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Barentsburg: Hafen

360°-Panorama

Der Hafen von Barentsburg mag etwas baufällig sein und nicht unbedingt beeindruckend wirken, aber er hatte Longyearbyen und Pyramiden gegenüber im 20. Jahrhundert einen großen Vorteil: der Grønfjord friert hier nicht so früh zu, die schiffbare Saison war früher viel länger. So konnten Schiffe in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Frühjahr mitunter schon am Anleger festmachen oder zumindest wenige Kilometer entfernt an der Eiskante, während Proviant, Material und Passagiere für Longyearbyen noch 30-40 Kilometer mit Pferden übers Eis transportiert werden mussten, wenn der Isfjord zugefroren war. Das war auch im 20. Jahrhundert nicht jedes Jahr der Fall, passierte aber doch recht regelmäßig in kalten Jahren. Ob wir das sobald noch mal erleben, dass die Festeiskante im Isfjord vor dem Grønfjord liegt oder gar noch weiter westlich liegt? Das erscheint im Licht (oder wohl eher: im Schatten) des Klimawandels unwahrscheinlich, was natürlich auch den ehemaligen strategischen Vorteil des Hafens von Barentsburg relativiert.

Das alte Hafenmeistergebäude steht schon lange leer. Mit seinem Schild „Barentsburg“, dem alten, soliden Grubentelefon (unkaputtbar, aber nur für interne Verbindung im Ort) und dem Mülleimer in Form eines Pinguins (sonst eher selten in der Arktis) finden sich hier dennoch einige beliebte Fotomotive.

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Letzte Änderung: 11. November 2018 · Copyright: Rolf Stange
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