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Monats-Archiv: Februar 2008 − News & Stories


Samenbank offiziell eröffnet

Am 26. Februar wurde bei Longyearbyen, oberhalb des Flugplatzes, die neue Genbank offiziell eröffnet. Durch ihre Lage tief im dauerhaft gefrorenen Berg, auch nach Abschmelzen aller globalen Eismassen noch weit über dem Meeresspiegel, soll der Speicher selbst globale Katastrophen aller Art unbeschadet überstehen und Samen von Millionen von Nutzpflanzenarten (nur gentechnisch nicht veränderte Arten) speichern. Bau und Eröffnung sollen das größte Medienereignis Spitzbergens seit der Italia-Katastrophe von 1928 sein.

Die neue Genbank, außen …

… und innen.

Mehr: Global Crop Diversity Trust

Funde von Dinosaurier-Skeletten im Isfjord-Gebiet

Teile von Skelettresten sind seit dem frühen 20. Jahrhundert bekannt, aber richtig los ging es 2006, als norwegische Paläontologen in der Nähe des Diabasodden (Tempelfjord im Isfjord) innerhalb von kurzer Zeit Knochenreste von nicht weniger als 28 einzelnen Tieren fanden, ausnahmslos marine Dinosaurier aus dem Mesozoikum (Jura, ca. 150 Millionen Jahre alt). Es handelt sich primär um Reste von Delphin-ähnlichen Ichthyosauriern (4-6 m lang) und Plesiosauriern, größeren Raubtieren. Ein Pliosaurier (=Untergruppe der Plesiosaurier) muss 15 m lang gewesen sein und ist der bislang mit Abstand größte Vertreter seiner Art, wie kürzlich bekannt gegeben wurde.

Skelettreste des »Monsters«, wie der 15 m lange Pliosaurier inoffiziell genannt wird. Nur die roten Teile wurden tatsächlich gefunden.

Pliosaurier beim gemütlichen Frühstück. Künstlerische Darstellung.

Feldarbeit am Knorringfjellet.

Mehr: Naturhistorisches Museum, Universität Oslo

Erdbeben im Storfjord

In der Nacht zum 20. Februar um 03.46 Uhr ereignete sich im Storfjord, nahe der Ostküste Spitzbergens, das kräftigste der bislang registrierten Erdbeben der Inselgruppe, das in den Siedlungen deutlich wahrnehmbar war, jedoch nicht zu Schäden führte. Das Epizentrum liegt 120 km von Longyearbyen entfernt und ist nahe einer alten geologischen Störung, die möglicherweise durch Spannungen reaktiviert wurde, welche von Bewegungen am Mittelatlantischen Rücken in der Framstraße zwischen Spitzbergen und Grönland ausgehen. Das Beben erreichte Stärke 6,2 auf der Richterskala. Spitzbergen ist ansonsten seismisch insgesamt sehr ruhig.

Im März wurden an einigen Gebäuden (u.a. Kraftwerk) in Longyearbyen kleinere Risse festgestellt, die vermutlich auf das Erdbeben zurückgehen.

Die ungefähre Lage des Epizentrums (roter Punkt). Die grünen Symbole markieren die aktiven Siedlungen.

Mehr: Norwegisches Polarinstitut

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News-Auflistung generiert am 18. Dezember 2017 um 22:12:56 Uhr (GMT+1)
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