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Monats-Archiv: Januar 2016 − News & Stories


Vor­trags­wo­chen­en­de 20./21.2. in Würz­burg

Am 20. und 21. Febru­ar laden wir – Rolf Stan­ge und die Geo­gra­phi­sche Rei­se­ge­sell­schaft (GeoRG) – Sie zu einem Vor­trags­wo­chen­en­de nach Würz­burg ein. Sams­tag Nach­mit­tag und Sonn­tag Vor­mit­tag geht es auf der Lein­wand nach Island, Ost­grön­land und Spitz­ber­gen: Schö­ne Impres­sio­nen, ein­drück­li­che Bil­der und infor­ma­ti­ve Hin­ter­grün­de von Refe­ren­ten, die sich aus­ken­nen. Das The­ma Foto­gra­fie im Nor­den kommt in einem spe­zi­el­len Vor­trag von Dani­el Zehr­feld zu sei­nem Recht. Wir freu­en uns auch dar­auf, zwi­schen den Vor­trä­gen mit Ihnen ins Gespräch zu kom­men.

Das genaue Pro­gramm und wei­te­re Infor­ma­tio­nen (Ver­an­stal­tungs­ort, Zei­ten etc.) fin­den Sie in unse­rem Pro­gramm­blatt, das Sie hier her­un­ter­la­den kön­nen. Wir bit­ten um Anmel­dung über die Geo­gra­phi­sche Rei­se­ge­sell­schaft, da die Anzahl der Plät­ze begrenzt ist.

Ark­tis auf der Lein­wand: Vor­trags­wo­chen­en­de am 20. und 21. Febru­ar in Würz­burg.

Arktis-Vorträge Würzburg

Wan­dern & Foto­gra­fie­ren um Lon­gye­ar­by­en und Pyra­mi­den im Sep­tem­ber

Die neun­tä­gi­ge Tour mit Wan­de­run­gen bei Pyra­mi­den und Lon­gye­ar­by­en im Sep­tem­ber 2016 ist nun aus­ge­schrie­ben und buch­bar. Sinn der Rei­se sind schö­ne, lan­ge Wan­der- und Berg­tou­ren um die bei­den Orte. Foto­gra­fisch Inter­es­sier­te sol­len dabei auf ihre Kos­ten kom­men: Neben Rolf Stan­ge ist Alex­an­der Lembke als Tou­ren­lei­ter und Foto­graf mit von der Par­tie, so dass jeder­zeit Foto-Fach­ge­sprä­che sowie abend­li­che Bild­be­spre­chun­gen etc. mög­lich sind. Im Fokus ste­hen aber das Spitz­ber­gen-Erleb­nis und die Wan­de­run­gen. Die Tou­ren rich­ten sich an Wan­der­freu­di­ge, die ger­ne auch mal mehr als 10 Kilo­me­ter in ark­ti­schem Gelän­de unter­wegs sind und sich auch auf 500-1000 stei­ni­ge Höhen­me­ter freu­en.

Die Teil­neh­mer­zahl ist auf maxi­mal 10 begrenzt, der Ter­min ist 04.-12.09.2016. Hier kli­cken für mehr Infor­ma­tio­nen zu die­ser Rei­se.

Wan­de­rung in der herbst­li­chen Ark­tis.

Wander- und Fotoreise Pyramiden und Longyearbyen, September 2016

Jah­res­rück­blick 2015 – Dezem­ber

Und wo ich bei der Anti­gua bin: die ist jetzt in der Werft. In zwei Hälf­ten zer­legt. Dar­an Schuld ist kein Eis­berg und kei­ne Untie­fe, son­dern der Plan, das Schiff ein paar Meter län­ger zu machen. Die Hälf­te der Kabi­nen wird ab 2016 etwas grö­ßer sein. Aber es wird nicht mehr Kabi­nen und nicht mehr Kojen geben, also auch nicht mehr Men­schen an Bord, und das ist uns wich­tig. Ein län­ge­rer Rumpf soll sich unter Segeln sogar bes­ser machen. Wir sind gespannt!

Die gute alte Anti­gua auf dem Boots-OP-Tisch, Dezem­ber 2015. Foto © Sven­ja Hol­lank.

Antigua in the shipyard

Unter­des­sen hat sich über Spitz­ber­gen die Polar­nacht gesenkt. Was ein fried­li­cher ark­ti­scher Win­ter wer­den soll­te, wur­de kurz vor Weih­nach­ten zu einer Kata­stro­phe, als eine Schnee­la­wi­ne auf ein Wohn­ge­biet nie­der­ging und elf Häu­ser zer­stör­te. Zwei Men­schen kamen ums Leben. So endet das Jahr 2015, das so vie­len Men­schen in so vie­len Län­dern Krieg und Ter­ror und den Ver­lust ihrer Hei­mat brach­te, auch auf Spitz­ber­gen trau­rig. Hof­fen wir, dass 2016 eben­so vie­le schö­ne Erleb­nis­se brin­gen wird und weni­ger trau­ri­ge Ereig­nis­se.

