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Tages-Archiv: 7. Juni 2012 − News & Stories


Sval­bard – Svol­vær…?

Eine ame­ri­ka­ni­sche Besu­che­rin wun­der­te sich doch stark, als sie vor Pfings­ten in Lon­gye­ar­by­en aus dem Flug­zeug stieg und am Gepäck­band auf einen aus­ge­stopf­ten Eis­bä­ren stieß. Bald dar­auf fand die Sieb­zig­jäh­ri­ge her­aus, dass sie in Spitz­ber­gen gelan­det war. Eigent­lich hat­te sie auf die Lofo­ten gewollt.

Ursa­che des klei­nen, unge­plan­ten Umwegs war die Ähn­lich­keit der Wor­te „Svol­vær“, dem größ­ten Ort und Flug­ha­fen auf den Lofo­ten, und „Sval­bard“, wie die Nor­we­ger Spitz­ber­gen nen­nen: Im Rei­se­bü­ro frag­te die gute Frau nach „Svol­vær“ und bekam ein Ticket nach Sval­bard, ohne dass der Unter­schied irgend­wem auf­fiel. Über die Pass­kon­trol­le in Tromø wun­der­te die Frau sich, schöpf­te aber kei­nen grö­ße­ren Ver­dacht.

Nach dem ers­ten Schreck hat die Dame die unge­plan­ten Tage in der Ark­tis mit Tages­tou­ren nach eige­nen Anga­ben genos­sen, bevor es 2 Tage spä­ter ein Ticket für einen Rück­flug nach Nor­we­gen gab.

Sval­bard (gel­ber Kreis) und Svol­vær (rot): ein klei­ner, aber fei­ner Unter­schied.

Svalbard Karte.

Quel­le: Sval­bard­pos­ten (2112)

Neu­es aus der Eide­ren­to­lo­gie

Feld­bio­lo­gen haben in Spitz­ber­gen Eide­ren­ten­ko­lo­nien ver­gli­chen und dabei Inter­es­san­tes zu Tage beför­dert. Bis Eide­ren­ten in Spitz­ber­gen 1963 unter Schutz gestellt wur­den, hat das fast immer rück­sichts­los durch­ge­führ­te Sam­meln von Eiern und Dau­nen zu einem Bestands­rück­gang geführt. Wich­ti­ge Brut­ko­lo­nien lie­gen über­wie­gend auf klei­nen Inseln, die seit 1973 Vogel­re­ser­va­te sind und daher wäh­rend der Brut­sai­son gar nicht mehr betre­ten wer­den dür­fen. Trotz­dem ist der Bestand der Eide­ren­ten im Kongsfjord allen­falls sta­bil geblie­ben, aber nicht gewach­sen.

Kräf­tig gewach­sen ist hin­ge­gen der Bestand im Bellsund, ins­be­son­de­re auf der klei­nen Insel Ehol­men, wo ein nor­we­gi­scher Trap­per seit län­ge­rer Zeit Dau­nen sam­melt. Durch das behut­sa­me Vor­ge­hen wer­den die Vögel in ihrem Brut­ge­schäft nicht gestört, im Gegen­teil sorgt der mensch­li­che Schutz vor Räu­bern wie Eis­bär und Eis­fuchs dafür, dass die Kolo­nie für brü­ten­de Enten attrak­tiv ist und sich deut­lich ver­grö­ßert hat.

Mög­li­cher­wei­se kön­nen Eide­ren­ten auch durch den Kli­ma­wan­del pro­fi­tie­ren, etwa wenn das Fjor­deis frü­her auf­bricht und die Brut­in­seln somit für Füch­se frü­her unzu­gäng­lich wer­den.

Eide­ren­ten-Brut­ko­lo­nie im Advent­da­len bei Lon­gye­ar­by­en.

Eiderenten.

Quel­le: NINA.

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