Natürlich hatte ich mich hier schon vor einer Weile wieder zu Wort melden wollen. Aber hier in Farmhamna findet das Leben primär offline statt, und das ist auch sehr schön so.
Nun ist die Welt seit einigen Tagen nicht mehr so, wie sie vorher war. Die aus derzeit zwei Personen bestehende Bevölkerung von Farmhamna ist geschockt und entsetzt über die Nachrichten, die aus der Welt hierher kommen. Es fühlt sich falsch an, über die Schönheit der Natur im Norden und des einfachen, guten Lebens auf einer abgelegenen Fangststasjon zu schreiben, während woanders die Welt brennt.
Es sind gut 40 Kilometer Luftlinie von Farmhamna nach Barentsburg. Bei bestimmten Wetterlagen können wir den Lichtschein der Siedlung am Horizont erahnen. Barentsburg ist eine russische Siedlung, aber unter den 300-400 Einwohnern sind auch viele Ukrainer. Bislang, auch nach der russischen Okkupation der Krim und den Konflikten im Osten der Ukraine 2014 und seitedem, leben Russen und Ukrainer nach allem, was man weiß, in Barentsburg friedlich zusammen. Was mögen die Menschen dort wohl jetzt denken? Wie geht es ihnen mit dem Wissen um die Lage in ihren Heimatländern? Sysselmester Lars Fause ist, der üblichen Routine folgend, mit Barentsburg im Kontakt und berichtet von einem „guten und normalen Dialog“, ohne viel konkreter zu werden.
Daher schließe ich die Februarbeiträge mit einem Bild, das derzeit oft in sozialen Medien geteilt wird. Es drückt das Entsetzen über die Situation und den Protest gegen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aus und die Abscheu für diejenigen, die dafür verantwortlich sind.
Zum Thema Ukraine
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