Wäh­rend die­ser Zeit der kur­zen Tage wer­den die Tou­ren der Ver­gan­gen­heit auf­ge­ar­bei­tet, mit Rei­se­ta­ge­bü­chern, Vide­os und Foto­ga­le­rien, die ich allen für einen gedank­li­chen Aus­flug in die hohen Brei­ten emp­feh­le. Neue Rei­sen wer­den vor­be­rei­tet, mit der Anti­gua, mit der Arc­ti­ca II, mit der Ópal (2017), mit der Auro­ra. Nach Spitz­ber­gen, Grön­land und Jan May­en. Auch ver­stärkt zu Fuß, Anfang Sep­tem­ber. Dafür wird jetzt gedacht und geplant. Über 160 Ein­trä­ge haben die Spitzbergen.de-Nachrichten und der Rei­se­b­log 2015 bekom­men, bei­de sind ab sofort übri­gens zusam­men­ge­legt, so wie es eigent­lich auch von vorn­her­ein geplant war. Auch an Büchern wird gear­bei­tet. Meh­re­re sind in Arbeit, teil­wei­se schon recht fort­ge­schrit­ten. Die jah­re­lan­ge Neu­erschei­nungs­pau­se wird also ein­mal zu Ende gehen, das kann ich ver­spre­chen, wenn ich mich auch nicht auf Ter­mi­ne fest­le­ge. Ich pla­ne kei­ne Flug­hä­fen, son­dern schrei­be Bücher. Dafür bezahlt mich auch nie­mand. Somit muss ich nie­man­dem erst ver­spre­chen, bis wann das ein Buch fer­tig wird, nur um dann zuer­klä­ren, war­um es doch län­ger dau­ert. Sehr prak­tisch.

Allen Lese­rIn­nen wün­sche ich alles Gute fürs neue Jahr! Vie­le schö­ne Rei­sen in hohe Brei­ten und sonst­wo, Glück und Gesund­heit sowie­so! Viel­leicht kreu­zen sich unse­re Wege, unter den Polen oder irgend­wo dazwi­schen. Unter Mit­ter­nachts­son­ne oder Polar­licht.

Eis­bä­ren­quä­le­rei in Russ­land

Vor­sicht, das hier ist kein leich­ter Stoff! Wahr­schein­lich muss ich offi­zi­ell war­nen: Hier geht es um bru­ta­le Vor­gän­ge, die ver­stö­rend wir­ken kön­nen.

Auf der Wran­gel-Insel in der öst­li­chen rus­si­schen Ark­tis ist es zu einem extre­men Fall von Tier­quä­le­rei an einer Eis­bä­rin gekom­men. Arbei­ter auf einer Bau­stel­le hat­ten die Eis­bä­rin, die in Beglei­tung von Nach­wuchs war und die Bau­stel­le regel­mä­ßig besucht hat­te, bereits über län­ge­re Zeit gefüt­tert. Offen­bar aus Lan­ge­wei­le gab einer der Arbei­ter, soweit bekannt ein Koch, bereits im Novem­ber einen star­ken Knall­kör­per zum Fut­ter. Die­ser explo­dier­te im Maul der Eis­bä­rin und ver­letz­te sie schwer. Es han­del­te sich angeb­lich um eine „Knall­gra­na­te“ mit 80 Gramm Schwarz­pul­ver.

Laut Aus­sa­ge des Täters soll es sich um Not­wehr gehan­delt haben. Er habe den Knall­kör­per gewor­fen, um die Eis­bä­rin abzu­len­ken, da eine ande­re Per­son über das Gelän­de ging. Loka­le Medi­en bezeich­nen dies aber als unglaub­wür­dig: Die Eis­bä­rin sei an die Arbei­ter gewöhnt gewe­sen und nie aggres­siv auf­ge­tre­ten, Per­so­nen hät­ten sich schon mehr­fach zusam­men mit dem Tier foto­gra­fiert.

Auf you­tube gibt es ein Video, das zeigt, wie sich die Eis­bä­rin mit star­ken Schmer­zen quält und zudem blu­tet. Über den Zustand der Eis­bä­rin seit­dem gibt es wider­sprüch­li­che Aus­sa­gen: Einer­seits wur­de behaup­tet, dass sie am Leben sei, ande­ren Aus­sa­gen zufol­ge wur­de sie seit­dem nicht mehr gese­hen.

Zunächst schien der Täter mit einer klei­nen Geld­stra­fe davon­zu­kom­men. Mitt­ler­wei­le haben sich aber Poli­tik und Jus­tiz ein­ge­schal­tet: Der Gou­ver­neur von Tschu­kot­ka und der rus­si­sche Umwelt­mi­nis­ter Ser­gej Dons­koj for­der­ten ein Ver­fah­ren, der Gene­ral­staats­an­walt ermit­telt. Die Tötung geschütz­ter Tie­re kann mit bis zu sie­ben Jah­ren Gefäng­nis bestraft wer­den; andern­orts ist von bis zu drei Jah­ren Haft die Rede.

