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Monats-Archiv: März 2012 − News & Stories


Eis­mö­we von Umwelt­gif­ten bedroht

Lang­le­bi­ge Umwelt­gif­te, die etwa bei indus­tri­el­len Pro­zes­sen und in der her­kömm­li­chen Land­wirt­schaft ent­ste­hen und in die Umwelt gelan­gen, sind vor allem für hoch in der Nah­rungs­ket­te ste­hen­de Tie­re wie Eis­bä­ren, Elfen­bein­mö­wen und Eis­mö­wen gefähr­lich. Dies ist prin­zi­pi­ell schon län­ger bekannt und zu den phy­sio­lo­gi­schen Effek­ten der Umwelt­gif­te, die in der kal­ten Ark­tis beson­ders lang­le­big sind, gibt es schon eine Rei­he von Unter­su­chun­gen.

For­scher des nor­we­gi­schen Insti­tuts für Natur­for­schung (NINA) haben die Wir­kun­gen auf den Art­be­stand von Eis­mö­wen nun erst­mals auch quan­ti­ta­tiv zu erfas­sen ver­sucht. Sie tei­len unter ande­rem mit, dass stark belas­te­te Eis­mö­wen eine jähr­li­che Über­le­bens­ra­te von nur 40-50 % haben.

Die Stu­die wur­de an Eis­mö­wen auf der Bären­in­sel durch­ge­führt, wo jedes Jahr tote Eis­mö­wen mit hohen Kon­zen­tra­tio­nen von Umwelt­gif­ten gefun­den wer­den. Auf­grund ihrer Lage und der loka­len meteo­ro­lo­gi­schen Bedin­gun­gen gehört die Bären­in­sel zu den am stärks­ten belas­te­ten Gebie­ten in der gesam­ten Ark­tis (wei­te­re Hin­ter­grün­de hier­zu im Buch „Die Bären­in­sel“).

Pro­ben­nah­me bei einer Skua auf der Bären­in­sel.

Probennahme bei einer Skua, Bäreninsel

Quel­le: NINA

Bis­lang schlech­te Win­ter­sai­son: Eis statt Schnee

Das sehr war­me und feuch­te Win­ter­wet­ter hat bis­lang zu einer schlech­ten Win­ter­sai­son geführt, wor­un­ter sowohl Tou­ris­ten als auch unter­neh­mungs­freu­di­ge Ein­hei­mi­sche lei­den. Plus­gra­de und Regen haben Schnee in kilo­me­ter­wei­te blan­ke Eis­flä­chen ver­wan­delt, und die Mit­te März sonst gefro­re­nen Fjor­de bie­ten statt ski- und motor­schlit­ten­freund­li­chen Eis­de­cken dunk­les, offe­nes Was­ser. Übli­che Aus­flugs­zie­le wie Kapp Lin­né sind kaum erreich­bar, und das zu die­ser Zeit übli­cher­wei­se im Tem­pel­fjord ein­ge­fro­re­ne „Schiff im Eis“ fällt bis­lang wei­test­ge­hend aus. Ins­ge­samt ver­langt die Situa­ti­on von Tou­ris­ten und Ver­an­stal­tern viel Fle­xi­bi­li­tät.

Kilo­me­ter­weit blan­kes Eis statt Schnee: Da bleibt man bes­ser zu Hau­se.

Sassendalen

Quel­le: Sval­bard­pos­ten (1112)

Dro­gen­miss­brauch in Lon­gye­ar­by­en

Im Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res griff die Poli­zei in einer Raz­zia in Lon­gye­ar­by­en elf jun­ge Leu­te mit Dro­gen auf. Mitt­ler­wei­le sind 10 von ihnen zu Geld­stra­fen oder Gefäng­nis­stra­fen bis zu 60 Tagen (teil­wei­se auf Bewäh­rung) ver­ur­teilt. Neben Besitz und Ver­kauf von bis zu 100 Gramm Haschisch kam es in min­des­tens einem Fall zu einem Urteil wegen unsach­ge­mä­ßer Auf­be­wah­rung einer Schuss­waf­fe. Zwei Per­so­nen wur­den dar­über hin­aus mit einem mehr­jäh­ri­gen Auf­ent­halts­ver­bot für Spitz­ber­gen belegt. In einer Inter­net-Umfra­ge der Sval­bard­pos­ten nach der Raz­zia spra­chen sich im ver­gan­ge­nen Herbst von 1060 Leser 911 dafür aus, Rausch­gift­miss­brauch mit der Aus­wei­sung aus Spitz­ber­gen zu ahn­den.

