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Spatelraubmöwe (Stercorarius pomarinus)

Pomarine skua (E) - Polarjo (N) - Middelste jager (NL) - Labbe pomarin (F)

Spatelraubmöwe bei Bjørnøya, Ende Mai

Spatelraubmöwe

Beschreibung: Die Spatelraubmöwe ist eine kräftige Raubmöwe (Länge 51 cm mit Schwanz, Gewicht 550-900 g) und mit ihrem insgesamt eher dunklen, kontrastreichen Gefieder der Schmarotzerraubmöwe recht ähnlich. Das Hauptunterscheidungsmerkmal ist der lange, löffelförmige Schwanz, der vor allem im Flug von der Seite gut erkennbar ist. Zudem ist die Spatelraubmöwe etwas größer und deutlich seltener als die Schmarotzerraubmöwe. Sieht man auf der Tundra eine Raubmöwe, handelt es sich fast immer um eine Schmarotzerraubmöwe, gelegentlich auch um eine Skua. Die Spatelraubmöwe ist im Treibeis auf der Nord- und Ostseite von Svalbard gelegentlich zu sehen.

Noch seltener ist die dunkle Morphe der Spatelraubmöwe, deren Gefieder einheitlich dunkelbraun ist. 

Spatelraubmöwe (dunkle Morphe).
Bild © Rolf Stange

Verbreitung/Zugverhalten: Die Spatelraubmöwe brütet in der Hocharktis in Nordamerika und Sibirien. In Svalbard brütet sie nicht, aber Brutvögel aus der russischen Arktis ziehen im Frühjahr und Herbst durch die nördliche Barentssee, um auf dem offenen Atlantik westlich von Westafrika zu überwintern. 

Biologisches: Spatelraubmöwen machen ihrem Namen Ehre und jagen anderen Vögeln ihre Beute ab, zusätzlich räubern sie Eier und Küken sowie Kleinsäuger, vor allem Lemminge. Der Umstand, dass es in Svalbard keine Nagetiere gibt, könnte ein Grund dafür sein, dass Spatelraubmöwen dort nicht brüten.

Tundra in Küstennähe mit viel Moos und kleinen Seen und Flüssen bildet das Bruthabitat der Spatelraubmöwe in Nordsibirien und der Arktis Nordamerikas. 

Sonstiges: Die Spatelraubmöwe ist in Svalbard selten, da sie dort nicht brütet. Dennoch steht sie meist hoch auf der Wunschliste von Vogelkundlern bei Svalbard-Reisen. Die Chancen sind früh und spät im Sommer besser als in der Hochsaison, da sie während dieser Zeit in den Brutgebieten in Sibirien sind. Wenn man sie sieht, sind oft mehrere gleichzeitig in der Nähe und sie folgen Schiffen oft für eine Weile.

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Letzte Änderung: 27. Oktober 2014 · Copyright: Rolf Stange
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