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Tages-Archiv: 7. Mai 2012 − News & Stories


Der Isfjord: der­zeit ein „sub­ark­ti­scher“ Fjord

Dass die Fjor­de an der West­küs­te Spitz­ber­gens in die­sem Früh­jahr weit­ge­hend eis­frei sind, liegt nur in zwei­ter Linie an der weit­ge­hend mil­den Wit­te­rung der letz­ten Mona­te, son­dern pri­mär an der war­men Was­ser­tem­pe­ra­tur. Aktu­ell lie­gen die Was­ser­tem­pe­ra­tu­ren im äuße­ren Isfjord im gan­zen Tie­fen­pro­fil durch­ge­hend bei min­des­tens +1,5°C. Meer­was­ser gefriert je nach Salz­ge­halt bei etwa -1,7°C. Nor­ma­ler­wei­se soll­te ein Teil der Was­ser­säu­le Tem­pe­ra­tu­ren unter Null auf­wei­sen.

Ursa­che ist der star­ke Ein­fluss des West-Spitz­ber­gen-Stroms („Golf­strom“), der das ark­ti­sche Kalt­was­ser der­zeit mehr oder weni­ger kom­plett von der West­küs­te ver­drängt hat. Damit ändert sich der Cha­rak­ter der West­küs­ten­fjor­de lang­sam von hoch-ark­tisch hin zu sub-ark­tisch. Indi­ka­to­ren hier­für sind nicht nur das der­zeit weit­ge­hend feh­len­de Fjor­deis und die Was­ser­tem­pe­ra­tu­ren, son­dern auch die Arten­zu­sam­men­set­zung: in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit wird Kabel­jau in den grö­ße­ren Tie­fen der Fjor­de mehr und mehr hei­misch, auch der Schell­fisch (gehört zur Kabel­jau-Fami­lie) kommt nun regel­mä­ßig vor. 2004 wur­den im Isfjord erst­ma­lig Mies­mu­scheln beob­ach­tet, die mitt­ler­wei­le auch im Hafen von Lon­gye­ar­by­en gesich­tet wur­den. Auch laich­be­rei­ter Hering ist ein Novum in die­sen Gewäs­sern.

Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die­se Neu­zu­gän­ge auf der loka­len Arten­lis­te nicht so schnell wie­der ver­schwin­den wer­den, im Gegen­teil wer­den ver­mut­lich wei­te­re hin­zu­kom­men. Was dies für das loka­le Öko­sys­tem bedeu­tet, ist aber schwie­rig zu sagen.

Der äuße­re Isfjord, Blick vom Alk­hor­net.

Isfjord

Quel­le: UNIS-Mee­res­bio­lo­gen Jør­gen Ber­ge, Ole J. Løn­ne, Tove M. Gabri­el­sen, in Sval­bard­pos­ten 17/2012.

Die Bären­in­sel bekommt einen „Hafen“

Die Bären­in­sel hat seit jeher einen guten Ruf für schlech­te Lan­de­ver­hält­nis­se: Auf der Insel gibt es weder Häfen noch wirk­lich gut geschütz­te Buch­ten, so dass Land­gän­ge und Trans­por­te per Boot sehr stark wet­ter­ab­hän­gig sind.

Bei der nor­we­gi­schen Wet­ter­sta­ti­on an der Nord­küs­te soll nun Abil­fe geschaf­fen wer­den: Ab August soll ein 26 Meter lan­ger Wel­len­bre­cher die Logis­tik deut­lich ver­ein­fa­chen. Bis­lang gibt es nur eine klei­ne Pier aus Beton, die aber bei schwe­rem Wet­ter nicht benutz­bar ist.

Grö­ße­re Schif­fe wer­den aber wei­ter­hin vor der Küs­te ankern müs­sen, ver­ein­facht wird nur der Trans­port oder Land­gang mit klei­ne­ren Bei­boo­ten.

„Hafen“ bei der Wet­ter­sta­ti­on auf der Bären­in­sel an einem der sel­te­nen Schön­wet­ter­ta­ge.

Bjørnøya Radio

Quel­le: Fol­ke­b­la­det

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