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Landeskunde und Tipps

Spitz­ber­gen Lan­des­kun­de und Rei­se­tipps

»Nein, das muß­te doch tat­säch­lich Grön­land sein, Spitz­ber­gen gewis­ser­ma­ßen«

(Hel­ge Schnei­der: Glo­bus Dei. Vom Nord­pol bis Pata­go­ni­en. Vier­te Auf­la­ge 2005, S. 39).

Mehr Infor­ma­ti­on über Spitz­ber­gen im Rei­se­füh­rer Spitz­ber­gen-Sval­bard

Reiseführer: Spitzbergen-Svalbard

Die Insel­grup­pe Spitz­ber­gen (Sval­bard)

Spitzbergen Landeskunde und Reisetipps: Karte

Kli­cken Sie auf einen Bereich der oben­ste­hen­den Kar­te für wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den ein­zel­nen Inseln und Regio­nen!

Bjørnøya (klei­ne Insel deut­lich süd­lich von der Haupt­in­sel­grup­pe)

Bjørnøya (Bäreninsel)

Spitz­ber­gen ist der Name der Haupt­in­sel, wäh­rend Sval­bard die offi­zi­el­le Bezeich­nung für die Insel­grup­pe ist. Die Lage ist zwi­schen 76°26’N (Bjørnøya (Bären­in­sel)) und 80°50’N (Sjuøya­ne) sowie 10°30’E und 28°10’E. Gesamt­flä­che 62 450 km2, davon ent­fal­len 39 500 km2 auf die Haupt­in­sel Spitz­ber­gen (frü­her »West­spitz­ber­gen«, die­ser Name ist nicht mehr in Gebrauch). Die zweit­größ­te Insel ist das Nord­aus­t­land mit 15 000 km2, gefolgt von Edgeøya mit 5 150 km2, Bar­entsøya 1 300 km2 und Prins Karls For­land 650 km2.

Sval­bard steht unter nor­we­gi­scher Ver­wal­tung und Gesetz­ge­bung, Bür­ger aller Signa­tar­staa­ten des Spitz­ber­gen-Ver­tra­ges (oft als „Sval­bard­ver­trag“ bezeich­net), der 1920 unter­schrie­ben wur­de und 1925 in Kraft trat, haben jedoch frei­en Zugang und Auf­ent­halts­recht. Aus Grün­den des Natur- und Kul­tur­denk­mal­schut­zes gibt es eine Rei­he von Vor­schrif­ten, die bei Rei­sen in Spitz­ber­gen zu beach­ten sind. Hier gibt es eini­ge Hin­wei­se zu die­sen Vor­schrif­ten sowie zum The­ma Umwelt- und Denk­mal­schutz.

Die Geo­lo­gie ist sehr abwechs­lungs­reich. Auf ver­hält­nis­mä­ßig klei­ner Flä­che sind sehr vie­le Erd­zeit­al­ter sowie Gesteins­ar­ten ver­tre­ten. Es gibt mit­un­ter fos­sil­rei­che Sedi­men­te sowie wirt­schaft­lich begrenzt nutz­ba­re Mine­ral­vor­kom­men, vor allem Koh­le. Ande­re Roh­stof­fe wur­den inten­siv wäh­rend des 20. Jahr­hun­derts unter­sucht, aber kaum abge­baut; die Explo­ra­ti­on dau­ert bis heu­te an. Akti­ven Vul­ka­nis­mus gibt es heu­te in Spitz­ber­gen nicht. Mit Island oder Jan May­en ist Spitz­ber­gen somit geo­lo­gisch (und auch sonst) über­haupt nicht ver­gleich­bar.

Sie­he die ein­zel­nen Regio­nen durch Kli­cken auf die Kar­te oben.

Sedimentschichten Fuglefjellet

Sedi­ment­schich­ten am Fuglef­jel­let west­lich von Lon­gye­ar­by­en.

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(Sie­he die ein­zel­nen Regio­nen durch Kli­cken auf die Kar­te oben). Auf­grund der lokal unter­schied­li­chen Geo­lo­gie und des Kli­mas ist Spitz­ber­gen land­schaft­lich sehr abwechs­lungs­reich. Vor allem die West­küs­te ist mit ihren alpin-schrof­fen Gebirgs­zü­gen stark gebir­gig, wäh­rend zen­tra­le Berei­che sowie der Nor­den und Osten eher von weit­läu­fi­gen Land­schaf­ten mit Pla­teau­ber­gen gekenn­zeich­net sind. Die höchs­ten Ber­ge befin­den sich im Nord­os­ten der Haupt­in­sel: Der New­ton­top­pen in Ny Fries­land ist 1713 Meter hoch, ragt aus sei­ner Umge­bung, einer stark ver­glet­scher­ten Hoch­ebe­ne, aber nicht all­zu auf­fäl­lig her­vor – zumin­dest aus der Ent­fer­nung her betrach­tet, von oben ist die Aus­sicht herr­lich! Die Ber­ge in der Nähe der West­küs­te, die unmit­tel­bar neben den Fjor­den bis zu über 1000 Meter auf­ra­gen, wir­ken aber schrof­fer, z.B. der Horn­sund­tind im Horn­sund, der höchs­te Berg im Süden Spitz­ber­gens mit 1431 m.

Land­schaft­li­che Gegen­sät­ze: Pla­teau­ber­ge in Zen­tral-Spitz­ber­gen (Dick­son Land)

Tafelberge, Dickson Land

ver­glet­scher­te Gebirgs­land­schaft auf dem Prins Karls For­land (Prins Karls For­land).

Schoffe Berge, Prins Karls Forland

Gut 60% der Land­flä­che Sval­bards sind ver­glet­schert, Ten­denz der­zeit wegen Kli­ma­er­wär­mung abneh­mend. Die Ver­glet­scherung ist wegen des unter­schied­li­chen Lokal­k­li­mas lokal stark ver­schie­den; Nie­der­schlä­ge und somit Ver­glet­scherung neh­men gene­rell mit der Höhe sowie nach Wes­ten, dem Haupt­lie­fer­ge­biet für Feuch­tig­keit, zu. Das Nord­aus­t­land sowie die abge­le­ge­ne Kvi­tøya im Nord­os­ten sind aller­dings eben­falls weit­ge­hend von wei­ten Eis­kap­pen bedeckt. Am wenigs­ten ver­glet­schert sind die zen­tra­len Berei­che Spitz­ber­gens rund um Lon­gye­ar­by­en.

Gletscherfront Kongsfjord

Glet­scher­front im Kongsfjord

Die Küs­te im Wes­ten und Nord­wes­ten Spitz­ber­gens hat eine Rei­he von spek­ta­ku­lä­ren Fjor­den mit alpi­ner Berg- und Glet­scher­welt, wäh­rend der Nord­os­ten und Osten durch sei­ne Abge­le­gen­heit und sei­ne rau­en, weit­läu­fi­gen Land­schaf­ten besticht.

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Letzte Änderung: 30. Oktober 2019 · Copyright: Rolf Stange
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