Unter dem Strich han­delt es sich um Klein­kri­mi­na­li­tät zur Deckung des Eigen­be­darfs, was aber im Kon­text eines klei­nen, iso­lier­ten Ortes mit einem hohen Anteil jun­ger Men­schen an der Bevöl­ke­rung und ent­spre­chen­dem Aus­brei­tungs­po­ten­ti­al gese­hen wer­den muss. Das Haschisch wur­de mit der Post aus Nor­we­gen geschmug­gelt.

In Lon­gye­ar­by­en wächst das Gras nicht nur auf der Tun­dra.

Wollgras Longyearbyen

Quel­le: Sys­sel­man­nen, Sval­bard­pos­ten (1112)

For­schungs­an­trä­ge abge­lehnt

Die Ableh­nung von Anträ­gen zur Geneh­mi­gung archäo­lo­gi­scher Feld­ar­beit wird mehr zur Regel als zur Aus­nah­me. Nach­dem der bekann­te rus­si­sche Archäo­lo­ge Vadim Star­kov bereits im Som­mer 2011 eine alte Pomo­ren­an­sied­lung in der Bet­ty­buk­ta im Süden Spitz­ber­gens nicht aus­gra­ben durf­te, ver­wei­ger­te der Sys­sel­man­nen jetzt die Geneh­mi­gung zur Aus­gra­bung eines rus­si­schen Schiffs­wracks in der Vrak­buk­ta im Van Mijen­fjord. Das Wrack, das wahr­schein­lich als Brenn- und Bau­ma­te­ri­al aus­ge­schlach­tet wur­de, liegt auf dem Tro­cke­nen, ist aber größ­ten­teils im Boden und soll­te zur Doku­men­ta­ti­on frei­ge­legt und anschlie­ßend wie­der zuge­deckt wer­den. Der Sys­sel­man­nen hat den Antrag vor­läu­fig abge­lehnt mit der Begrün­dung, dass das Wrack wäh­rend der kur­zen Expo­si­ti­on mög­li­cher­wei­se durch Wind und Wet­ter Scha­den neh­men könn­te. Die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung fällt in Oslo (Rik­san­tik­var).

Nicht über­ra­schend kam die Ableh­nung eines rus­si­schen Antra­ges, bei Rus­se­kei­la, west­lich vom Grønfjord, eine Rekon­struk­ti­on einer Pomo­ren­hüt­te zu bau­en. Die­se hät­te als Muse­um und als Aus­flugs­ziel für Tou­ris­ten die­nen sol­len. Gebäu­de außer­halb der bestehen­den Sied­lun­gen sind gene­rell kaum geneh­mi­gungs­fä­hig, zumal Rus­se­kei­la inner­halb eines Geo­tops liegt (Schutz­ge­biet für geo­lo­gi­sche Beson­der­hei­ten).

Bei Rus­se­kei­la, zwi­schen Bar­ents­burg und Kapp Lin­né, befand sich eine der wich­tigs­ten Pomo­ren­sied­lun­gen. Das Kreuz ist eine Rekon­struk­ti­on.

Russekeila

Quel­le: Sval­bard­pos­ten (1012)

„Spits­ber­gen-Sval­bard“ (eng­lisch) – drit­te Auf­la­ge erschie­nen

Mit­tei­lung aus eige­nem Hau­se: Vom Rei­se­füh­rer „Spits­ber­gen-Sval­bard“ ist nun die drit­te eng­li­sche Auf­la­ge erschie­nen und ab sofort erhält­lich. Die zwei­te eng­li­sche Auf­la­ge war schon eine Wei­le ver­grif­fen und die Über­ar­bei­tung muss­te hin­ter ande­ren Pro­jek­ten zunächst zurück­ste­hen, bevor sie wäh­rend des ver­gan­ge­nen Win­ters in Angriff genom­men wer­den konn­te. Auch die drit­te Auf­la­ge folgt in Struk­tur, Stil und Optik den bewähr­ten frü­he­ren Auf­la­gen, ist im Detail aber an vie­len Stel­len in Wort und Bild über­ar­bei­tet und aktua­li­siert.

