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Tunabreen, Von Postbreen

Im inneren Tempelfjord liegt der Tunabreen mit seiner Abbruchkante. Direkt südlich daneben läuft der Von Postbreen flach zum Ufer aus. 1/2

Im inneren Tempeljord bricht der Tunabreen mit einer steilen Eisklippe zum Tempelfjord hin ab. Oft wird die Abbruchkante als zum Von Postbreen zugehörig bezeichnet, was aber nicht ganz stimmt; beide Gletscher fließen oberhalb des Fjords zusammen, aber der Von Postbreen läuft mittlerweile flach in einer Moränenlandschaft aus; seine schöne Gletscherfront hat er in den letzten Jahrzehnten verloren. Dafür ist es mittlerweile möglich, ihn als Route für Ski- oder Motorschlittentouren in Richtung Inlandeis zu verwenden: So kommt man Richtung Norden, etwa zum Newtontoppen, oder zur Ostküste. Diesen Weg ist als erster Wilhelm Filchner im Jahr 1910 gegangen; das Unternehmen war eine Übung für die folgende Expedition in die Antarktis.

Heute ist der Tunabreen ein sehr beeindruckendes und von Longyearbyen aus relativ leicht erreichbares Ziel: Liegt das spätwinterliche Fjordeis im Tempelfjord bis Fredheim oder noch weiter, kann man einfach vom Sassendalen aus direkt zu den Gletschern fahren. Im Sommer ist der Tempelfjord theoretisch per Boot recht schnell erreichbar, aber erstens bläst einem dabei oft ein ziemlich kräftiger Wind entgegen, zweitens sind die Fahrten nach Barentsburg und Pyramiden so beliebt, dass der Tempelfjord als Ausflugsziel mittlerweile ziemlich auf der Strecke geblieben ist. Schade.

Im inneren Tempelfjord liegt der Tunabreen mit seiner Abbruchkante. Direkt südlich daneben läuft der Von Postbreen flach zum Ufer aus. 2/2

Noch einmal, weil’s so schön ist: Die winterliche Abbruchkante des Tunabreen im Tempelfjord. Anfang Mai.

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Letzte Änderung: 21. April 2014 · Copyright: Rolf Stange
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