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Monats-Archiv: März 2008 − News & Stories


Loka­le PCB Ver­un­rei­ni­gung

In jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit wur­den Belas­tun­gen von Sedi­men­ten mit PCB in bestimm­ten Tei­len des Isfjord fest­ge­stellt. Betrof­fen sind vor allem Fjor­dar­me bei rus­si­schen Sied­lun­gen: Grønfjord bei Bar­ents­burg und Bill­efjord bei Pyra­mi­den, aber auch der Advent­fjord bei Lon­gye­ar­by­en weist erhöh­te Kon­zen­tra­tio­nen auf. Nor­we­ger und Rus­sen haben sich nun dar­auf geei­nigt, die Quel­len der Schad­stof­fe inner­halb von 2 Jah­ren zu besei­ti­gen. Haupt­quel­len sind Elek­tro­schrott.

Die frag­li­che PCB-Ver­un­rei­ni­gung ist eher loka­ler Natur und für die wei­te­re Umge­bung, etwa die gan­ze Insel­grup­pe oder die Bar­ents-See, ver­mut­lich unbe­deu­tend. Hin­ge­gen stel­len Schad­stof­fe, die mit Wind und Mee­res­strö­mun­gen aus Indus­trie­län­dern ein­ge­bracht wer­den, eine erheb­li­che Gefähr­dung der regio­na­len Öko­lo­gie dar.

Alte Tank­stel­le in Pyra­mi­den mit her­um­lie­gen­den Bat­te­rien (2007).

Quel­le: Sval­bard­pos­ten 11/2008.

Tou­ris­mus auf Spitz­ber­gen

2007 hat es auf Spitz­ber­gen ins­ge­samt 86 097 Über­nach­tun­gen gege­ben (2006: 83 049, 1998: 46 201). Die Zah­len haben sich somit in den letz­ten 10 Jah­ren stän­dig leicht gestei­gert, von einem leich­ten und vor­über gehen­den Rück­gang 2003 abge­se­hen. Die meis­ten Gäs­te (ca. 68 %) waren Nor­we­ger, gefolgt von Schwe­den und Deut­schen (je etwa 5 %), Bri­ten, Dänen, Fran­zo­sen und Nie­der­län­dern.

Ein star­kes Gewicht liegt auf der Haupt­sai­son im März/April (Motor­schlit­ten) sowie dem Som­mer (Ende Juni-August). Län­ger­fris­tig soll die Aus­las­tung in der Neben­sai­son inklu­si­ve Polar­nacht ver­bes­sert wer­den.

Das Nord­pol­ho­tel in Ny Åle­sund.

In die oben ste­hen­den Zah­len gehen Kreuz­fahrt­gäs­te nicht ein, soweit sie nicht in einem Hotel über­nach­tet haben. Ein grö­ße­rer Teil der Spitz­ber­gen-Tou­ris­ten besucht die Ark­tis an Bord grö­ße­rer Kreuz­fahrt­schif­fe, ohne an Land zu über­nach­ten.

Quel­le: Sval­bard­pos­ten 11/2008.

Neue Koh­le­mi­ne geplant

SNSK (Store Nor­ske Spits­ber­gen Kull­kom­pa­ni, die nor­we­gi­sche Berg­bau­ge­sell­schaft) hat ange­kün­digt, ab 2013 eine neue Koh­le­mi­ne am Lunck­ef­jel­let zu betrei­ben. Das Lunck­ef­jel­let liegt süd­lich vom Reinda­len in der Nähe von Sveagru­va, dem Schwer­punkt des nor­we­gi­schen Koh­le­berg­baus in Spitz­ber­gen. Im Lunck­ef­jel­let gibt es abbau­wür­di­ge Vor­kom­men alt­ter­tiä­rer Stein­koh­le mit einer geschätz­ten Men­ge von etwa 10 Mil­lio­nen Ton­nen; die Flöz­mäch­tig­keit liegt um 2 Meter.

Auch im Cole­s­da­len (süd­west­lich von Lon­gye­ar­by­en) hat SNSK Pro­be­boh­run­gen vor­ge­nom­men; dar­über hin­aus gibt es Absich­ten für Unter­su­chun­gen im Nathorst Land (zwi­schen Van Mijen­fjord und Van Keu­len­fjord).

2007 war das erfolg­reichs­te Pro­duk­ti­ons­jahr der SNSK. Die Pro­duk­ti­on in Sveagru­va betrug gut 4 Mil­lio­nen Ton­nen Stein­koh­le, dazu knapp 80 000 Ton­nen in Gru­be 7 in der Nähe von Lon­gye­ar­by­en. Nach eige­nen Anga­ben ist Svea somit der­zeit die pro­duk­tivs­te Koh­le­gru­be Euro­pas. 2006 wur­den 3,6 Mil­lio­nen Ton­nen geför­dert, von denen 70 % nach Deutsch­land ver­kauft wur­den (Haupt­kun­den: Eon und die Stahl­in­dus­trie).

Das Lunck­ef­jel­let-Pro­jekt stößt nicht auf unge­teil­te Zustim­mung. Kri­ti­ker wei­sen auf schwe­re Land­schafts­ein­grif­fe hin; so ver­läuft der Zugang zur geplan­ten Mine über einen Glet­scher, über den ein Weg zu bau­en ist. Dar­über hin­aus bemän­geln Umwelt­schüt­zer, dass Nor­we­gen bei der staats­ei­ge­nen SNSK ande­re Maß­stä­be anlegt als nach außen hin ver­tre­ten wer­den: Offi­zi­ell strebt die nor­we­gi­sche Regie­rung sowohl für Nor­we­gen als auch für Spitz­ber­gen Kli­ma­freund­lich­keit an.

Die Lage des geplan­ten Berg­werks am Lunck­ef­jel­let.

Mehr: Store Nor­ske Spits­ber­gen Kull­kom­pa­ni (Betriebs­zei­tung »Bedrifts­nytt«)

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