Mehr Details zum neu­en Buch fin­den sich hier: Spits­ber­gen-Sval­bard (engl.).

Ein­schließ­lich Neu­auf­la­gen und Über­set­zun­gen han­delt es sich um den 15. Buch­ti­tel, der von Rolf Stan­ge erschie­nen ist.

Die drit­te Auf­la­ge des eng­li­schen Rei­se­füh­rers „Spits­ber­gen-Sval­bard“ ist soeben erschie­nen.

Spitsbergen-Svalbard 3rd edition

Tou­ris­ten: wie „umwelt­schäd­lich“ sind sie wirk­lich?

In der nor­we­gi­schen Poli­tik und anschei­nend auch in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung herrscht viel­fach die Mei­nung vor, Tou­ris­ten sei­en in der Ark­tis a prio­ri eine star­ke Gefähr­dung der Umwelt, die oft reflex­ar­tig als „emp­find­lich“ bezeich­net wird. Auf der Grund­la­ge sol­cher nicht doku­men­tier­ten Ver­mu­tun­gen wer­den weit­rei­chen­de Sper­run­gen gro­ßer Gebie­te erwo­gen (sie­he etwa Arti­kel „Ost Sval­bard“ im Dezem­ber 2011 in die­sem Nach­rich­ten­ar­chiv). Die­se und ande­re mit­un­ter dras­ti­schen Schrit­te, die teil­wei­se noch nicht ein­mal dem Umwelt­schutz, son­dern der Ein­rich­tung von Pri­vat­spiel­plät­zen („refe­rence are­as“) für die Ver­wal­tung und „ver­wal­t­uns­gre­le­van­te For­schung“ die­nen sol­len, basie­ren nicht auf doku­men­tier­ten tat­säch­li­chen oder wenigs­tens gut beschrie­be­nen erwart­ba­ren Umwelt­pro­ble­men, son­dern auf dem „føre var prinsip­pet“, dem vor­beu­gen­den Prin­zip, das aller­dings stark über­stra­pa­ziert wird.

Eine sol­che Über­stra­pa­zie­rung des „vor­beu­gen­den Prin­zips“ man­gels tat­säch­lich erkenn­ba­rer Pro­ble­me zur Begrün­dung dras­ti­scher Ver­wal­tungs­schrit­te hat in den letz­ten Jah­ren dazu geführt, dass die Ver­wal­tung an Akzep­tanz ver­liert und somit ein Legi­ti­mi­täts­pro­blem bekommt.

Das Nor­we­gi­sche Insti­tut für Natur­for­schung (NINA) ist die­sem Pro­blem nach­ge­gan­gen und hat nun einen Bericht dazu ver­öf­fent­licht, der auf Daten basiert, die in 3 Jah­ren Feld­ar­beit (2008-2010) erho­ben wur­den. An 30 Loka­li­tä­ten an der West­küs­te wur­den Tou­ris­ten­grup­pen beob­ach­tet, Inter­views mit Tou­ris­ten und Gui­des gemacht und vor allem das Gelän­de in Augen­schein genom­men, um die Gefähr­dungs­po­ten­tia­le im Hin­blick auf Tie­re, Vege­ta­ti­on, Gelän­de (Ero­si­on) und Kul­tur­denk­mä­ler zu beur­tei­len. Laut Bericht haben erfah­re­nen Gui­des eine Schlüs­sel­po­si­ti­on, um posi­tiv auf umwelt­ver­träg­li­ches Ver­hal­ten von Besu­chern ein­zu­wir­ken. Der Bericht kommt über­wie­gend nicht zu abschlie­ßen­den Ergeb­nis­sen, son­dern macht der Ver­wal­tung kon­kre­te Emp­feh­lun­gen zu einer geziel­te­ren Daten­er­he­bung, um eine Beur­tei­lung des Umwelt­ge­fähr­dungs­po­ten­ti­als durch Tou­ris­mus über­haupt zu ermög­li­chen.