Auf thepetitionsite.com gibt es eine online-Peti­ti­on, mit der die rus­si­schen Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den dazu gebracht wer­den sol­len, kon­se­quent gegen den oder die Täter vor­zu­ge­hen. Hier ist der Link zur Peti­ti­on.

Die Sei­te mit der online-Peti­ti­on ent­hält kein bru­ta­les Bild­ma­te­ri­al. Das besag­te you­tube-Video kann dem Betrach­ter aller­dings wirk­lich den Schlaf rau­ben. Hier ist der Link zum Video, das, wie gesagt, aller­dings wirk­lich grau­sam ist und ver­stö­rend wir­ken kann.

Der Täter war (ist?) ange­stellt bei der Fir­ma Русальянс (Russ­al­li­ans), die im Auf­trag des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums auf der Wran­gel-Insel tätig ist. Offi­zi­ell unter­stützt die­se Fir­ma eine Stif­tung, die sich für den Natur­schutz in der Ark­tis und ein „har­mo­ni­sches Ver­hält­nis zwi­schen Mensch und Tier“ ein­set­zen soll.

Screen­shot aus dem you­tube-Video.

Tierquälerei Eisbär Wrangel-Insel

Quel­le: Stutt­gar­ter Nach­rich­ten

Jah­res­rück­blick 2015 – Novem­ber

Der Novem­ber ist nicht die Zeit der gro­ßen Tou­ren in der Ark­tis. Ein wohl etwas ver­wirr­ter eng­li­scher Tou­rist sah das anders und woll­te zu einer Wan­de­rung von Lon­gye­ar­by­en nach Pyra­mi­den auf­bre­chen – in der Polar­nacht. Letzt­lich konn­ten Ein­hei­mi­sche ihn davon über­zeu­gen, dass das eine Schwach­sinns­idee war.

Mit der Anti­gua mach­ten wir die letz­ten Mei­len der Sai­son in Nord­nor­we­gen, wichen erfolg­reich einem kräf­ti­gen Sturm aus und fan­den schließ­lich die Nord­lich­ter, für die wir die wei­te Rei­se gemacht hat­ten, und auch das schö­ne Licht über den schrof­fen Lofo­ten-Ber­gen. Zuge­ge­ben, die Adolf­ka­no­ne bei Har­stad hat mich eben­falls so sehr beein­druckt, dass ich sie hier auch mal erwäh­nen muss­te. Ist hier­mit gesche­hen, und damit ist es ja auch gut.

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Dan­ke, Anti­gua, für die schö­nen Fahr­ten 2015! Und damit sind natür­lich auch alle Men­schen gemeint, die dazu bei­getra­gen haben, dass die­se Fahr­ten so schön wur­den. Die Mann­schaft, die Kol­le­gen, die Grup­pen. Schön war’s!

Jah­res­rück­blick 2015 – Okto­ber

Der Okto­ber begann mit den letz­ten Tagen auf der Anti­gua in Spitz­ber­gen, die die­ses Jahr brin­gen soll­te. Das ist natür­lich nicht dra­ma­tisch, im Gegen­teil ist es immer auch schön, wenn eine gute Zeit zu Ende geht, vor allem wenn es eben wirk­lich eine gute Zeit war, ohne Unfäl­le und sons­ti­ge grö­ße­re Uner­freu­lich­kei­ten. Statt­des­sen letz­te span­nen­de Eis­bä­ren­sich­tun­gen und das schö­ne Licht des ark­ti­schen Herbs­tes in einer Land­schaft, die sich bereit macht für den Win­ter­schlaf.

Jan May­en pas­sier­te auf der Lein­wand im Sval­bard­mu­se­um in Lon­gye­ar­by­en Revue, und am Nacht­him­mel zogen Nord­lich­ter auf.

Das Licht ging nicht nur in der Natur aus, son­dern auch in den nor­we­gi­schen Berg­wer­ken auf Spitz­ber­gen. Zwar nicht kom­plett und end­gül­tig, aber die Beleg­schaft wur­de dras­tisch zwangs­re­du­ziert. Lon­gye­ar­by­en schrumpft, was der Ort nicht gewohnt ist. Und Svea schrumpft noch viel mehr. Dort stellt man sich nun auf einen jah­re­lan­gen Dorn­rös­chen­schlaf ein, von dem der­zeit nie­mand weiß, ob er über­haupt jemals zu Ende gehen wird.

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Unter­des­sen erblick­te mein Spitz­ber­gen-Kalen­der 2016 das Licht der Welt, was im Jah­res­rück­blick bei spitzbergen.de defi­ni­tiv ein erfreu­li­ches Ereig­nis ist. Immer­hin der vier­te Kalen­der sei­ner Art.

