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Signehamna

360°-Panoramen

Hier ein Rundumblick vom Juli 2013 aus Signehamna im Lilliehöökfjord, einer Verzweigung des Krossfjord. Wir stehen neben den Überresten zweier Wetterstationen aus der finsteren Zeit des Zweiten Weltkrieges. Damals waren Wetterdaten aus dem Nordatlantik wichtig für die deutsche Wehrmacht, da militärische Operationen immer auch vom Wetter abhängig waren. Somit wurde viel Aufwand betrieben, um an meteorologische Daten aus dem Nordatlantik zu gelangen, der Wetterküche Nordeuropas. Da das zivile Stationsnetz nicht mehr funktionierte, etablierte das Militär ein eigene Stationen.

Im Herbst 1941 errichtete die Kriegsmarine unter dem Codenamen „Knospe“ (nach dem Stationsleiter Knoespel) in Signehamna eine Wetterstation, wo 6 Männer überwinterten. 1942-43 folgte „Nussbaum“ (nach Stationschef Nusser). Kurz vor der Abholung von „Nussbaum“ im Juni 1943 entdeckte eine Gruppe norwegischer Soldaten den deutschen Wettertrupp. Bei einem Schusswechsel an Land starb der Deutsche Köhler. Kurz darauf entdeckte das zur Abholung gekommene U-302 in Nilspollen (die kleine Bucht direkt südlich von Signehamna) das norwegische Motorboot und nahm es unter Beschuss, wobei ein Norweger starb, als er versuchte, schwimmend das Ufer zu erreichen. Blutiges Kriegsgeschehen in der scheinbaren Abgeschiedenheit des Krossfjord.

Zwei weitere Panoramen aus Signehamna. Die kleine Bucht, die von einer wahrhaft grandiosen Landschaft umgeben ist, präsentiert sich Ende September 2012 schon sehr winterlich.

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Letzte Änderung: 31. Mai 2016 · Copyright: Rolf Stange
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