Tou­ris­ten­be­such auf einer Insel im Lief­defjord: wie­viel Umwelt­scha­den rich­ten sie tat­säch­lich an?

Liefdefjord

Quel­le: NINA

Hub­schrau­ber­ver­kehr in Spitz­ber­gen

Lan­dun­gen mit Hub­schrau­bern außer­halb der regis­trier­ten Flug­plät­ze sind in Spitz­ber­gen prin­zi­pi­ell ver­bo­ten. Aus­nah­men müs­sen vom Sys­sel­man­nen geneh­migt wer­den. Nun lie­gen Zah­len für Hub­schrau­ber­lan­dun­gen im Gelän­de für das Jahr 2011 vor: Ins­ge­samt hat es davon nicht weni­ger als 2403 gege­ben. 1729 davon dien­ten dem Berg­bau und der Suche nach Mine­ra­li­en, 335 waren Lan­dun­gen bei For­schungs­flü­gen. Nicht in die Sta­tis­tik ein­ge­gan­gen sind offen­sicht­lich Flü­ge zu Ver­wal­t­unsgzwe­cken. Tou­ris­ti­sche Flü­ge sind grund­sätz­lich nicht erlaubt und wer­den auch im Ein­zel­fall nicht geneh­migt.

Über­sichts­kar­te mit Orten, an denen 2011 Hub­schrau­ber­lan­dun­gen im Gelän­de statt­fan­den. Schwer­punk­te der Flug­ak­ti­vi­tät waren neben Lon­gye­ar­by­en das Gelän­de beim St. Jonsfjord, in dem nach Gold gesucht wird, sowie die neue Koh­le­gru­be am Lunck­ef­jel­let, nörd­lich von Sveagru­va. Viel­fach gehen die Flü­ge aber auch in die abge­le­gens­ten, eigent­lich streng geschütz­ten Regio­nen. (Kar­te © Sys­sel­man­nen på Sval­bard)

Hubschrauberlandungen im Gelände

Quel­le: Sys­sel­man­nen

Eis­bä­ren­an­griff im Tem­pel­fjord

Der Eis­bä­ren­an­griff auf ein Zelt­la­ger einer eng­li­schen Jugend­grup­pe im Tem­pel­fjord vom August 2011, bei dem ein 17-jäh­ri­ger Jugend­li­cher ums Leben kam und 4 wei­te­re ver­letzt wur­den, bevor der sehr aggres­si­ve Eis­bär erschos­sen wer­den konn­te, wird sei­tens des Sys­sel­man­nen nicht wei­ter straf­recht­lich ver­folgt. Zu dem Unglück habe eine ungüns­ti­ge und unge­wöhn­li­che Kom­bi­na­ti­on unglück­li­cher Umstän­de geführt, straf­recht­lich rele­van­tes Ver­hal­ten der Orga­ni­sa­ti­on (BSES, Bri­tish School Explo­ring Socie­ty) oder von Ein­zel­per­so­nen habe es aber nicht gege­ben.

Die Eltern des Ver­stor­be­nen haben gegen die Ein­stel­lung des Ver­fah­rens recht­li­che Schrit­te ein­ge­lei­tet.

Der Eis­bär, der die Grup­pe im Tem­pel­fjord ange­grif­fen hat­te, war min­des­tens so aus­ge­hun­gert wie die­ser mage­re Bär hier im Duve­fjord (Nord­aus­t­land), hat­te dazu aber noch star­ke Zahn­schmer­zen.

Eisbär, Duvefjord

Quel­le: Sys­sel­man­nen

Polar Code der IMO nicht vor 2015

Die IMO (Inter­na­tio­nal Mari­ti­me Orga­niz­a­ti­on) ist eine Abtei­lung der UNO und regelt Schiffs­ver­kehr auf glo­ba­ler Ebe­ne. Seit eini­gen Jah­ren wird in der IMO an einem Polar Code gear­bei­tet, der durch ver­schie­dens­te Vor­ga­ben Schiffs­ver­kehr in pola­ren Gewäs­sern siche­rer machen soll. Die Vor­ga­ben rei­chen von der Kon­struk­ti­on der Schif­fe über Sicher­heits­aus­stat­tung bis hin zur Qua­li­fi­ka­ti­on der Mann­schaft. Umwelt­schutz ist ein wei­te­rer wich­ti­ger Schwer­punkt.