Lawi­ne in Lon­gye­ar­by­en: Gebäu­de unbe­wohn­bar

Bald nach der Auf­he­bung der Eva­ku­ie­rung am Diens­tag Abend stell­te sich her­aus, dass abge­se­hen von den offen­sicht­lich zer­stör­ten Gebäu­den wei­te­re Häu­ser so stark beschä­digt sind, dass sie dau­er­haft auf­ge­ge­ben wer­den müs­sen. Die Bewoh­ner muss­ten ihre Woh­nun­gen kurz­fris­tig wie­der ver­las­sen. Die Gebäu­de gehö­ren dem staat­li­chen Eigen­tums­ver­wal­ter Stats­by­gg, der immer­hin in der Lage war, den Betrof­fe­nen schnell Ersatz zur Ver­fü­gung zu stel­len. Es han­delt sich um Häu­ser in Weg 228 (gel­ber Kreis im Bild unten). Neben der bau­li­chen Sub­stanz sind Was­ser­lei­tun­gen und Fern­wär­me­instal­la­tio­nen irrepa­ra­bel beschä­digt. Immer­hin kön­nen die Bewoh­ner ihre alten Woh­nun­gen gefahr­los auf­su­chen, um ihren Besitz zu holen.

Soviel Glück haben die ehe­ma­li­gen Bewoh­ner der stark zer­stör­ten Häu­ser (roter Kreis) nicht. Die­ser Bereich der Lokals­ty­re zufol­ge bleibt wei­ter­hin gesperrt. Die Ver­wal­tung hat ange­kün­digt, einen Plan zu erstel­len, wie die Betrof­fe­nen an ihr per­sön­li­ches Eigen­tum kom­men.

Don­ners­tag Nach­mit­tag besuch­te die nor­we­gi­sche Köni­gin Son­ja zusam­men mit Jus­tiz­mi­nis­ter Anund­sen den Lawi­nen­be­reich.

Eine betrof­fe­ne Fami­lie hat nun in einem Leser­brief an die Sval­bard­pos­ten geschil­dert, wie dra­ma­tisch sie die Lawi­ne erlebt hat. Zusam­men mit einer Besu­che­rin und ihren zwei Kin­dern war das Paar zuhau­se in Weg 236, als die Lawi­ne das Gebäu­de traf. Augen­blick­lich waren alle fünf in der Küche von Schnee­mas­sen begra­ben und schaff­ten es nur mit viel Glück und der Kraft der Ver­zweif­lung, sich teil­wei­se zu befrei­en, bis Hil­fe kam. Etwa eine Drei­vier­tel­stun­de dau­er­te es ins­ge­samt, bis alle unter bis zu zwei Meter har­tem, mit Holz­split­tern gemisch­tem Schnee gefun­den waren und die Kin­der teil­wei­se kräf­tig unter­kühlt ins Kran­ken­haus kamen. Dank viel Glück und guter ärzt­li­cher und sons­ti­ger Unter­stüt­zung geht es es allen nach die­sem äußerst dra­ma­ti­schen Ereig­nis nun wie­der gut.

Das von der Lawi­ne getrof­fe­ne Wohn­ge­biet. Die Gebäu­de im roten Kreis sind stark zer­stört. Nun zeig­te sich, dass auch die Häu­ser in Weg 228 (gel­ber Kreis) dau­er­haft unbe­wohn­bar sind.

Longyearbyen Lawine Wohngebiet

Jah­res­rück­blick 2015 – Sep­tem­ber

Eine Spei­cher­kar­te, die seit 2009 in der ark­ti­schen Wild­nis gele­gen hat, fand nach sechs Jah­ren ihre Besit­ze­rin wie­der, zu deren gro­ßer Freu­de.

Unter­des­sen hat­te ich das Ver­gnü­gen, mit den Islän­dern auf ihrer Ópal durch den Scores­by­sund in Ost­grön­land zu fah­ren. Was soll man sagen. Far­ben­pracht der Super­la­ti­ve, eine Land­schaft, die in ihrer Dimen­si­on ihres­glei­chen sucht. Ein Sturm, der sich drau­ßen auf dem Meer aus­tob­te und gera­de recht­zei­tig nach­ließ, um uns anschlie­ßend ohne Pro­ble­me nach Island flie­gen zu las­sen – ja, etwas Glück gehört dazu (und ein Reser­ve­tag vor dem Heim­flug kann auch nicht scha­den, sicher­heits­hal­ber – ich sag’s nur mal wie­der …)

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Auch in Spitz­ber­gen zieht im Sep­tem­ber wie­der der viel­fach unter­schätz­te Zau­ber des Wech­sels von Tag und Nacht ein. Son­nen­un­ter­gan­ge und … natür­lich, Nord­licht. Gab es auch. Und es gab seit meh­re­ren Jah­ren end­lich auch mal wie­der eine Lan­dung auf Mof­fen, im Som­mer eine ver­bo­te­ne Insel. Die Wal­ros­se freu­ten sich offen­sicht­lich über den Besuch. So vie­le Leu­te bekom­men sie dort ja nicht zu sehen.

