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Tages-Archiv: 13. Mai 2013 − News & Stories


Kli­ma­än­de­rung: Fjord­eis an der West­küs­te Spitz­ber­gens kräf­tig redu­ziert

Ein Besuch des nor­we­gi­schen Umwelt­mi­nis­ters Bård Vegar Sol­h­jell in der For­schungs­sied­lung Ny Åle­sund im Kongsfjord hat das The­ma Kli­ma­än­de­rung wie­der in die aktu­el­le poli­ti­sche Debat­te in Nor­we­gen gebracht. Nach Aus­sa­gen lei­ten­der Wis­sen­schaft­ler des nor­we­gi­schen Polar­in­sti­tuts hät­te die mit Boot durch­ge­führ­te Exkur­si­on in den Kongsfjord auf glei­cher Rou­te vor 10 Jah­ren noch mit Motor­schlit­ten statt­ge­fun­den. Tat­säch­lich ist der Ver­lust an fes­tem Fjord­eis in vie­len Fjor­den der West­küs­te vor allem in den letz­ten 2 Win­tern auf­fal­lend. Dies führt zu erheb­li­chen Pro­ble­men etwa für Rin­gel­rob­ben, die ohne gutes Fjord­eis nicht in der Lage sind, Nach­wuchs zur Welt zu brin­gen und durch die ers­ten Lebens­wo­chen zu brin­gen. Im Kongsfjord ist schon seit Jah­ren kaum noch eine Rin­gel­rob­be groß gewor­den.

Zu beob­ach­ten ist, dass die Meer­was­ser­tem­pe­ra­tu­ren an der West- und Nord­küs­te Spitz­ber­gens seit etwa 2 Jah­ren höher lie­gen als nor­mal, was das Treib- und Fjord­eis regio­nal mas­siv redu­ziert hat. Im Osten Spitz­ber­gens sind die Eis­ver­hält­nis­se wenigs­tens ver­gleichs­wei­se nor­mal. An der West­küs­te sind vie­le Fjor­de ganz offen­ge­blie­ben, nur klei­ne­re und geschütz­te Ver­zwei­gun­gen sind zuge­fro­ren.

Der nor­we­gi­sche Umwelt­mi­nis­ter sprach von kla­ren Signa­len für einen längst statt­fin­de­nen Kli­ma­wan­del. Viel­leicht trägt er sei­ne Bot­schaft ja nach Brüs­sel und Ber­lin, wo der CO2-Zer­ti­fi­ka­te­han­del aktu­ell Gefahr läuft, poli­tisch begra­ben zu wer­den.

Rin­gel­rob­be im Tem­pel­fjord, Anfang Mai 2013. Dort ist das Fjord­eis aktu­ell noch soli­de.

Sveagruva

Quel­le: Aften­pos­ten

Store Nor­ske: Schwar­zes Gold bringt rote Zah­len

Die nor­we­gi­sche Berg­bau­ge­sell­schaft Store Nor­ske, die unter ande­rem den nor­we­gi­schen Koh­le­berg­bau in Spitz­ber­gen betreibt, schreibt der­zeit kräf­tig rote Zah­len. Nach meh­re­ren gewinn­träch­ti­gen Jah­ren, einer Aus­nah­me in der Berg­bau­ge­schich­te Spitz­ber­gens, gab es 2012 einen Ver­lust von 234 Mil­lio­nen Kro­nen (ca. 29 Mil­lio­nen Euro), und für 2013 wird ein ähn­li­ches Ergeb­nis erwar­tet. Die Haupt­grün­de lie­gen in den gesun­ke­nen Welt­markt­prei­sen für Koh­le und den schwie­ri­ger wer­den­den Abbau­ver­hält­nis­sen in der wich­tigs­ten Gru­be Svea Nord bei Sveagru­va. Das dor­ti­ge Vor­kom­men ist weit­ge­hend abge­baut, und die Stol­len wer­den mitt­ler­wei­le in mar­gi­na­le Berei­che mit gerin­ge­ren Mäch­tig­kei­ten und mehr Ver­un­rei­ni­gung durch natür­lich bei­gemeng­tes Gestein vor­ge­trie­ben. Die dadurch erfor­der­li­che Rei­ni­gung mit­tels eines neu­ge­bau­ten Schei­de­wer­kes ver­zö­gert wegen erheb­li­cher tech­ni­scher Schwie­rig­kei­ten aber bis­lang immer wie­der den gesam­ten Betriebs­ab­lauf, bis hin zu mona­te­lan­gen För­der­pau­sen in Svea Nord.

Für 2015 ist die Eröff­nung einer neu­en Gru­be am Lun­ckef­jel­let geplant, die aber nur 3 Jah­re lang Koh­le lie­fern soll.

Als Reak­ti­on wer­den unter ande­rem Ent­las­sun­gen erwar­tet. Auch die teu­re Suche nach Gold am St. Jons­fjord an der West­küs­te Spitz­ber­gens soll aus Kos­ten­grün­den 2013 nicht wei­ter­be­trie­ben wer­den.

Sveagru­va im Van Mijenfjord, das der­zei­ti­ge Zen­trum des nor­we­gi­schen Koh­le­berg­baus auf Spitz­ber­gen.

Sveagruva

Quel­le: Finnmarken.no

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