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Schwalbenmöwe (Larus sabini)

Sabine's gull (E) - Sabinemåke (N) - Vorkstaart meeuw (NL) - Mouette de Sabine (F)

Schwalbenmöwe

Schwal­ben­mö­we bei Cor­a­hol­men.

Beschrei­bung: Mit einer Län­ge von 33 cm und einem Gewicht von 150-210 g ist die Schwal­ben­mö­we eine eher klei­ne Möwe. In Sval­bard ist sie die ein­zi­ge Möwe mit dunk­lem Kopf und daher leicht zu erken­nen – wenn man die­sen sel­te­nen Vogel denn ein­mal sieht. Die Geschlech­ter sind nicht unter­scheid­bar. Leb­haf­ter, ele­gan­ter Flug. Die äuße­ren Rän­der und Spit­zen der Flü­gel sind schwarz.

Schwalbenmöwe

Schwal­ben­mö­we im Aus­t­fjord.

Verbreitung/Zugverhalten: Die Schwal­ben­mö­we brü­tet in der Sub­ark­tis bis Hoch­ark­tis von Nord­ame­ri­ka über Grön­land und Sval­bard bis Nord­russ­land. In Sval­bard ist sie sehr sel­ten, es gibt nur ganz weni­ge Brut­lo­ka­li­tä­ten im Nor­den (Mof­fen, Lågøya und weni­ge, wei­te­re Loka­li­tä­ten auf der Nord- und Nord­ost­sei­te des Nord­aus­t­land). Den Win­ter ver­brin­gen Schwal­ben­mö­wen vor der Küs­te von Süd­west­afri­ka.

Schwalbenmöwe

Schwal­ben­mö­we auf Cor­a­hol­men im Ekmanfjord.

Bio­lo­gi­sches: Wich­ti­ge Nah­rungs­quel­len sind vor allem klei­ne Fische und mari­ne Wir­bel­lo­se, gele­gent­lich aber auch Eier und Küken ande­rer Vögel. Als Brut­ha­bi­tat bevor­zugt die Schwal­ben­mö­we fla­che, tro­cke­ne Tun­dra mit Süß­was­ser in Reich­wei­te. Aus den zwei oder drei Eiern schlüp­fen nach 23-26 Tagen Brut durch bei­de Alt­vö­gel. Nach weni­gen Stun­den ver­las­sen die Küken das Nest und fol­gen ihren Eltern zur Küs­te oder zu einem Teich, wo sie abwar­ten, bis sie flug­fä­hig sind. Jung­vö­gel ver­brin­gen den ers­ten Som­mer ver­mut­lich bei den Über­win­te­rungs­plät­zen im Süden.

Sons­ti­ges: Die Popu­la­ti­on in Sval­bard ist sehr klein und liegt ver­mut­lich unter­halb von zehn Brut­paa­ren, ent­spre­chend ist sie nur sehr sel­ten zu sehen. Auch glo­bal ist die Schwal­ben­mö­we mit unter 10 000 Brut­paa­ren nicht gera­de ein häu­fi­ger Vogel. Chan­cen, sie in Sval­bard zu sehen, bestehen für Leu­te mit guten Augen und Fern­glä­sern oder bes­ser Spek­tiv und Sta­tiv bei Mof­fen oder auf der Nord­sei­te des Nord­aus­t­land sowie gene­rell im Treib­eis. Auch am Mona­co­breen im Lief­defjord haben sich schon mehr­fach Schwal­ben­mö­wen bli­cken las­sen. Hier wie auch bei Mof­fen ist es schwie­rig, sie inmit­ten tau­sen­der Drei­ze­hen­mö­wen und Küs­ten­see­schwal­ben aus­fin­dig zu machen. Schwal­ben­mö­wen brü­ten ger­ne in Kolo­nien der aggres­si­ven Küs­ten­see­schwal­ben, die jeden Ein­dring­ling wir­kungs­voll ver­scheu­chen.

Der eng­li­sche Name der Schwal­ben­mö­we, »Sabine’s gull«, lei­tet sich von Sir Edward Sabi­ne ab. Die­ser eng­li­sche Wis­sen­schaft­ler hat­te sie 1818 bei Grön­land ent­deckt. Spä­ter war Sabi­ne bei einer Expe­di­ti­on in Nord­ost­grön­land dabei, wo die Insel Sabi­ne Ø nach ihm benannt wur­de.

Schwalbenmöwe

Schwal­ben­mö­we auf Cor­a­hol­men im Ekmanfjord.

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Letzte Änderung: 02. März 2019 · Copyright: Rolf Stange
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