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Monats-Archiv: September 2019 − News & Stories


Isfjord – 18. September 2019

Zurück in Spitzbergen! Ach ja, da kommen doch heimatliche Gefühle auf 🙂 dieser schnelle Wechsel zwischen den Welten – Island, Grönland, Deutschland, Spitzbergen in nur wenigen Tagen – ist schon irre, in so mancherlei Hinsicht. Der erste Eindruck von Spitzbergen aus 10000 Metern Höhe: die Gletscher zwischen Hornsund und Ostküste. Werden auch nicht größer.

Galerie – Isfjord – 18. September 2019

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Jetzt sind wir dafür wieder in Meereshöhe unterwegs, auf der guten alten Antigua. Und dürfen uns auf 10 Tage Spitzbergen freuen!

Mehrere Eisbären in der Umgebung von Longyearbyen

Den ganzen Sommer über sind im Isfjord regelmäßig Eisbären gesehen worden: Auf der Isfjord-Nordseite, in den Buchten Trygghamna, Ymerbukta und Borebukta, im Billefjord bei Pyramiden, aber auch in der Nähe von Longyearbyen.

Das setzt sich auch weiterhin fort: In den letzten Tagen hat es mehrere Beobachtungen von Eisbären in der Umgebung von Longyearbyen gegeben, wie in der Svalbardposten zu lesen ist, so etwa im Colesdalen und im Bjørndalen westlich von Longyearbyen sowie im Mälardalen auf der Nordseite des Adventdalen, nur wenige Kilometer von Ort und Straße entfernt. Insgesamt handelt es sich mindestens um zwei verschiedene Tiere (die Beobachtungen Colesdalen und Bjørndalen können dasselbe Tier betreffen).

Am Montag (16.9.) musste ein Mann, der sich in einer Hütte am Diabasodden aufhielt, 20 Kilometer nordöstlich von Longyearbyen, aus der Hütte heraus einen Schuss abfeuern, um einen neugierigen Eisbären zu vertreiben. Dies gelang auch, der Mann wurde sicherheitshalber vom Sysselmannen per Hubschrauber abgeholt, um weitere Risiken zu vermeiden.

Man kann nicht oft genug betonen, dass das Eisbärenrisiko auch in Longyearbyens naher Umgebung ernst zu nehmen ist.

Eisbär Hiorthhamn bei Longyearbyen

Eisbär in Hiorthhamn bei Longyearbyen (Archivbild).

In der wöchentlichen Umfrage hat Svalbardposten aktuell die Frage gestellt, wie man sich zur steigenden Anzahl von Eisbären in der Umgebung von Longyearbyen verhalten sollte. Zur Zeit hatten 790 Personen ihre Meinung abgegeben, was für die wöchentliche Svalbardposten-Umfrage sehr viel ist. Davon haben 500 für „Wir wohnen auf Spitzbergen und müssen uns anpassen“ gestimmt, aber immerhin 241 haben der Wahlmöglichkeit „Es wird Zeit, wieder über Eisbärenjagd zu diskutieren“ gestimmt. Diese Umfragen sind aber nicht repräsentativ, sondern geben nur ein zufälliges Bild wider; mitunter sind die Fragen sowie die vorgegebenen Antworten auch humoristisch geprägt. So mag vielleicht auch die hohe Anzahl derer zu verstehen sein, die eine Aufnahme der Jagd auf Eisbären befürworten.

Eisbären wurden in Spitzbergen bis 1973 intensiv gejagt. Die steigende Anzahl von Eisbären in Spitzbergen in jüngeren Jahren ist zumindest in Teilen eine Folge der regionalen Erholung der Art nach der Zeit, in der Eisbärenjagd professionell und nahezu industriell betrieben wurde.

Doppelkalender 2-in-1: Spitzbergen & Antarktis 2020

Der neue Spitzbergen-Kalender 2020 ist da – und zwar erstmalig als Doppelkalender. Wir haben ganz einfach dieses Mal die früher leer gebliebenen Rückseiten genutzt, so dass zusätzlich zu den 12 Spitzbergen-Bildern nun mit 12 Antarktis-Bildern ein voller zweiter Kalender mit dabei ist 🙂

Obwohl es somit jetzt sozusagen zwei vollwertige Kalender gibt, ist der Preis stabil geblieben. Wie gehabt gibt es den Doppelkalender „Spitzbergen & Antarktis 2020“ in zwei verschiedenen Größen: Prominent an der Wand im großzügigen A3-Format oder handlicher in A5.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit gibt es im spitzbergen.de-Shop (hier klicken).