Natur­ge­mäß sind bei einem so kom­ple­xen Vor­ha­ben vie­le Aspek­te umstrit­ten, so dass es nun nicht, wie geplant, in die­sem Jahr zu einem Beschluss kom­men wird, son­dern wohl erst im Herbst 2014. Das lang­sa­me Vor­ge­hen steht in der Kri­tik von Umwelt­or­ga­ni­sa­tio­nen. In der Tat ist der in den letz­ten Jah­ren deut­lich ange­wach­se­ne Schiffs­ver­kehr durch Fracht­schif­fe und ins­be­son­de­re Öltan­ker in bestimm­ten Gewäs­sern wie etwa der Nord­west- und Nord­ost­pas­sa­ge Anlass zur Sor­ge. Ande­rer­seits sind vie­ler­orts natio­na­le Regie­run­gen in der Lage, wich­ti­ge Rege­lun­gen schnel­ler ein­zu­füh­ren. So gilt mitt­ler­wei­le in Spitz­ber­gen das für den Umwelt­schutz bedeut­sa­me Schweröl­ver­bot. Seit August 2011 ist dies auch in der Ant­ark­tis der Fall.

In der Dis­kus­si­on ist auch ein gene­rel­les Ver­bot aller Schif­fe, die vor einem bestimm­ten Jahr wie 1996 gebaut wur­den. Ob ein sol­cher Schnitt mit der Sen­se, der für vie­le dras­ti­sche Kon­se­quen­zen hät­te, ziel­füh­rend wäre, ist zwei­fel­haft. Gera­de klei­ne­re Eis­meer­schif­fe wur­den frü­her oft sehr robust gebaut. Ein Erset­zen sol­cher Schif­fe, wenn über­haupt mög­lich, wäre ver­mut­lich aus Sicht des Umwelt­schut­zes zumin­dest teil­wei­se kon­tra­pro­duk­tiv.

Die kom­ple­xe The­ma­tik wird dadurch noch schwie­ri­ger, dass es sich um eine rie­si­ge, viel­fäl­ti­ge Regi­on han­delt, deren Teil­ge­bie­te von unter­schied­lichs­ten Bedin­gun­gen geprägt sind. So ist etwa die West­küs­te Spitz­ber­gens über gro­ße Tei­le des Jah­res für Schif­fe aller Art meis­tens pro­blem­los zugäng­lich, so dass der Ein­satz von sprit­fres­sen­den Eis­bre­chern dort ins­be­son­de­re im Som­mer gro­be Res­sour­cen­ver­schwen­dung ist. Die nahe­ge­le­ge­ne Nord­ost­ecke von Grön­land ist hin­ge­gen selbst im Som­mer nur mit schwe­ren Eis­bre­chern erreich­bar, wenn über­haupt. Ähn­li­che regio­na­le Unter­schie­de gibt es in der Ant­ark­tis, etwa im Ver­gleich der weit­ge­hend eis­frei­en nord­west­li­chen Ant­ark­ti­schen Halb­in­sel einer­seits und dem eis­rei­chen zen­tra­len Wed­dell- oder Ross Meer ande­rer­seits.

Der schwe­di­sche Eis­bre­cher Oden an der West­küs­te Spitz­ber­gens (Juni 2008, mit den skan­di­na­vi­schen Thron­fol­gern an Bord).

IB Oden

Das schwe­di­sche Schiff Stock­holm, hier an der Nord­küs­te Spitz­ber­gens, ist mit Bau­jahr 1953 sicher­lich eines der ältes­ten Schif­fe, die regel­mä­ßig in Spitz­ber­gen fah­ren, aber sehr robust und kräf­tig gebaut.

MS Stockholm

Quel­len: IMO, taz

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News-Auflistung generiert am 15. April 2021 um 10:20:29 Uhr (GMT+1)
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