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Monats-Archiv: März 2013 − News & Stories


Polar­ge­schich­te: Arte­fak­te in Muse­ums­brand in Ita­li­en ver­lo­ren

Ein Brand im Muse­um der Wis­sen­schaft in Nea­pel hat zum Ver­lust unwie­der­bring­li­cher Gegen­stän­de aus der nor­we­gi­schen und ita­lie­ni­schen Polar­ge­schich­te geführt. Eigent­lich soll­te die Aus­stel­lung gemein­sa­me Aspek­te der Polar­ge­schich­te bei­der Län­der beto­nen, wie etwa die Luft­schiff­ex­pe­di­tio­nen zum Nord­pol von Amund­sen und Nobi­le, die 1926 und 1928 in Ny Åle­sund star­te­ten. Nun haben bei­de Län­der ein Stück ihrer Polar­ge­schich­te ver­lo­ren.

Aller Wahr­schein­lich­keit nach soll Brand­stif­tung die Ursa­che sein, moti­viert von loka­len Strei­tig­kei­ten um das attrak­ti­ve Muse­ums­grund­stück und somit von der Aus­stel­lung völ­lig unab­hän­gig. Tei­le der Aus­stel­lung bestan­den aus Leih­ga­ben aus Nor­we­gen, die spe­zi­ell nach Nea­pel gebracht wor­den waren. Ver­lo­ren sind unter ande­rem die Ski­er, die Fri­dt­jof Nan­sen 1888 wäh­rend sei­ner Über­que­rung des grön­län­di­schen Inland­ei­ses ver­wen­det haben soll, Beklei­dungs­stü­cke von Umber­to Nobi­le von sei­ner Ialia-Expe­di­ti­on von 1928 und das Log­buch des Luft­schif­fes Nor­ge, mit dem Roald Amund­sen, Nobi­le, der Ame­ri­ka­ner Ells­worth und wei­te­re Beglei­ter 1926 als ers­te den Nord­pol über­fuh­ren.

Für die 175 Muse­ums­an­ge­stell­ten dürf­te der Ver­lust ihres Arbeits­plat­zes schwe­rer wie­gen als die ver­lo­re­nen Arte­fak­te. Ver­letzt wur­de anschei­nend nie­mand.

Das Luft­schiff Nor­ge, 1926 über Ny Åle­sund kurz vor der Fahrt zum Nord­pol. Das Log­buch ist nun in dem Muse­ums­brand in Nea­pel unwie­der­bring­lich ver­lo­ren­ge­gan­gen.

Luftschiff Norge, Ny Ålesund.

Quel­le: Aften­pos­ten

Spitz­ber­gen unter Druck

Spitz­ber­gen kommt der­zeit so rich­tig unter Druck – auf jeden Fall hin­sicht­lich des Wet­ters. Die Mess­ein­rich­tun­gen auf Sval­bard regis­trie­ren Luft­druck­wer­te, die alles hin­ter sich las­sen, was die bis­her vor­lie­gen­den Mes­sun­gen, die teil­wei­se immer­hin seit den 1920er Jah­ren lau­fen, her­vor­ge­bracht haben. Spit­zen­rei­ter ist die auto­ma­ti­sche Mess­sta­ti­on auf der klei­nen Karl XII Insel nörd­lich des Nord­aus­t­land: dort wor­den vor weni­gen Tagen nicht weni­ger als 1054,7 hPa gemes­sen, deut­lich mehr als der bis­he­ri­ge Spitz­ber­gen-Höchst­wert von 1929 (1051,9 hPa) aus dem Isfjord.

Auch Grön­land ver­zeich­net rekord­ho­he Luft­druck­wer­te. Der Druck hat schon bis­lang anhal­tend ruhi­ges, kla­res, kal­tes Wet­ter mit sich gebracht, das auch noch eini­ge Tage anhal­ten soll, zur Freu­de von Ein­woh­nern und Tou­ris­ten und zum Vor­teil der Tie­re und der Eis­ent­wick­lung, die der­zeit recht erfreu­lich ist. Der Nor­den Spitz­ber­gens ist auf­grund des schon län­ger anhal­ten­den Ein­flus­ses wär­me­rer Was­ser­mas­sen nach wie vor prak­tisch eis­frei, aber der Osten steckt immer­hin nun recht soli­de im Eis, das kürz­lich sogar die Bären­in­sel erreich­te, so dass sich dort auch tat­säch­lich schon meh­re­re Eis­bä­ren haben bli­cken las­sen.

Laut Vor­her­sa­ge wird es zum Oster­wo­chen­en­de hin, an dem tra­di­tio­nell vie­le Nor­we­ger auf Tour zie­hen, aller­dings wie­der bewölkt.

Der hohe Luft­druck über dem nörd­li­chen Grön­land macht sich auch in der euro­päi­schen Ark­tis bemerk­bar. Bild von mountainforecast.com.

Luftdruck, Grönland.

Quel­le: adressa.no

Jan May­en Expe­di­ti­on 2014: Pla­nung nimmt Form an

Mit­tei­lung in eige­ner Sache: Die Pla­nung für eine Expe­di­ti­on nach Jan May­en für 2014 wird lang­sam aber sicher kon­kret. Als Zeit­raum pei­len wir unge­fähr 28. Juni – 12. Juli 2014 an (von/bis Isaf­jör­dur in Island). Hier gibt es mehr Infor­ma­tio­nen zu die­ser aben­teu­er­li­chen Fahrt. Es gibt deut­lich bereits mehr (bis­lang all­seits unver­bind­li­che) Inter­es­sen­be­kun­dun­gen als Plät­ze. Wer mit will, soll­te sich also bei­zei­ten mel­den (Kon­takt).