Dalvik – Akureyri – 08. September 2019

Für die Nachtruhe ist es ab und an gar nicht verkehrt, wenn das Schiff nachts nicht schwankt und wenn mitten in der Nacht niemand aufsteht oder irgendwelche Segel justiert („Winschkonzert“). Gar nicht schlecht. Sonntagsfrühstück um 9, alle zusammen an einem Tisch, zum ersten Mal seit Grönland. So kann man auch leben.

Auch ein paar Schritte auf festem Boden tun mal wieder gut. Ein kleines Naturschutzgebiet bei Dalvik bietet schöne Flusslandschaft und die entsprechende Vogelwelt.

Und das Café in Dalvik ist einen Besuch wert 🙂

Galerie – Dalvik – Akureyri – 08. September 2019

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Nun sind es noch ein paar Stunden ruhiger Fjordfahrt nach Akureyri. Ein paar Buckelwale gab es unterwegs, und den Wasserfall gegenüber von Akureyri, der wohl ziemlich einmalig ist, denn er ist sowohl künstlich als auch geothermisch heiß. Er soll plötzlich da gewesen sein, als sie ein paar Meter weiter einen Tunnel gebaut haben.

Kurz darauf sind wir in Akureyri im Hafen. Wieder ist eine lange, schöne Reise zu Ende. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren, vorneweg Skipper und Schiffseigner Heinz, seine gute Mannschaft und sein gutes Schiff!

Dänemarkstraße – 06./07. September 2019

Wir sind genau richtig losgekommen. Nach ein paar anfänglichen Stunden mit Wind und Seegang war es bislang ziemlich ruhig oder sogar windstill auf unserem Rückweg vom Scoresbysund nach Island. Heute hat es angefangen, wieder etwas aufzufrischen, aber wir machen immer noch 5-6 Knoten Geschwindigkeit. Das ist nicht gerade rekordverdächtig, aber wir kommen Meile für Meile voran, haben die Breite von Kolbeinsey schon passiert und sollten Island heute Abend erreichen.

Bis dahin herrscht maritimer Alltag an Bord: Abwechseln am Steuerruder, Mahlzeiten, dazwischen ist Zeit zum Lesen, Schlafen, …

Foto – Dänemarkstraße – 06./07. September 2019

Dänemarkstraße - 06./07. September 2019

Land in Sicht! Die Dänemarkstraße hatte heute schon ein paar Schlaglöcher, aber dafür gab es einen wunderbaren Sonnenuntergang auf See. Heute Nacht werden wir Dalvik anlaufen, einen kleinen Hafen im Eyafjordur, nördlich von Akureyri.

Passagierschiff Malmö steckt im Eis

Malmö im Eis: Während in der Arktis diesen Sommer 35 % weniger Treibeis vorhanden sind als im langjährigen Mittel, das man wohl sowieso bald als historischen Zustand betrachten und neu definieren muss, waren und sind die Eisverhältnisse um Spitzbergen „normal“. Was bedeutet, dass es mehr Eis gibt, als man aus jüngeren Jahren gewöhnt war. Der nördliche und östliche Teil des Nordaustlandes ist im Sommer gar nicht eisfrei geworden, und auch im Osten Spitzbergens gab es durchgehend Treibeis.

Ein dichtes Treibeisfeld hat nun das kleine Passagierschiff „Malmö“ in Schwierigkeiten gebracht. In der südlichen Hinlopenstraße kam das Schiff mit 23 Personen an Bord, darunter 16 Passagiere, in ein Eisfeld und blieb darin stecken. Problematisch und potenziell gefährlich wurde die Lage, als die Strömung das Eis mit dem Schiff in die Nähe untiefer Gewässer bei den Rønnbeckøyane führte. Die Mannschaft informierte die norwegischen Behörden. Der Sysselmannen brachte die 16 Passagiere vorsichtshalber mit dem Hubschrauber nach Longyearbyen in Sicherheit. Da bislang keine unmittelbare Gefahr besteht, blieb die Mannschaft an Bord, um die Malmö nach Möglichkeit so bald wie möglich aus dem Eis zu bringen. Es wird damit gerechnet, dass dies bald möglich sein wird, sobald die Gezeitenströmung die Richtung ändert. Das erfolgt mehrfach täglich und dann bilden sich normalerweise Öffnungen im Treibeis.