Jah­res­rück­blick 2015 – August

Auf dem klei­nen Segel­boot Arc­ti­ca II ging es in den August hin­ein. Der Som­mer war unge­wöhn­lich eis­reich, so dass wir sogar jetzt damit rech­ne­ten, Spitz­ber­gen nicht umrun­den zu kön­nen, was zu die­ser Zeit seit etli­chen Jah­ren nicht vor­ge­kom­men war. Aber wer wür­de sich dar­über beschwe­ren wol­len, dass es in der Ark­tis Eis gibt? Meis­tens kla­gen wir heu­te über das Gegen­teil.

Eine Que­rung des Prins Karls For­land von West nach Ost ist kei­ne Que­rung von Grön­land. Man kann das an einem Tag pri­ma machen, das ist eine schö­ne, lan­ge Wan­de­rung. Aber wie oft hat man die Mög­lich­keit dazu? Die See ruhig genug, um an der völ­lig expo­nier­ten Außen­küs­te zu lan­den? Das Wet­ter gut genug, damit die Tour so rich­tig Freu­de macht? Alles pass­te, alles funk­tio­nier­te, alle hat­ten ihre Freu­de an den wei­ten Bli­cken über Ber­ge, Tun­dra und Meer rund um das süd­li­che For­land.

Was mir unter den vie­len Erleb­nis­sen die­ser Fahrt spon­tan ins Gedächt­nis kommt, sind die Tage, die wir im Süd­os­ten im Eis ver­brach­ten. Die Kom­bi­na­ti­on aus Eis und Strö­mung im Heley­sund war spek­ta­ku­lär, und man muss das auch nicht unbe­dingt jeden Tag so machen. Da hiel­ten wir die Umrun­dung schon für eine Tat­sa­che und ich freu­te mich dar­über, wider Erwar­ten doch auch die­ses Jahr zur Bar­entsøya und zur Edgeøya zu kom­men. Ohne die­se Insel im Süd­os­ten Spitz­ber­gens wäre so ein Ark­tis-Jahr doch nicht ganz voll­stän­dig!

Nicht ganz voll­stän­dig war auch unse­re Umrun­dung, und das Eis im süd­li­chen Storfjord ließ uns schon an der Voll­endung zwei­feln, aber nach lan­ger Suche nach einer Pas­sa­ge tauch­te auf ein­mal die Fram auf, und Hur­tig­ru­ten erwies sich als will­kom­me­ner Freund und Hel­fer.

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Wäh­rend wir so mit eini­ger Mühe Spitz­ber­gen umrun­de­ten, umrun­de­ten muti­ge Aben­teu­rern erst­mals das Nord­aus­t­land. Genau genom­men, gelang dies zwei Teams gleich­zei­tig, von denen eines die wei­te Rei­se von Lon­gye­ar­by­en bis Lon­gye­ar­by­en ums Nord­aus­t­land her­um ange­tre­ten hat­te und bra­vou­rös been­den konn­te. Vie­le gro­ße „firsts“ gibt es damit in Spitz­ber­gen nicht mehr. Glück­wunsch!

Lawi­ne in Lon­gye­ar­by­en: Eva­ku­ie­rung auf­ge­ho­ben

Nach­dem sich in Lon­gye­ar­by­en end­lich mit Minus­gra­den und Wind­stil­le die Wet­ter­la­ge beru­higt hat, konn­ten die Behör­den nun auch die Gefahr wei­te­rer Lawi­nen zunächst aus­schlie­ßen. Die Eva­ku­ie­run­gen und das Ver­bot, bestimm­te Gebie­te am öst­li­chen Orts­rand über­haupt zu betre­ten, sind seit Diens­tag Abend 20 Uhr auf­ge­ho­ben.

Infol­ge der kata­stro­pha­len Lawi­ne vor Weih­nach­ten, die elf Häu­ser zer­stör­te und zwei Men­schen­le­ben kos­te­te, waren am 19. Dezem­ber Wohn­ge­bie­te mit ins­ge­samt 114 Woh­nun­gen eva­ku­iert wor­den. Schät­zungs­wei­se 200 Men­schen muss­ten ihre Woh­nun­gen ver­las­sen. Die genaue Zahl ist nicht bekannt, da sich nicht alle gemel­det haben. Eini­ge Ein­woh­ner Lon­gye­ar­by­ens tan­ken der­zeit auch Son­ne und Wär­me an einem Strand im Süden und haben das gesam­te Gesche­hen aus der Fer­ne ver­folgt.

