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Velkomstpynten

Vel­komstpyn­ten liegt an der Nord­küs­te Spitz­ber­gens im Ein­gang zum Woodfjord, an der Nord­ost­ecke der Reins­dyr­flya. Eine untie­fe Küs­te, die zu einem wei­ten Flach­land gehört, aus roten Fel­sen, mit Unmas­sen von Treib­holz. Zugäng­lich ist die­se Küs­te nur bei gutem Wet­ter, aber dann zei­gen sich bei nähe­rer Betrach­tung klei­ne Buch­ten mit schö­nen Strän­den. An einem sel­te­nen Abend mit ruhi­ger See, Wind­stil­le und dem war­men Licht der Mit­ter­nacht­son­ne ist Vel­komstpyn­ten mit sei­nen roten Fel­sen und roten Strän­den unend­lich schön!

Die Hüt­te am Vel­komstpyn­ten wur­de ver­mut­lich 1930 oder 1932 von Sven Ols­son („Stock­holm-Sven“) gebaut. Sie ist heu­te eine Rui­ne.

Es muss sich um die­se Hüt­te han­deln, die in Chris­tia­ne Rit­ters Buch „Eine Frau erlebt die Polar­nacht“ erwähnt ist (Kapi­tel „Aus­flug aufs Rens­dyr­land“). Chris­tia­ne Rit­ter hat­te ihren Mann Her­mann über­re­det, im Früh­jahr 1935 bei schö­nem Wet­ter einen Aus­flug von ihrer Hüt­te bei Gråhu­ken zu machen, um den schwe­di­schen Jäger Sven Ols­son zu besu­chen, ihren nächs­ten Nach­barn. Der ist aller­dings nicht da, son­dern in sei­ner Haupt­hüt­te am Bis­ka­yar­hu­ken. Da sie weder Axt noch Säge noch Schlaf­sä­cke haben und schlech­tes Wet­ter droht, machen Chris­tia­ne und Her­mann sich bald wie­der auf den Rück­weg zu ihrer eige­nen Hüt­te.

So beschrieb Chris­tia­ne Rit­ter die Hüt­te (Eine Frau erlebt die Polar­nacht, Taschen­buch-Aus­ga­be Ull­stein 1998, S. 164-165):

End­lich sind wir in der klei­nen gemüt­li­chen Hüt­te, in der Sven bei sei­ner letz­ten Anwe­sen­heit alles für unse­ren Emp­fang vor­be­rei­tet hat. Besteck liegt auf dem Tisch und ein Schüs­sel­chen But­ter steht da, ein Zet­tel liegt dane­ben: „Kaf­fee fer­tig auf dem Ofen, Brot drau­ßen im Vor­raum.“ … Blitz­sauber ist die klei­ne gemüt­li­che Hüt­te. Man erzählt sich von Sven, daß er stets auf sei­nem Schlit­ten eine Scheu­er­bürs­te, Sei­fe und Soda mit sich füh­re und jede sei­ner Hüt­ten abseift, bevor er sie ver­läßt. Die Holz­wän­de sind geschmückt mit bun­ten Dru­cken. Eine Anzahl bild­schö­ner Mäd­chen­ge­sich­ter lachen her­un­ter. „Sven hat einen gutem Geschmack“, fin­den wir bei­de.

Zwi­schen dem Besuch von Chris­tia­ne und Her­mann Rit­ter und der Auf­nah­me der Pan­ora­men sind 77 Jah­re ver­gan­gen, die ihre deut­li­chen Spu­ren hin­ter­las­sen haben.

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Letzte Änderung: 02. Mai 2019 · Copyright: Rolf Stange
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