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Tages-Archiv: 5. September 2020 − News & Stories


Phipp­søya-Eis­bär (MS Bre­men, 2018): Ver­fah­ren ein­ge­stellt

Das Ver­fah­ren in dem Fall des Eis­bä­ren, der 2018 von Mit­ar­bei­tern des deut­schen Kreuz­fahrt­schif­fes Bre­men auf der Phipp­søya erschos­sen wur­de, wur­de nun ein­ge­stellt, wie der Sys­sel­man­nen am Frei­tag mit­teil­te.

Eisbär, Phippsøya

Eis­bär auf der Phipp­søya, an einem Tier­ka­da­ver nagend.
Wahr­schein­lich war es genau die­ser Eis­bär, der 11 Tage spä­ter am glei­chen Ort
von Mit­ar­bei­tern der MS Bre­men erschos­sen wur­de.

Zu dem Fall war es am 28. Juli 2018 gekom­men, als ins­ge­samt 14 Mann­schafts­mit­glie­der der MS Bre­men auf der Phipp­søya, die zu den Sjuøya­ne gehört, an Land gin­gen, um einen Land­gang für die Pas­sa­gie­re vor­zu­be­rei­ten. Unter den 14 Per­so­nen befan­den sich der Expe­di­ti­ons­lei­ter, vier Eis­bä­ren­wäch­ter, ein Foto­graf und wei­te­re Mann­schafts­mit­glie­der. Als zwei der Eis­bä­ren­wäch­ter los­ge­schickt wur­den, um nicht ein­seh­ba­res Gelän­de zu kon­trol­lie­ren, begeg­ne­ten sie dem Eis­bä­ren, der eine der bei­den Per­so­nen angriff und am Kopf ver­letz­te. Auch Schreck­schüs­se brach­ten den Bären nicht dazu, den Angriff zu unter­bre­chen, so dass zwei Per­so­nen ins­ge­samt drei Schüs­se abfeu­er­ten und den Bären damit töte­ten. Der ange­grif­fe­ne Mann über­leb­te leicht ver­letzt.

Der Vor­fall wur­de von dem anwe­sen­den Foto­gra­fen doku­men­tiert, so dass sich das Gesche­hen gut und unzwei­fel­haft rekon­stru­ie­ren ließ.

Nach einer Ent­schei­dung der Staats­an­walt­schaft Troms und Finn­mark (Nord­nor­we­gen) wur­de das Ver­fah­ren nun ein­ge­stellt. Einen Eis­bä­ren zu erschie­ßen ist grund­sätz­lich ver­bo­ten und straf­bar, im vor­lie­gen­den Fall wur­de aber Not­wehr fest­ge­stellt.

Auch das Ver­fah­ren gegen die Fir­ma wur­de ein­ge­stellt. Hier war unter­sucht wor­den, ob die Sicher­heits­rou­ti­nen aus­rei­chend waren.

Die Unter­su­chung des Vor­falls war im Novem­ber 2019 abge­schlos­sen, das Ver­fah­ren wur­de danach jedoch noch wegen unkla­rer Zustän­dig­kei­ten und dann wegen der Coro­na-Kri­se ver­zö­gert.

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