Treibeis im arktischen Sommer 2019 – Foto zu Malmö im Eis

Treibeis in der Arktis

Sicherheitshalber ist ein Schiff der norwegischen Küstenwache in der Nähe, um im Notfall eingreifen zu können.

Hall Bredning – 05. September 2019

Der Tag beginnt früh, wir haben viele Meilen vor uns. Wobei, er hatte ja schon noch viel früher begonnen … das war das Nordlicht gewesen. Schon wenige Stunden später klingelt der Wecker. Die Meilen rufen. Bald sind wir unterwegs. Und bekommen einen herrlichen Sonnenaufgang über den schroffen Bjørneøer geschenkt. Und sehr stimmungsvollen Morgennebel.

Eigentlich hatten wir geplant, heute erst mal nach Ittoqqortoormiit (Scoresbysund Dorf) zu fahren, um dieser abgelegenen grönländischen Siedlung – die nördliche von nur zwei Orten in ganz Ostgrönland – morgen einen Besuch abzustatten. Aber beim Blick auf die Wetterkarte für das Seegebiet zwischen Scoresbysund und Island entschließen wir uns, direkt Kurs auf den Fjordausgang und dann auf Island zu setzen. Es gilt, noch vor dem nächsten Sturm die geschützten Gewässer vor Akureyri zu erreichen. So sollte das eigentlich noch klappen. Daumen drücken!

Galerie – Hall Bredning – 05. September 2019

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Die Fahrt durch Hall Bredning, den breiten, mittleren Teil des Scoresbysund, ist ein Genuss. Spiegelglattes Wasser, Sonne, blauer Himmel und Eisberge. Wir lassen es uns nicht nehmen, um einen besonders schönen Eisberg noch eine Runde mit dem Zodiac zu drehen.

Noch ist es schön, angenehm und gemütlich. In ein paar Stunden werden wir auf See sein. Mal schauen, was die nächsten zwei Tage dann so bringen.

Øfjord – Bjørneøerne – 04. September 2019

Der Øfjord („Inselfjord“) bringt uns auf der Nordseite des Milne Landes wieder zurück in Richtung des mittleren Scoresbysundes. Von den drei Fjorden, die um das Milne Land herum führen, ist er der mit den gewaltigsten Dimensionen: fünf bis sieben Kilometer sind es zwischen den Ufern, das Wasser dazwischen ist bis zu über 1000 Metern tief, die Berge ragen zu beiden Seiten um 2000 Meter hoch über die überall treibenden Eisberge. Eine Landschaft wie ein Riesenland. Ein schroffer Turm aus Gneis und Granit neben dem anderen, gelegentlich durch Gletscher unterbrochen und sonst durch nichts. 90 Kilometer lang. Türme wie die berühmten Torres des Paine in Patagonien, aber ungezählt und sicher auch weitgehend unbestiegen. Senkrechte Felswände wie am El Capitan. Eine atemberaubende Landschaft und, nebenbei bemerkt, die ehemals tief in der Erdkruste liegende Wurzel eines alten Gebirges, durch die wir hier so munter unter Sonne und Segel fahren.

Galerie – Øfjord – Bjørneøerne – 04. September 2019

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Bei den Bjørneøerne finden wir in Jyttes Havn einen guten Ankerplatz. Bald brechen wir zu einer Tour auf. In 240 Metern Höhe ist der Ausblick in alle Richtungen grandios.

Ganz ruhig wird die Nacht nicht, aber die Unterbrechung durch ein schönes Nordlicht lassen wir uns gerne gefallen.

Harefjord – 03. September 2019

Wie gesagt, gibt es nicht gerade überall gute Ankerplätze in Grönland, aber hier und da eben doch. Diese Nacht lagen wir hervorragend in einer kleinen Bucht im Harefjord, einem der innersten Verzweigungen im Scoresbysund.

Da wir hier schon nah am Inlandeis waren, wollten wir natürlich so nah dran, wie es geht. Es muss ja nicht gleich eine Querung sein, und ob man eine solche erstrebenswert findet, muss sowieso jeder für sich selbst wissen. Ich freue mich ja immer wieder über den Abwechslungsreichtum der Fjordlandschaften. So auch hier, tief im Harefjord.
Moschusochsen am Ufer. Weiter oben sitzen wir auf einer Moräne und lassen den Blick über klüftiges Gletschereis direkt vor und unter uns schweifen. Das ist sehr nah dran am Inlandeis.

