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Kiepertøya

Die Kiepertøya ist eine kleine Insel im südlichen Ausgang der Hinlopenstraße. Sie besteht aus 3 Halbinseln, die über schmale, tiefliegende Landbrücken miteinander verwachsen sind; an der schmalsten Stelle liegen die Ufer auf beiden Seiten keine 50 Meter voneinander entfernt!

Die Kiepertøya besteht vollständig aus Dolerit, einem Gestein, das Basalt ähnelt. Es zerfällt durch die Verwitterung nur sehr langsam und bildet dabei grobe Blöcke, so dass die Insel sehr felsig und recht unwegsam ist.

Auf den 3 genannten Halbinseln befindet sich jeweils ein flacher Felshügel, von denen aber keiner über 34 Meter Höhe hinausreicht. Lokal gibt es kleine Steilklippen. Insgesamt hinterlässt die Insel einen sehr kargen, ungastlichen Eindruck.

Zu der düsteren Atmosphäre trägt auch die tragische Geschichte bei, die sich hier am 31.08.1995 ereignete, als der Seemann Helmer Kristensen von einem Eisbären getötet wurde. Kristensen war mit mehreren Kollegen von der Mannschaft eines kleinen Schiffes zu einer kleinen Tour an Land unterwegs, als die Gruppe von einem aggressiven Eisbären überrascht wurde. Bewaffnet war die Gruppe nur mit einer kleinen Pistole, die viel zu schwach war, um den Eisbären trotz mehrerer Treffer aufzuhalten. Kristensen wurde getötet, ein weiteres Besatzungsmitglied wurde verletzt.

Der Bär wurde später vom Sysselmannen erschossen. Gleichzeitig war noch eine Gruppe Touristen vom gleichen Schiff an anderer Stelle auf der Kiepertøya an Land gewesen. Die Guides der Touristengruppe waren im Gegensatz zur Mannschaft adäquat bewaffnet.

Kiepertøya, Denkmal Eisbärenunfall Helmer Kristensen

Gedenktafel für Helmer Kristensen, der am 31. August 1995 auf der Kiepertøya von einem Eisbären getötet wurde.

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Letzte Änderung: 18. März 2019 · Copyright: Rolf Stange
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