Gleich­zei­tig wird auf die lawi­nen­ex­po­nier­te Lage man­cher Orts­tei­le hin­ge­wie­sen, die auch vor der aktu­el­len Lawi­ne eigent­lich schon bekannt war, aber spä­tes­tens jetzt im öffent­li­chen Bewusst­sein ange­kom­men ist. Vor­läu­fig gibt es regel­mä­ßig aktu­el­le Ein­schät­zun­gen der Lawi­nen­ge­fahr auf varsom.no, wie es für betrof­fe­ne Fest­lands­ge­bie­te längst eta­bliert ist. Eine dau­er­haf­te Lösung soll fol­gen. Auch der Umgang mit der Gefahr vor Ort soll nun dis­ku­tiert wer­den. Die gefähr­de­ten Gebie­te sol­len erfasst und bewer­tet wer­den, und dann wird über Siche­rungs­maß­nah­men ent­schie­den. Das kön­nen tech­ni­sche Siche­run­gen oder auch dau­er­haf­te Räu­mung sein. Die Zustän­dig­keit liegt bei der Stadt­ver­wal­tung (Lokals­ty­re) vor Ort, in Zusam­men­ar­beit mit Fach­be­hör­den.

Es wird kri­ti­siert, dass der­ar­ti­ge Maß­nah­men nicht schon längst ergrif­fen wor­den sind, da die Lawi­nen­ge­fähr­dung schon lan­ge bekannt war. Lon­gye­ar­by­en wird sich wohl auch auf eine Debat­te über Ver­ant­wor­tung ein­stel­len müs­sen.

Das von der Lawi­ne getrof­fe­ne Wohn­ge­biet, wie es frü­her aus­ge­se­hen hat (Foto © Nor­we­gi­sches Polar­in­sti­tut).

Longyearbyen Lawine Wohngebiet

Das von der Lawi­ne getrof­fe­ne Wohn­ge­biet nach der Lawi­ne. Anhand der Num­mern lässt sich nach­voll­zie­hen, wie die ein­zel­nen Gebäu­de ver­scho­ben wur­den (Foto © Geir Barstein/Svalbardposten).

Longyearbyen Lawine Wohngebiet

Quel­le: Sys­sel­man­nen

Jah­res­rück­blick 2015 – Juli

Die lan­ge Spitz­ber­gen-Umrun­dung mit der Anti­gua ist immer ein wich­ti­ger Kern­punkt der Sai­son. Das ist auch dann so, wenn die Umrun­dung gar kei­ne Umrun­dung wird, son­dern von einem bestimm­ten Punkt an eine Wei­ter­rei­se in Gegen­rich­tung, näm­lich dann, wenn das Schiff in der süd­li­chen Hin­lo­pen so viel Eis vor dem Bug hat, dass wirk­lich jedem klar wird, dass die wei­te­re Fahrt nicht in die­se Rich­tung füh­ren kann. Das war nicht nur für ein rela­tiv klei­nes Segel­schiff so. Aber was wäre uns alles ent­gan­gen, wenn wir wei­ter nach Süden gefah­ren wären! Die Wale auf offe­nem Meer weit vor der West­küs­te, die Krab­ben­tau­cher in Hyt­tevi­ka … um nur zwei Erleb­nis­se zu nen­nen, die mir spon­tan in den Kopf kom­men.

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Der Eis­bär, der im Raudfjord plötz­lich genau dort auf­tauch­te, wo wir kurz zuvor noch an Land unter­wegs gewe­sen waren. Die Far­ben der Tun­dra, voll mit vie­len klei­nen Blü­ten, Vogel­fel­sen, Füch­se, Begeg­nung mit For­schern … ganz abge­se­hen von den drei Eis­bä­ren, die sich auf dem Eis in der Lagu­ne von Mus­ham­na begeg­ne­ten, dort stun­den­lang ihre Krei­se zogen und sich miss­trau­isch beäug­ten. Kein Mensch weiß, wie ein Eis­bär den ande­ren sieht. Sie begeg­nen sich meis­tens mit Respekt, gehen sich aus dem Weg. Das durf­ten wir aus­gie­big beob­ach­ten.

Jah­res­rück­blick 2015 – Juni

Pünkt­lich mit Beginn des Monats Juni kamen wir mit der Anti­gua, aus Nor­we­gen über die Bären­in­sel kom­mend, im Süd­wes­ten Spitz­ber­gens an. Und im Jah­res­rück­blick darf defi­ni­tiv die Begeg­nung mit der Eis­bä­ren­fa­mi­lie im Van Keu­len­fjord nicht feh­len. Die wer­den wir nie ver­ges­sen! Die Anti­gua lag an der Fest­eis­kan­te hin­ten im Fjord fest­ge­macht, still und ruhig, bis zu frü­her Mor­gen­stun­de die Wache von der Brü­cke alle weck­te. Die Eis­bä­ren­fa­mi­lie, die schon am Tag zuvor meh­re­re Kilo­me­ter ent­fernt über das Eis spa­ziert war, war neu­gie­rig zum Schiff gekom­men. Die Mut­ter hielt sich etwas zurück, hat­te aber nichts dage­gen, dass ihr Nach­wuchs den unge­wohn­ten Anblick eines Drei­mas­ters von allen Sei­ten begut­ach­te­te. So könn­ten die Tage ger­ne öfters anfan­gen!