Galerie – Harefjord – 03. September 2019

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Überall hier gibt es schöne Hügel und Berge, und man kann so weit und so hoch laufen, wie man will, kann und Zeit hat. Mehr Zeit wäre immer schön, aber ein wenig haben wir noch am fortgeschrittenen Nachmittag. Ausreichend für grandiose Blicke über den Harefjord und Umgebung.

Rødefjord – 02. September 2019

Also, die Ankerstelle im hintersten Fønfjord war nicht der Hit. Man liegt fast auf dem Strand, um eine brauchbare Tiefe unter dem Boot zu haben, und der Anker liegt auf einem steilen Hang. Typisch Grönland! Klar, dass der Anker irgendwann zu nächtlicher Stunde abrutschen musste. Damit war die Nacht für uns beendet.

Was im Ergebnis perfekt war. So bekamen wir den Sonnenaufgang mit und mehrere Stunden quasi geschenkt. Die Wolken hatten sich verzogen, ein goldener Spätsommertag in Grönland – schöner wird’s nicht! Noch vor dem Frühstück hatten wir eine erste Runde in der rotgoldenen Tundra im Rødefjord gemacht.

Die bei der Røde Ø gestrandeten Eisberge sind Weltklasse. Grönland braucht sich auch hinter der Antarktis wahrhaftig nicht zu verstecken, was landschaftliche Schönheit angeht.

Galerie – Rødefjord – 02. September 2019

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Weiter ging es durch den fantastischen Rødefjord, der mit seinen intensivroten Farben seinem Namen absolut gerecht wird. Links rote Felstürme und tief eingeschnittene Canyons, rechts reihen sich mit Sorte Ø und Store Ø schroffe Inseln aneinander. Überall Eisberge im spiegelglatten Wasser, hier und dort dreht sich einer oder bricht krachend auseinander. Ein einmaliges Schauspiel. Stundenlang sitzen wir meistens still an Deck, sprachlos vor Staunen.

Schließlich erreichen wir im Harefjord einen der wenigen wirklich brauchbaren Ankerplätze weit und breit. Bald sind zwei Uferleinen gelegt. Es sollte heute eine ruhige Nacht werden – wenn sie nicht von Nordlichtern unterbrochen wird … womit wir gut leben könnten Wir genießen das Abendlicht auf einem Hügel oberhalb der Ankerbucht, dann erklären wir den Tag guten Gewissens für beendet.

Danmark Ø – 01. September 2019

Gestern Abend hatten wir den schönen Naturhafen Hekla Havn auf der Danmark Ø erreicht. Mit einem aufwändigen Arrangement aus Uferleinen – Eingeweihte erinnern sich gerne an Patagonien – haben wir die Anne-Margaretha in dieser gut geschützten Bucht so gut untergebracht, dass nicht einmal eine Ankerwache erforderlich war. Einmal eine Nacht durchschlafen, das war auch nicht schlecht, da waren sich wohl alle einig.

Gut ausgeruht ging es also am nächsten Morgen mit den Zodiacs los. Auf einer unscheinbaren Uferterrasse außerhalb von Hekla Havn haben in längst vergangenen Zeiten Thule-Inuit eine Wintersiedlung gehabt. Eine ganze Reihe von Behausungen zeugt von einer ganzen Siedlung. Großstadtverhältnisse für das prä-dänische Grönland. Mit hervorragender Aussicht über den weiten Fjord.

Rund um Hekla Havn finden sich ein paar der schönsten Gneise im Scoresbysund. Farben und Strukturen, wie man sie sich nicht schöner ausdenken könnte.

Galerie – Danmark Ø – 01. September 2019

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Mit genauem Hinschauen kann man noch sehen, wo Carl Ryders Expedition ihr Haus gebaut hat, für die Überwinterung 1891-92. Die haben damals den inneren Scoresbysund als erste Europäer erkundet und all die schönen Fjorde auf die Karte gebracht, den Fønfjord, den Rødefjord, den Øfjord und so. Vielleicht wüssten wir ohne Ryder bis heute nicht, dass es diese schönen Landschaften gibt …

So ließen wir Blicke und Gedanken auf der Danmark Ø schweifen, bevor wir die Fahrt in den Fønfjord hinein fortsetzten. Jetzt geht es in die innersten Verzweigungen des Scoresbysund.

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News-Auflistung generiert am 20. September 2019 um 06:13:37 Uhr (GMT+1)
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