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Tages-Archiv: 13. Februar 2017 − News & Stories


Ver­meint­lich aus­ge­stor­be­ner Schmet­ter­ling ent­deckt

Tot­ge­sag­te leben ja bekannt­lich län­ger. Ein klei­ner Schmet­ter­ling, der als aus­ge­stor­ben galt, ist eini­gen For­schern im Nor­den Spitz­ber­gens ins Netz gegan­gen. 1870, also vor 147 Jah­ren, wur­de Plut­el­la pola­ris zuletzt gese­hen, bevor Geir Søli ihn erneut ent­deck­te.

Der For­scher des Natur­his­to­ri­schen Muse­ums in Oslo war im Som­mer 2015 im Ring­horn­da­len am Wij­defjor­den im Nor­den Spitz­ber­gens unter­wegs, um Pflan­zen und Insek­ten in dem Gebiet zu kar­tie­ren. Als er dabei einen klei­nen grau­en Schmet­ter­ling im Käs­cher ent­deck­te, hielt er die­sen zunächst für einen engen Ver­wand­ten von Plut­el­la pola­ris, näm­lich Plut­el­la xylostel­la, eine im Nor­den Nor­we­gens weit häu­fi­ge­re Art, die ab und an vom Wind nach Spitz­ber­gen gebla­sen wird. Das Ring­horn­dal ist ein vor Wet­ter­ein­fluss gut geschütz­tes Tal und des­halb ver­hält­nis­mä­ßig warm und frucht­bar.

Plut­el­la pola­ris, © Kars­ten Sun­de, Natur­his­to­risk Muse­um, Oslo, Nor­we­gen

Plutella polaris

Der eher unschein­ba­re Fal­ter muss enor­me Anpas­sungs­fä­hig­kei­ten ent­wi­ckelt haben, um in Spitz­ber­gen über­le­ben zu kön­nen. Nur in einem sehr kur­zen Zeit­fens­ter im Som­mer kann der klei­ne Kerl genug zu fres­sen fin­den. Plut­el­la pola­ris ist eine von nur drei Schmet­ter­lings­ar­ten, die man auf Spitz­ber­gen regis­triert hat.

Das Auf­tre­ten oder auch Ver­schwin­den von Arten ist beson­ders mit Blick auf die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels inter­es­sant. For­scher Geir Søli hofft jeden­falls, dass bald noch mehr span­nen­de Ent­de­ckun­gen in sei­nem Käs­cher zap­peln.

Quel­len: Forskning.no, Sval­bard­pos­ten

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