Für Betrof­fe­ne ein Ärger­nis, im Nach­hin­ein ein Ereig­nis mit Unter­hal­tungs- und Erkennt­nis­wert: Der Flug­ha­fen saß auf dem Tro­cke­nen. Sprit alle! Da merkt man doch mal, dass die Ark­tis auch im durch­glo­ba­li­sier­ten Jahr 2015 noch ein abge­le­ge­ner Win­kel fern am Ran­de des Pla­ne­ten ist, da klappt es schon mal nicht mit dem Nach­schub. So muss­ten auch Direkt­flie­ger nach Oslo mit­un­ter in Trom­sø her­un­ter, um nach­zu­tan­ken.

Unter­des­sen wun­der­ten vie­le sich, ob Eis­bä­ren nun auf ein­mal Del­fi­ne fres­sen. So gesche­hen und foto­gra­fiert im Jahr zuvor, aber nun mach­ten die Bil­der in den Medi­en die Run­de. Etwas schrä­ge Sache. Wie soll­te denn bit­te ein Eis­bär einen Del­fin fres­sen? Wenn man ihm einen vor die Pfo­ten legt, so wie die Natur es aus­nahms­wei­se tat, wird er ihn nicht ver­schmä­hen. Aber das ist nun wirk­lich nichts Neu­es.

In der zwei­ten Monats­hälf­te kam ein wei­te­res Erleb­nis zur bereits jetzt lan­gen Lis­te her­aus­ra­gen­der Ereig­nis­se hin­zu, das Teil mei­ner lie­ben und teu­ren Erin­ne­run­gen blei­ben wird, solan­ge mein Kopf sie fest­zu­hal­ten ver­mag: Der Blick auf Jan May­en vom Gip­fel des Bee­ren­berg. Ein über Jah­re geheg­ter und vor­be­rei­te­ter Traum, nun ermög­licht von einem freund­li­chen Wet­ter­gott und mit eini­ger Anstren­gung erkauft, jeden Atem­zug wert (und es waren vie­le!).

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Unter­des­sen kam vom Spitz­ber­gen-Rei­se­füh­rer die fünf­te Auf­la­ge her­aus. Die­ses Mal waren die Ver­än­de­run­gen umfang­rei­cher gewe­sen: Der ark­ti­sche Win­ter nimmt nun deut­lich grö­ße­ren Raum ein, wie auch Wan­der- und Trek­king­tou­ren sowie die belieb­ten Schiffs­aus­flü­ge. So wie es sich für einen Rei­se­füh­rer gehört, ori­en­tiert sich das Buch nun deut­lich mehr als frü­her an der heu­ti­gen tou­ris­ti­schen Rea­li­tät auf Spitz­ber­gen. Defi­ni­tiv ein Mei­len­stein im Spitzbergen.de-Jahr.

Jah­res­rück­blick 2015 – Mai

Im Mai geht die Schnee­schmel­ze los. Zeit, Ski und Motor­schlit­ten ein­zu­m­ot­ten und Segel zu set­zen! Tra­di­tio­nell ging es mit der Anti­gua zur Ark­tis-Som­mer­sai­son-Eröff­nungs­tour Ende Mai in Bodø los. Die Lofo­ten sind ein schö­ner Ein­stieg in die som­mer­li­che (Sub)Arktis. Kei­ne Eis­bä­ren, kei­ne Zodiacs, sozu­sa­gen eine ent­spann­te Auf­wärm­übung, ohne dass es an land­schaft­li­cher Schön­heit man­geln wür­de. Und dann die Bären­in­sel. Immer etwas Beson­de­res!

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Geman­gelt hat es ganz woan­ders. Store Nor­ske kriegt kei­ne Koh­le für die Koh­le. Das schwar­ze Gold, das auch in Lon­gye­ar­by­en und Sveagru­va geför­dert wird, ist auf dem Welt­markt viel zu wenig wert, um den teu­ren Abbau in der Ark­tis wirt­schaft­lich zu tra­gen. Berg­mann ist in Spitz­ber­gen der­zeit kein guter Job und der­zeit ver­bun­den mit einem hohen Risi­ko, die Kün­di­gung in den Brief­kas­ten zu bekom­men, wie eine gro­ße Zahl von Ange­stell­ten schmerz­haft fest­stel­len muss­te.

Jah­res­rück­blick 2015 – April

Die­se Zeit gehört zu den schöns­ten in Spitz­ber­gen. Das Wet­ter sta­bi­li­siert sich, das im Som­mer ziem­lich unweg­sa­me Inland lädt zu lan­gen Tou­ren ein. Wir haben uns nicht lan­ge bit­ten las­sen und waren viel unter­wegs, nicht zuletzt an unse­rer gelieb­ten Ost­küs­te. Man muss sich gar nicht an einem spek­ta­ku­lä­ren Ein­zel­er­leb­nis fest­hal­ten, es ist die Sum­me der vie­len klei­nen Erleb­nis­se, die vie­len Stun­den und Tage unter frei­em Polar­him­mel, das täg­lich wech­seln­de Licht, die Begeg­nun­gen mit Eis­füch­sen und Ren­tie­ren in der wei­ßen Wild­nis und natür­lich die Tref­fen mit lie­ben Freun­den, mit ande­ren net­ten und inter­es­san­ten Men­schen in Lon­gye­ar­by­en. All das lässt die Zeit viel zu schnell ver­ge­hen. Bald frisst die Mit­ter­nachts­son­ne die kur­zen Näch­te.

