spitzbergen-3
fb  Spitzbergen Panoramen - 360-Grad-Panoramen  de  en  nb  Spitzbergen Shop  
Marker

Barentsøya

Barentsøya: Karte

All­ge­mein: Bar­entsøya (»Bar­ents-Insel«). Die Flä­che beträgt etwa 1300 km2, die Insel ist jeweils ca. 50 km lang und breit. Benannt nach Wil­lem Bar­ents, dem offi­zi­el­len Ent­de­cker Spitz­ber­gens. Der Edgeøya sehr ähn­lich, von die­ser nur durch den weni­ge Kilo­me­ter brei­ten Free­man­sund getrennt. Heu­te als Teil des Süd­ost-Sval­bard-Natur­re­ser­va­tes geschützt.

Mehr Infor­ma­ti­on über Spitz­ber­gen im Rei­se­füh­rer Spitz­ber­gen-Sval­bard

Reiseführer: Spitzbergen-Svalbard

Barentsøya: Freemanbreen

Süd­küs­te der Bar­entsøya am Free­man­sund mit typi­scher Pla­teau­berg­land­schaft und Free­man­breen (-glet­scher).

Geo­lo­gie: Wie Edgeøya. Recht ein­heit­lich Sedi­men­te aus der Tri­as (frü­hes Erd­mit­tel­al­ter, 205-250 Mil­lio­nen Jah­re). Sand-, Silt- und Ton­stein, abge­la­gert im fla­chen Schelf­meer und in Küs­ten­be­rei­chen (Del­ta­schüt­tun­gen etc). Teil­wei­se abge­la­gert unter anoxi­schen (sauer­stoff­ar­men) Bedin­gun­gen, daher reich an orga­ni­scher Sub­stanz und dun­kel in der Far­be, mit­un­ter sogar »Stink­schie­fer«. Die Lage­rung ist weit­ge­hend unver­stellt erhal­ten, die Schich­ten lie­gen also mehr oder weni­ger hori­zon­tal. Stel­len­wei­se sehr fos­sil­reich (vor allem Ammo­ni­ten etc.), mit­un­ter dün­ne Koh­le­flö­ze, wirt­schaft­lich unin­ter­es­sant.

Stel­len­wei­se Intru­sio­nen aus Doleri­ten und Dia­ba­sen (Basalt­ähn­li­che Gestei­ne), Alter obe­rer Jura bis Krei­de. Die Intru­sio­nen bil­den auf­grund ihrer Här­te oft Kaps, Inseln und Steil­stu­fen in ansons­ten meist fla­chen Hän­gen bzw. eher gera­den Küs­ten­li­ni­en.

Barentsøya: Steilstufe aus Doleritt

Steil­stu­fe aus har­tem Dolerit im Süd­wes­ten der Bar­entsøya.

Buch­emp­feh­lung für wei­te­re, aus­führ­li­che und all­ge­mein­ver­ständ­li­che (ja, wirk­lich) Infor­ma­ti­on zu den The­men Geologie/Landschaft.

Land­schaft: Wie Edgeøya. Weit­ge­streck­te Pla­teau­berg­land­schaf­ten, offe­ne Täler. Weni­ger stark ver­glet­schert als Tei­le Spitz­ber­gens, die höher gele­gen sind und/oder mehr Nie­der­schlag erhal­ten.

Barentsøya: Tundra am Sundneset

Typi­sche Bar­entsøya-Land­schaft: Fla­che Küs­ten­ebe­ne mit Tun­dra, dahin­ter Steil­stu­fe aus Dolerit.

Flo­ra und Fau­na: Wie Edgeøya, hoch­ark­tisch. Rela­tiv arten­ar­me, aber oft sehr rei­che Tund­ra­ve­ge­ta­ti­on. Gro­ße Ren­tier­be­stän­de, Eis­füch­se. Stel­len­wei­se an Klip­pen gro­ße Drei­ze­hen­mö­wen-Kolo­nien. Wich­ti­ges Gebiet für Eis­bä­rin­nen, um ihre Jun­gen zur Welt zu brin­gen.

Rentier auf der Barentsøya

Ren­tier auf Bar­entsøya.

Geschich­te: Bis ins 19. Jahr­hun­dert wur­de ange­nom­men, dass die Bar­entsøya ein Teil von Spitz­ber­gen ist, erst dann wur­de der sehr schma­le Heley­sund ent­deckt. Auf­grund der sehr schwie­ri­gen Eis­ver­hält­nis­se wesent­lich weni­ger von Pomo­ren und Trap­pern besie­delt als Edgeøya, Besu­che durch Wal­fän­ger unbe­kannt. Die ein­zi­ge bekann­te Über­win­te­rung nor­we­gi­scher Trap­per fand süd­lich des Duck­witz­breen früh im 20. Jahr­hun­dert statt. Zwi­schen 1959 und 1967 gab es meh­re­re meh­re­re gro­ße For­schungs­ex­pe­di­tio­nen (»Stau­f­er­land-Expe­di­tio­nen«) durch den Würz­bur­ger Geo­gra­phen Juli­us Büdel und Mit­ar­bei­ter mit Haupt­quar­tier in der »Würz­bur­ger Hüt­te« am Sund­ne­set, dabei ging es vor allem um die detail­lier­te Erfor­schung von Per­ma­frost­phä­no­me­nen, Frost­spren­gung, Ero­si­on, Boden­flie­ßen, post­gla­zia­le Land­he­bung etc.

Würzburger Hütte am Sundneset, Barentsøya

„Würz­bur­ger Hüt­te“ der Stau­f­er­land-Expe­di­tio­nen von Juli­us Büdel und ande­ren zwi­schen 1959 und 1967.

Bar­entsøya (Gale­rie)

Kli­cken Sie auf die Bil­der, um eine ver­grö­ßer­te Dar­stel­lung des Bil­des zu erhal­ten.

Zurück

Bücher, Kalender, Postkarten und mehr aus dem Spitzbergen-Verlag

Diese und andere Verlagserzeugnisse des Spitzbergen-Verlags im Spitzbergen-Shop.

Letzte Änderung: 14. September 2020 · Copyright: Rolf Stange
css.php