Jan May­en. 2014 wol­len wir dort hin.

Jan Mayen.

Jagd auf Eis­bä­ren: nach CITES-Abkom­men wei­ter mög­lich

In der aktu­el­len CITES-Kon­fe­renz in Bang­kok schei­ter­te der jüngs­te Ver­such, Eis­bä­ren welt­weit kon­se­quent vor Jagd zu schüt­zen. Nach wie vor ist in meh­re­ren Län­dern wie Kana­da und Grön­land eine limi­tier­te Jagd mög­lich, dar­un­ter auch die umstrit­te­ne Tro­phä­en­jagd durch rei­che Jagd­tou­ris­ten. Umwelt­ver­bän­de kri­ti­sie­ren dies hef­tig. In Bang­kok brach­te unter ande­rem Däne­mark, das Grön­land inter­na­tio­nal ver­tritt, Beden­ken gegen ein abso­lu­tes Jagd­ver­bot vor. Letzt­lich schaff­ten die EU-Län­der es nicht, sich auf eine gemein­sa­me Posi­ti­on zu eini­gen. Prin­zi­pi­ell sind die ein­zel­nen EU-Mit­glieds­staa­ten jeweils für sich stimm­be­rech­tigt, aber es gilt die Ver­ein­ba­rung der EU-Län­der, ent­we­der über­ein­stim­mend oder gar nicht zu votie­ren. Dadurch kam die erhoff­te Mehr­heit für ein Jagd­ver­bot auf CITES-Ebe­ne nicht zustan­de.

CITES ist über­setzt das „Über­ein­kom­men über den inter­na­tio­na­len Han­del mit gefähr­de­ten Arten frei­le­ben­der Tie­re und Pflan­zen“, die soge­nann­te Washing­to­ner Arten­schutz­kon­ven­ti­on.

Zwar ist der Kli­ma­wan­del die stärks­te glo­ba­le Bedro­hung für Eis­bä­ren, aber regio­nal ste­hen die Popu­la­tio­nen teil­wei­se unter einem erheb­li­chen zusätz­li­chen Jagd­druck. Im „bes­ten“ Fall feh­len die Daten­grund­la­gen, um die Trag­fä­hig­keit einer regio­na­len Jagd zu beur­tei­len.

Im nor­we­gisch ver­wal­te­ten Spitz­ber­gen sind und blei­ben Eis­bä­ren voll­stän­dig vor Jagd geschützt. Nur in Fäl­len von aku­ter Not­wehr bleibt der Abschuss straf­frei. Aller­dings wird der häu­fi­ge und wenig tier­scho­nen­de Ein­satz von Hub­schrau­bern und Motor­schlit­ten bei der Eis­bä­ren­for­schung mitt­ler­wei­le ver­stärkt kri­ti­siert (sie­he etwa Okto­ber-Nach­rich­ten).

Ergeb­nis einer Eis­bä­ren­jagd in Ost­grön­land.

Erlegter Eisbär, Scoresbysund, Grönland.

Quel­le: Spie­gel Online

Esmark­breen-Unglück: Unter­su­chung abge­schlos­sen

Der Sys­sel­man­nen hat die Unter­su­chung zum töd­li­chen Unglück am Esmark­breen in der Ymer­buk­ta im August 2012 (sie­he August-Nach­rich­ten) abge­schlos­sen. Juris­tisch ist der Fall damit erle­digt, da sich kei­ne belast­ba­ren Hin­wei­se auf straf­recht­lich rele­van­tes Ver­hal­ten erge­ben haben.

Am 21. August 2012 kam es zu einem töd­li­chen Unglück, als von der Abbruch­kan­te des Esmark­breen Eis­mas­sen abbra­chen und her­ab­stürz­ten. Das Eis fiel nicht ins Was­ser, son­dern auf tro­cke­nen Unter­grund. Zwei Zodiacs des fran­zö­si­schen Tou­ris­ten­schif­fes Pola­ris I waren jeweils mit Fah­rer und 6 Pas­sa­gie­ren in der Nähe. Eine Frau wur­de von einem umher­flie­gen­den Eis­bro­cken getrof­fen und starb prak­tisch unmit­tel­bar. Es konn­te nicht geklärt wer­den, ob das Boot sich zum Zeit­punkt des Unglücks näher am Glet­scher befand als die vom nor­we­gi­schen Polar­in­sti­tut emp­foh­le­ne Min­dest­di­stanz von 200 Metern.

Die Abbruch­kan­te des Esmark­breen in der Ymer­buk­ta liegt in die­sem Bereich in Höhe des Was­ser­spie­gels auf fes­tem Grund.

Esmarkbreen, Ymerbukta.

Quel­le: Sys­sel­man­nen

Treib­eis bei der Bären­in­sel

Nach einer län­ge­ren Zeit mit sehr wenig Eis hat das Treib­eis den Osten Spitz­ber­gens mitt­ler­wei­le wie­der fest im Griff. Inzwi­schen hat das Eis sogar den Nor­den der Bären­in­sel erreicht, so dass dort erst­ma­lig seit dem 02. April 2011 wie­der Eis­mel­dun­gen geschrie­ben wer­den, sehr zur Freu­de der Sta­ti­ons­be­sat­zung!

Treib­eis in Her­wig­ham­na, bei der Wet­ter­sta­ti­on auf der Bären­in­sel (Bjørnøya), am 1. März 2013.

Treibeis bei der Bäreninsel (Bjørnøya).

Quel­len: nor­we­gi­sche Eis­kar­te, Bjørnøya-Blog der Wet­ter­sta­ti­on

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News-Auflistung generiert am 19. April 2021 um 11:54:08 Uhr (GMT+1)
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