Und wenn es doch ein unver­gess­li­ches, ein­zel­nes Erleb­nis sein soll, dann ist es wohl die Beob­ach­tung einer Eis­bä­ren­fa­mi­lie im Bill­efjord, die mit Sicher­heit unver­ges­sen blei­ben wird. Damit war auch das Pro­blem mit dem Titel­bild für unse­ren Spitz­ber­gen-Kalen­der 2016 schlag­ar­tig gelöst.

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In die Schlag­zei­len kam Spitz­ber­gen durch den unan­ge­kün­dig­ten Besuch des rus­si­schen Vize­pre­miers Rogosin. Die­ser ist in Nor­we­gen und EU wegen des Kon­flikts in der Ukrai­ne per­so­na non gra­ta. Und so kam die Fra­ge auf, wie Nor­we­gen die Gren­zen Spitz­ber­gens bes­ser schüt­zen kann (die Dis­kus­si­on kommt uns bekannt vor, nicht?). Ob Nor­we­gen einem Bür­ger eines Spitz­ber­gen­ver­trag-Unter­zeich­ner­lan­des die Ein­rei­se über­haupt ver­wei­gern darf, dar­über mögen sich die Juris­ten strei­ten.

Jah­res­rück­blick 2015 – März

Im März kam Spitz­ber­gen erneut in die Schlag­zei­len. Ein Eis­bär war erschos­sen wor­den, nach­dem er ein Zelt­la­ger von tsche­chi­schen Ski­tou­ris­ten besucht und dabei eine Per­son leicht ver­letzt hat­te. Das Gan­ze hät­te wohl ver­mie­den wer­den kön­nen, was trau­rig ist. Und noch trau­ri­ger ist es für uns, weil wir recht sicher sind, dass es sich um eines der bei­den klei­nen, süßen Eis­bär­chen han­del­te, die wir Anfang Mai 2013 so wun­der­bar im Tem­pel­fjord mit ihrer Mut­ter hat­ten spie­len sehen. Ein wun­der­schö­nes Erleb­nis, das uns für immer in Erin­ne­rung blei­ben wird – ich wei­che ab, das war ja 2013. Aber nun sind sie tot … der ers­te kam wohl schon im April 2014 im Bill­efjord ums Leben, kurz nach einer Betäu­bung zu wis­sen­schaft­li­chen Zwe­cken. Ein Zusam­men­hang? Den gibt es offi­zi­ell natür­lich nicht.

Nun aber fort von den Kata­stro­phen. Am 20. März, kurz nach 11 Uhr vor­mit­tags, durf­te man auf Spitz­ber­gen eine tota­le Son­nen­fins­ter­nis erle­ben, kurz „SoFi“ (oder bes­ser „toSo­Fi“?). Immer­hin hat­te ich mal eine par­ti­el­le SoFi (paSofi?) erlebt, das war schon beein­dru­ckend. Nun hat­ten vie­le Leu­te gesagt, eine toSo­fi sei noch mal was ganz ande­res als eine paSoFi. Jaja, natür­lich. Es ist immer toll, jeman­dem zu sagen, du weißt ja gar nicht, wo der Ham­mer hängt. Der wah­re Jacob, den hast du noch gar nicht gese­hen. Pure Ange­be­rei, oder?

Nein, es stimm­te. Eine toSo­Fi ist ein unwirk­li­ches, außer­ir­di­sches (stimmt sogar), fast beängs­ti­gend schö­nes Erleb­nis. Und das über den schnee­be­deck­ten Ber­gen im win­ter­li­chen Spitz­ber­gen! Von den diver­sen Licht­erschei­nun­gen über die Stim­mung, die sich über Täler und Ber­ge leg­te, bis hin zu den augen­blick­lich kräf­tig fal­len­den Tem­pe­ra­tu­ren: äußerst ein­drück­lich. Unver­gess­lich.

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Und die vie­len SoFi-Tou­ris­ten, die extra von weit­her ange­reist kamen, hat­ten mehr Schwein mit dem Wet­ter, als den meis­ten klar gewe­sen sein dürf­te. Bis dahin hat­te es weni­ge wol­ken­lo­se Tage in Spitz­ber­gen gege­ben. Aber die­ser Frei­tag war makel­los schön gewe­sen.

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News-Auflistung generiert am 19. April 2021 um 20:04:34 Uhr (GMT+1)
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