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Tages-Archiv: 22. Mai 2014 − News & Stories


Eis­bä­rin Kara wan­der­te durch die hal­be Ark­tis

Eini­gen Eis­bä­ren (genau­er: Eis­bä­rin­nen), die jedes Jahr vom nor­we­gi­schen Polar­in­sti­tut mit Sen­dern aus­ge­stat­tet wer­den, kann man schon seit län­ge­rem auf einer Inter­net­sei­te des WWF auf ihren Wan­de­run­gen fol­gen. Oft blei­ben die Eis­bä­ren über einen Zeit­raum in einem mehr oder weni­ger klei­nen Gebiet. Aktu­ell schlägt aber Eis­bä­rin Kara alle bekann­ten Rekor­de: Sie wur­de im Janu­ar 2013 auf einem Glet­scher zwi­schen Horn­sund und Ham­ber­buk­ta (Ost­küs­te) betäubt und mit einem Sen­der aus­ge­stat­tet und hat seit­dem eine unglaub­li­che Wan­de­rung von 3703 Kilo­me­tern durch die rus­si­sche Ark­tis gemacht. Zunächst ging die Rei­se Rich­tung Nova­ya Zem­lya und von dort nach Franz Josef Land, ohne aber jeweils Land zu betre­ten. Das nächs­te Ziel war die sibi­ri­sche Insel­grup­pe Sever­na­ya Zeml­ja, wo Kara auf Land ging, nach­dem sie somit die gesam­te Kara-See durch­streift hat­te. Anschlie­ßend ging es aber wie­der wei­ter, nach Franz Josef Land, wo der Sen­der auf­hör­te, Daten zu sen­den. Mög­li­cher­wei­se ist Kara dort in eine Schnee­höh­le gegan­gen und hat Nach­wuchs zur Welt gebracht.

Das Weib­chen Kara war zur Zeit der Aus­stat­tung mit Sen­der 13 Jah­re alt, 2,2 Meter lang und wiegt 217 kg.

Die Daten von 2014 deu­ten mög­li­cher­wei­se an, dass die Weib­chen aktu­ell weni­ger Nach­wuchs haben als im lang­fris­ti­gen Mit­tel: Von 29 Weib­chen hat­ten nur 3 Nach­wuchs im zwei­ten Lebens­jahr, nor­mal liegt der Anteil bei gut einem Drit­tel. Aller­dings ist die unter­such­te Zahl so nied­rig, dass Zufall nicht aus­ge­schlos­sen wer­den kann.

Die Aus­stat­tung mit Sen­dern ist nicht unum­strit­ten, da durch die Betäu­bung schon Eis­bä­ren zu Tode gekom­men sind, nach­weis­lich letzt­ma­lig im Herbst 2013 (sie­he Spitzbergen.de-Nachrichten Okto­ber 2013). In einem wei­te­ren Fall vom April 2014 liegt der Ver­dacht eines Zusam­men­hangs zwi­schen dem Tod einer jun­gen Eis­bä­rin und einer Betäu­bung zu wis­sen­schaft­li­chen Zwe­cken eben­falls nahe, ein Nach­weis steht aber noch aus. In der Früh­jahrs­sai­son 2014 wur­den in Spitz­ber­gen 73 Eis­bä­ren zu wis­sen­schaft­li­chen Zwe­cken betäubt und unter­sucht.

Die Wan­de­rung der Eis­bä­rin Kara: 3703 Kilo­me­ter von Spitz­ber­gen durch die rus­si­sche Ark­tis. Bild­quel­le: WWF

Wanderung der Eisbärin Kara

Quel­le: WWF, Sval­bard­pos­ten

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