­ti­fi­ca­te Rege­lung durch die Lot­sen­pflicht unmit­tel­bar vom Aus bedroht sein: bei­spiels­wei­se kön­nen die Kos­ten für eine 10-tägi­ge Fahrt im 6-stel­li­gen Bereich (in Euro) lie­gen. Somit wür­den Fahr­ten unter wirt­schaft­li­chen Aspek­ten unmit­tel­bar unmög­lich wer­den.

Gro­ße Tei­le der Gewäs­ser um Spitz­ber­gen sind tief und aus­rei­chend gut ver­mes­sen, dass die Navi­ga­ti­on dort kein gro­ßes Pro­blem mehr dar­stellt. Woher das zustän­di­ge Kyst­ver­ket Lot­sen neh­men will, die in den übri­gen Berei­chen mehr Kom­pe­tenz vor­wei­sen kön­nen als die Kapi­tä­ne, ist bis­lang offen. Das end­gül­ti­ge Gesetz soll am 01. Juli 2012 in Kraft tre­ten.

Spitz­ber­gen wird von Schif­fen aller mög­li­chen Grö­ßen besucht. Im Bild der Hafen von Ny Åle­sund.

Kreuzfahrtschiff und Segelschiff in Ny Alesund

Quel­le: Kyst­ver­ket

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News-Auflistung generiert am 22. September 2021 um 14:46:12 Uhr (GMT+1)
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