Seit fast zwei Wochen bemühen sich Mitarbeiter des Sysselmannen in Colesbukta einen unterirdischen Brand zu löschen, der durch ein Lagerfeuer ausgelöst wurde. Das Feuer wurde am Fundament eines historischen Gebäudes entzündet, das unter Denkmalschutz steht. In Colesbukta sind mehrere Gebäude aus der Zeit zwischen 1913 und 1962 erhalten, als dort Kohle aus dem Minenbetrieb der nahegelegenen russischen Bergbausiedlung Grumantbyen verschifft wurde. Beide Siedlungen sind als Kulturdenkmäler geschützt.
Am Donnerstag, dem 13. August wurde der Sysselmannen von Wanderern über den Brand in Colesbukta informiert und rückte mit dem Hubschrauber aus. Das eigentliche Lagerfeuer war bereits gelöscht, hatte aber im Boden einen Schwelbrand ausgelöst, der drohte, sich weiter auszubreiten. Vorerst versuchte das Team des Sysselmannen den Brand durch einen Graben an der weiteren Ausbreitung zu hindern und so auch das Kulturdenkmal zu schützen.
Als nun, fast zwei Wochen später, am Dienstag, dem 25. August Mitarbeiter des Sysselmannen und der Feuerwehr die Stelle erneut untersuchten, stellten sie fest, dass der Brand noch immer weiter schwelt. Die Feuerwehr versuchte, den Brand mit Schaum zu löschen und denkt nun darüber nach, mit einem mehrere hundert Meter langen Schlauch Wasser von der Küste zur Brandstelle zu pumpen.
Da es auf Spitzbergen verboten ist, in der Nähe von Kulturdenkmälern Feuer zu machen, wird in der Sache ermittelt. Bislang ist nicht bekannt, wer das Lagerfeuer entzündet hat. Der Sysselmannen bittet um Informationen, vorzugsweise von den Verursachern des Brandes selbst.
Die alte Bergbau-/Hafensiedlung Colesbukta im Winter.