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Ostküste von Spitzbergen: Crollbreen

360° Panorama

Der Crollbreen ist ein „kleiner“, unbekannter Gletscher an der südlichen Ostküste Spitzbergens. Eine abgelegene Küste, an die sich kaum mal jemand verirrt. Die ufernahen Gewässern sind völlig unvermessen und es gibt durchaus Untiefen, was den Zugang von See her nicht gerade erleichtert. Das ist, wenn überhaupt, dann nur etwas für kleine, robuste Boote mit erfahrenen Skippern an Tagen mit gutem Wetter, so dass man sich vorsichtig herantasten kann.

Das haben wir 2018 einmal gemacht, und es war sehr spannend, sich diese Landschaft einmal anzuschauen. Auf allen Karten war der Crollbreen noch mit einer Gletscherfront am Meer eingezeichnet, aber in den letzten Jahren hat er sich kräftig zurückgezogen, so dass er jetzt nicht mehr ans Meer reicht, sondern an einer Lagune endet. Auf der Nordseite liegt das Gletscherende auf Land, so dass es dort keine Gletscherfront mehr gibt.

Das ist somit eine völlig neue Landschaft, die erst durch den Rückzug des Gletschers in den jüngsten Jahren entstanden ist. Ein landschaftliches Zeugnis der Klimaerwärmung, die in der Arktis am stärksten ist. Damit ist der Crollbreen natürlich kein Einzelfall, so was gibt es in Spitzbergen überall – leider. Ein weiteres, unbekanntes Beispiel – die bekannten kennt Ihr ja alle 🙂 – ist der Emil’janovbreen, weiter nördlich an der Ostküste.

Vielleicht waren wir tatsächlich die ersten, die auf dem flachen Ufer vorm Gletscher an Land waren? Man muss in Spitzbergen immer sehr vorsichtig sein, wenn man behauptet, irgendwo der erste gewesen zu sein. Aber hier … möglich wäre es immerhin. Wer schon mal vor uns da war, kann sich gerne melden 🙂

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Letzte Änderung: 04. Mai 2019 · Copyright: Rolf Stange
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