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Kli­ma

Licht und Wolken im Van Mijenfjord

Licht und Wol­ken im Van Mijen­fjord.

Das aktu­el­le Wet­ter in Spitz­ber­gen, Jan May­en und Ost­grön­land kön­nen Sie hier sehen. Hier (kli­cken) gibt es eine Sei­te zu Mit­ter­nachts­son­ne und Polar­nacht, und es gibt eine eige­ne Sei­te für die Nord­lich­ter, mit­samt Foto­hin­wei­sen zur Polar­licht-Foto­gra­fie.

Das Kli­ma Spitz­ber­gens ist von zwei Mee­res­strö­mun­gen beein­flusst: Der West-Spitz­ber­gen-Strom ist der nörd­lichs­te Aus­läu­fer des Golf­stroms und bringt mil­des Was­ser ent­lang der West­küs­te Spitz­ber­gens bis zur Nord­küs­te, so dass die­ser Bereich ein rela­tiv güns­ti­ges Kli­ma und ver­gleichs­wei­se wenig Treib­eis hat. Der Osten Sval­bards hin­ge­gen wird von kal­ten Mee­res­strö­mun­gen aus dem Nord­os­ten beein­flusst und ist ent­spre­chend hoch­po­lar, mit viel Treib­eis bis in den Som­mer.

Mehr Infor­ma­ti­on über Spitz­ber­gen und sei­ne Kli­ma und Wet­ter in unse­rem Rei­se­füh­rer Spitz­ber­gen-Sval­bard

Reiseführer: Spitzbergen-Svalbard

Die Jah­res­mit­tel­tem­pe­ra­tur im Isfjord liegt bei -7,5°C, was für die nörd­li­che Lage warm und eine Fol­ge des Golf­strom­ein­flus­ses ist: Das Kli­ma ist hoch­ark­tisch-mari­tim. Der Juli ist mit 5°C der wärms­te Monat, die Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen sind im Som­mer recht gering. Zwi­schen Ende Juni und Anfang August gibt es fast nie Frost auf Mee­res­hö­he, und Tem­pe­ra­tu­ren über 10°C sind klar die Aus­nah­me. Für das Tem­pe­ra­tur­emp­fin­den sind Wind und Bewöl­kung ent­schei­dend, aber es gibt Tage, an denen man sich im T-Shirt ange­nehm warm fühlt.

Licht und Wolken im Van Mijenfjord

Som­mer­li­che Schön­wet­ter-Glet­scher­tour im Krossfjord.

Am käl­tes­ten wird es im Febru­ar mit -14°C, im Win­ter sind die Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen stär­ker. Mit Tem­pe­ra­tu­ren bis zu -30°C, im Ein­zel­fall noch tie­fer, muss man rech­nen, aber es gibt auch Warm­luft­ein­brü­che mit Tau­wet­ter und Regen in der Polar­nacht.

Kälte auf dem Newtontoppen

Bei Tem­pe­ra­tu­ren unter -30°C auf dem New­ton­top­pen, Spitz­ber­gens höchs­tem Berg.

Wegen der ver­schie­de­nen Luft- und Was­ser­mas­sen, die in der Barents­see anein­an­der­gren­zen, ist Nebel vor allem im Som­mer häu­fig. Am Flug­ha­fen von Lon­gye­ar­by­en wer­den pro Jahr im Schnitt 13 Nebel­ta­ge ver­zeich­net, auf der Bjørnøya nicht weni­ger als 64. Offi­zi­ell ist Nebel, wenn die Sicht weni­ger als 1 km beträgt.

Nebel im Wahlenbergfjord

Nebel im Wahlen­bergfjord, Nord­aus­t­land. Hier konn­te die Son­ne sich noch ihren Weg durch das Grau bah­nen.

Der Nie­der­schlag ist gering, am Flug­ha­fen von Lon­gye­ar­by­en liegt er knapp unter 200 mm pro Jahr, an der West­küs­te (Ny Åle­sund) bei 400 mm. Das heißt nicht, dass es kaum reg­net, son­dern nur, dass die Trop­fen etwas klei­ner sind, nass wird man trotz­dem.

Regenbogen im Van Keulenfjord

Regen­bo­gen im Bellsund. Manch­mal hat sogar Regen sei­nen Reiz.

Der Wind ist stark wech­sel­haft. Ins­ge­samt ist Spitz­ber­gen aber ein deut­lich weni­ger win­di­ges Revier als Island, Schott­land, die Falk­land­in­seln oder Süd­ge­or­gi­en. Wind­stil­le Tage sind im Som­mer häu­fi­ger als star­ke Win­de, aber es kann jeder­zeit ein Tief­druck­ge­biet durch­zie­hen, das für 1-2 Tage star­ken Wind oder sogar Sturm bringt. Im Herbst und in der Polar­nacht ist die Wahr­schein­lich­keit star­ker Win­de höher, im Som­mer am gerings­ten.

Wind und Schneetreiben, Krossfjord

Kräf­ti­ger Wind und Schnee­trei­ben bei Lloyds Hotel im Krossfjord.

All­ge­mein bekannt ist, dass der Kli­ma­wan­del sich in der Ark­tis stär­ker bemerk­bar macht als in gemä­ßig­ten Brei­ten. In Spitz­ber­gen ist der Tem­pe­ra­tur­an­stieg aus­ge­präg­ter als irgend­wo anders in Euro­pa, die Win­ter­tem­pe­ra­tu­ren sind bereits um 2 Grad ange­stie­gen. Die Ten­denz scheint dahin zu gehen, dass die Win­ter mil­der wer­den, mit häu­fi­ge­ren Warm­luft­ein­brü­chen, und die Som­mer feuch­ter und win­di­ger. Der Rück­gang der Glet­scher ist ein klar zu beob­ach­ten­des Phä­no­men. Wis­sen­schaft­li­che Daten, bei­spiels­wei­se von Glet­schern aus der Umge­bung von Ny Åle­sund oder im Horn­sund, wo es For­schungs­sta­tio­nen gibt, bele­gen den Glet­scher­rück­gang unzwei­deu­tig. Eine genaue­re Betrach­tung des Kli­ma­wan­dels und sei­ner Ursa­chen wür­de den Rah­men die­ser Sei­te spren­gen, hier soll die Fest­stel­lung genü­gen, dass es den Kli­ma­wan­del ohne Zwei­fel gibt und dass er sich deut­lich bemerk­bar macht.

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Letzte Änderung: 30. Oktober 2019 · Copyright: Rolf Stange
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