spitzbergen-3
fb  de  en  
Marker

Lågøya

Lågøya

Karte Lågøya

Allgemein: Der Name Lågøya bedeutet „Tiefe Insel“ und bezieht sich auf die flache Landschaft. Die umgebenden Gewässer sind flach und schlecht kartiert, eine Annäherung mit größeren Schiffen ist nur von Norden her möglich. Kleine, ortskundige Schiffe kommen näher an die Küste, sonst ist gutes Wetter erforderlich. Insbesondere die Gewässer südlich der Insel (Lady Franklinsund) sind sehr flach und gehören zu den schwierigsten Fahrwassern Spitzbergens. Die Lågøya gehört zum Nordaust Svalbard Naturreservat. Die Nordspitze war früher ein beliebtes Exkursionsziel für kleinere Touristenschiffe, ist aber seit 2014 während der Saison (jährlich 15. Mai – 15. August) als Teil eines sehr kontroversen Maßnahmenbündels gesperrt (siehe Spitzbergen.de-Nachrichten April 2014).

Mehr Information über Spitzbergen und seine Landesteile in unserem Reiseführer Spitzbergen-Svalbard

Reiseführer: Spitzbergen-Svalbard

Landschaft, Lågøya

Lågøya, die »tiefe (flache) Insel«. Im Hintergrund das Nordaustland.

Geologie: Überwiegend deformierte, nicht-metamorphe Sedimente (Karbonate, Quarzite) des Grundgebirges wie auch im Sorgfjord oder Murchisonfjord (jungpräkambrische Quarzite), teilweise Dolerite aus Oberjura/Kreide. Die steilstehenden, bunten Quarzite bilden stellenweise reizvolle Linienmuster, die vom Frost manchmal zu bizarren, rosettenartigen Strukturen umgeformt werden.

Geologie Lågøya

Bunte Streifen aus verschieden gefärbten, steilstehenden Quarzit- und Dolomitschichten.

Buchempfehlung für weitere, ausführliche und allgemeinverständliche (ja, wirklich) Information zu den Themen Geologie/Landschaft.

Landschaft: Flachhügelig mit kleineren und größeren Seen. Viel Treibholz und angeschwemmter Müll auf den Stränden.

In Netz verwickelter Kadaver eines Rentiers auf der Lågøya

Überreste eines Rentieres, das sich in einem angeschwemmten Fischernetz verfing und dann verendet ist. Lågøya.

Flora und Fauna: Sehr karg, kaum Vegetation. Bei den Seen findet man gelegentlich Thorshühnchen und an der Küste Eiderenten. Die Schwalbenmöwe wird immer wieder hier gesehen und brütet vermutlich an der Nordspitze. Oft liegen dort Walrosse in meist kleiner Anzahl.

Geschichte: Lågøya wurde kaum besucht. Anfang des 20. Jahrhunderts haben gelegentlich norwegische Trapper auf der Lågøya überwintert.

Hütte in der Mollbukta auf der Ostseite der Lågøya.

Zurück

Letzte Änderung: 13. November 2014 · Copyright: Rolf Stange
css.php