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Tages-Archiv: 21. August 2014 − News & Stories


Unglück am Sar­ko­fa­gen

Nicht nur im Win­ter ber­gen die Ber­ge und Glet­scher um Lon­gye­ar­by­en Gefah­ren wie z.B. Glet­scher­spal­ten in sich, son­dern auch im Som­mer soll­te man den zum Teil sehr stei­len und fel­si­gen von Schmelz­was­ser durch­ström­ten Unter­grund höchs­te Auf­merk­sam­keit wid­men.

Kürz­lich brach sich beim Abstieg vom Sar­ko­fa­gen, der west­lich den Lars­breen (Lars­glet­scher) begrenzt, eine 21 jäh­ri­ge nor­we­gi­sche Rei­se­lei­te­rin das Bein. Da im Bereich der Unglück­stel­le kein Mobil­funk­netz erreich­bar war, muss­ten Mit­glie­der der Grup­pe wie­der auf­stei­gen um den Sys­sel­mann zu infor­mie­ren und um Hil­fe rufen zu kön­nen. Die Reis­lei­te­rin sowie die gesam­te Grup­pe der Tou­ris­ten unter­schied­li­cher Natio­na­li­tä­ten wur­den mit dem Hub­schrau­ber nach Lon­gye­ar­by­en geflo­gen. Die Rei­se­lei­te­rin bekam im Kran­ken­haus einen Gips und wur­de spä­ter nach Trom­sø geflo­gen.

Sar­ko­fa­gen (links). Blick vom Lars-Glet­scher

Larsbreen mit Sarkofagen

Quel­le: Sval­bard­pos­ten

Wie­der Gra­na­ten­fund bei Lon­gye­ar­by­en

Wie­der, wie bereits in ver­gan­ge­nen Som­mer, wur­de Muni­ti­on aus dem zwei­ten Welt­krieg bei Lon­gye­ar­by­en gefun­den. Dies­mal lagen die Gra­na­ten auf dem Pla­teau­berg, der sich unmit­tel­bar an der west­li­chen Sei­te der Stadt erhebt. Das Are­al wur­de weit­läu­fig abge­sperrt. Die Gra­na­ten konn­ten ent­schärft wer­den.

Pla­tåf­jel­let

Platafjellet

Quel­le: Sys­sel­mann

Eidem­buk­ta

Nach einer klei­nen Irr­fahrt sind wir schließ­lich in der Eidem­buk­ta gelan­det, nörd­lich vom Isfjord. Im Ver­gleich zum Nord­aus­t­land sind wir damit sozu­sa­gen im Stadt­park von Lon­gye­ar­by­en. Gut, das ist sicher über­trie­ben.

Ursprüng­lich woll­ten wir zum Prins Karls For­land, aber der Wind im offe­nen For­landsund war so hef­tig, dass der Anker dort nicht hal­ten woll­te und wir uns etwas ande­res über­le­gen muss­ten. So war ich letzt­lich nach 5 Uhr in der Früh erst in den Federn. Auch damit könn­te es zu tun haben, dass heu­te ein wenig „Kater­stim­mung“ ist. West Coast Blues … die Rei­se geht zu Ende, man kann das schlecht auf­hal­ten. Alle sind nun gut drauf, alle Rou­ti­nen lau­fen, man kennt ein­an­der, man könn­te pri­ma noch eine Woche wei­ter­ma­chen oder zwei, aber plötz­lich grei­fen all die Zwän­ge der Zivi­li­sa­ti­on wie­der. Ter­mi­ne, Flü­ge, Beruf, sonst­was.

Aber so weit sind wir noch nicht. Noch sind wir für eini­ge Stun­den in der Tun­dra der West­küs­te unter­wegs. Nach all dem Eis und der Käl­te des hohen Nor­dens, den Fels­land­schaf­ten des Nord­wes­tens und den rie­si­gen Glet­schern im Krossfjord kann man sich hier nahe­zu wie zuhau­se füh­len. Die­se Land­schaft ist nicht so schroff, nicht so abwei­send, fast schon ein­la­dend. Zumin­dest im Ver­gleich.

Kli­cken Sie auf die Bil­der, um eine ver­grö­ßer­te Dar­stel­lung des Bil­des zu erhal­ten.

In der Eidem­buk­ta war ich doch vor eini­gen Wochen schon ein­mal, Anfang Juni war das. Eine gefühl­te Ewig­keit her! Da lag noch Schnee bis in Mee­res­hö­he, fast das gesam­te, wei­te Land war weiß. Nun machen sich schon Herbst­far­ben in der Tun­dra breit, von Schnee nir­gends mehr eine Spur. „Damals“ waren auf jedem schnee­frei­en Fle­cken in der Tun­dra Gän­se unter­wegs, heu­te pad­delt nur noch ein Trupp Eide­ren­ten in der Bucht, die den Stress des Brü­tens schon lan­ge hin­ter sich haben. Die Welt hier hat sich kom­plett ver­än­dert. Kei­ne 7 Wochen spä­ter! Der ark­ti­sche Som­mer geht so unglaub­lich schnell vor­bei.

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