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Tages-Archiv: 21. Februar 2023 − News & Stories


Wei­ter­hin Woh­nungs­man­gel in Lon­gye­ar­by­en

Der Woh­nungs­man­gel der letz­ten Jah­re in Lon­gye­ar­by­en macht sich nun wie­der ver­schärft bemerk­bar.

Begon­nen hat­te die Kri­se auf dem schon zuvor nicht gera­de bil­li­gen Woh­nungs­markt mit der tra­gi­schen Lawi­ne im Dezem­ber 2015, die eine Rei­he von Häu­sern zer­stör­te und zwei Men­schen­le­ben kos­te­te. Im Nach­gang wur­den Dut­zen­de von Adres­sen mit über 100 Wohn­ein­hei­ten auf­ge­ge­ben. Zudem wur­den am Suk­ker­top­pen Lawi­nen­si­che­run­gen gebaut. Den­noch wer­den gele­gent­lich bestimm­te Adres­sen vor­sorg­lich eva­ku­iert, wie kürz­lich in Nyby­en.

Lawinensicherung, Longyearbyen

Lawi­nen­wall am Fuß des Suk­ker­top­pen direkt neben einem Wohn­ge­biet
im Zen­trum von Lon­gye­ar­by­en.

Dazu hat der Brand im Sep­tem­ber meh­re­re Woh­nun­gen ver­nich­tet. Glück­li­cher­wei­se kamen Men­schen nicht direkt zu Scha­den, wobei man von Glück spre­chen muss. Aber eini­ge ret­te­ten nur ihr nack­tes Leben und ver­lo­ren sämt­li­ches Hab und Gut.

Brand in Longyearbyen

Im Zen­trum von Lon­gye­ar­by­en hat es Ende Sep­tem­ber 2022 gebrannt.
Dabei gin­gen meh­re­re Gebäu­de mit Woh­nun­gen ver­lo­ren.

Es wird zwar viel gebaut in Lon­gye­ar­by­en, was Besu­chern den Ein­druck ver­mit­telt, dass der Ort kräf­tig wächst. Aber das ist nicht so, tat­säch­lich ist es nach wie vor eine Auf­hol­jagd, um die Ver­lus­te aus­zu­glei­chen, was noch lan­ge nicht erreicht ist.

Baustelle in Longyearbyen

Bau­stel­le in Lon­gye­ar­by­en: es sieht so aus, als wür­de der Ort wach­sen.
Tat­säch­lich ist der Wohn­raum­ver­lust seit 2015 aber noch nicht aus­ge­gli­chen.

Nach­dem die­ses Pro­blem eine Wei­le wegen Coro­na weni­ger prä­sent war, läuft der Win­ter­tou­ris­mus nun wie­der voll an. Wie auch die Fische­rei auf dem Fest­land, ist die­ser wich­ti­ge Wirt­schafts­zweig zeit­wei­se stark von sai­so­na­len Arbeits­kräf­ten abhän­gig, die als Gui­des oder im Ser­vice arbei­ten. Die Bran­che hat aber mehr Pro­ble­me als je zuvor, ihre Sai­son­ar­beits­kräf­te unter­zu­brin­gen. Genaue Zah­len lie­gen nicht vor, aber NRK geht davon aus, dass es um einen Bedarf für eine drei­stel­li­ge Anzahl Per­so­nen geht.

Die größ­ten Haus­eig­ner in Lon­gye­ar­by­en sind die staat­li­chen Fir­men Stats­bygg und Store Nor­ske. Stats­bygg ver­sorgt pri­mär Ange­stell­te des öffent­li­chen Bereichs mit Wohn­raum und macht es sich nicht zur Auf­ga­be, der pri­va­ten Nach­fra­ge schwer­punkt­mä­ßig ent­ge­gen­zu­kom­men. Bei Store Nor­ske hört sich das zumin­dest anders an, aber ohne ent­spre­chen­de Kapa­zi­tä­ten bringt das auch nie­man­den wei­ter.

Es wird wei­ter gebaut, und man hofft, dass die Woh­nungs­not zumin­dest per­spek­ti­visch nach­lässt. Aber das wird Jah­re dau­ern, und wer über­haupt Wohn­raum bekommt, wird dafür auch künf­tig eine gan­ze Men­ge Geld auf den Tisch legen müs­sen.

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