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Die Nebel der Zeit

Die Lebensgeschichte von Cymba, dem Wanderalbatros aus Südgeorgien | Von James McQuilken

Die Nebel der Zeit

Die Nebel der Zeit – Übersetzt und herausgegeben von Rolf Stange | Deutsche Erstausgabe im November 2012.

Für 24 Euro bestellbar (einschl. MwSt. und Versand in Deutschland sowie 5 Euro für das Habitat Restauration Project des South Georgia Heritage Trust).

Softcover · A5-Format · Gewicht: 215 g · 137 Seiten · 33 Farbfotos (überwiegend ganzseitig) und 1 Karte · ISBN: 978-3-937903-15-6

Produkt:
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Preis:
24,00 €
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Kurzbeschreibung:

Die Welt der Wanderalbatrosse ist der Südozean, der sich rings um die Antarktis erstreckt. Ihre Heimat haben sie auf abgelegenen Inseln wie Südgeorgien, der Prinz-Edward-Inseln oder der Macquarie Insel. Die wenigsten Menschen haben je einen Wanderalbatros gesehen, noch viel weniger haben eine Brutkolonie besucht. Wohl kaum jemand kann sich das Leben dieses größten Seevogels der Erde vorstellen. »Die Nebel der Zeit« bietet genau das: eine lebendige, spannende und mitunter leidenschaftliche Schilderung des Lebens eines Wanderalbatrosses. Es geht um die großen Themen des Lebens, um Geburt und Tod, um Familie, Beziehung und Einsamkeit.

Und es geht auch darum, dass Albatrosse dem Schicksal der Ausrottung entgegengehen, wenn wir nicht wirksam dagegen vorgehen. »Die Nebel der Zeit« schildert eindringlich und mitunter dramatisch die Gefahren, die durch Mensch und Natur drohen.

Eine informative Einleitung rundet das Buch mit Hintergründen zu Wanderalbatrossen, zur Region und zu ihren Umweltproblemen ab.

Mit dem Kauf dieses Buches unterstützen Sie Projekte des
South Georgia Heritage Trust zum Schutz der Seevögel
des Südlichen Ozeans mit 5 Euro pro Exemplar.

 
Hier gibt es mehr Informationen zum unterstützten Projekt.

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Textproben

Um die einzelnen Textproben sehen zu können, klappen Sie die Texte durch Klick auf den Text neben dem Winkel auf.

Textprobe 1

Er streckte seinen Hals und lockerte seine Flügel, um sich für den Fall eines Angriffs abwehrbereit zu machen. Cymba musste nicht lange warten. Der größte der drei Angreifer, der rechts von ihm stand, peitschte mit dem Flügel nach ihm. Die Bewegung war zu schnell für Cymba, um sich zu verteidigen, und er musste einen harten Schlag am Kopf einstecken, so dass er für ein paar Momente kaum etwas sehen konnte. Die anderen beiden Angreifer sahen ihre Möglichkeit gekommen, peitschten beide mit ihren Flügeln und fügten ihm weitere schwere Schläge am Kopf und am Hals zu. Er war wie betäubt und verletzt, widerstand aber der dem Drang anzugreifen und versuchte, sich zu verteidigen.

Textprobe 2

Einige Schiffe schienen eine Art Leine oder Seil auszusetzen, an dem in regelmäßigen Abständen Nahrung angebracht war. Die Leinen schwammen zusammen mit der Nahrung für ein paar Minuten an der Oberfläche, und Cymba beobachtete, dass viele Albatrosse und andere Vögel sich neben der Leine aufs Wasser setzten und die Fischstücke verschluckten. Zu seinem Entsetzen musste er mit ansehen, wie diese Vögel von den Leinen unter Wasser gezogen wurden, sobald diese zu sinken begannen. Sie kämpften nach Kräften um ihr Leben, konnten das Stück Fisch aber nicht wieder loswerden und sich nicht von der Leine befreien. Es war, als ob der Fisch die Vögel gefangen hätte und nicht umgekehrt. Innerhalb weniger Tage musste er mit ansehen, wie viele Vögel von seiner Insel ertranken, und er wollte herausfinden, was genau vor sich ging.

Textprobe 3

Eine schnelle Entscheidung war gefragt. Cymba wies seine Freundin an, dicht bei ihm zu bleiben und mit ihm zusammen über die Rücken der Seebären zu laufen, die zwischen ihnen und dem Wasser lagen. Wenn sie schnell genug waren, konnten sie so das rettende Ufer erreichen. Sie sah schnell ein, dass es keine andere Möglichkeit gab, und sie machten sich an das Wagnis. Ein schneller Sprung auf den Rücken der ersten Robbe, ein weiterer Sprung zur nächsten Robbe, die erstaunt den Kopf hob, ein weiterer Schritt auf einen großen Seebären, der tief schlief.

Textprobe 4

Er flog so tief er konnte über das Gebiet und landete nahe am Kampfplatz, um sofort auf die Raubmöwen zuzulaufen und diese anzugreifen. Er reckte seinen Kopf, öffnete seine mächtigen Flügel und stieß einen lauten Schrei aus. Er ragte hoch über die viel kleineren Skuas auf und griff die nächststehenden vier an, die ihrerseits zwei junge Albatrosse attackierten. Cymba ließ seine großen Flügel peitschen und erwischte die unaufmerksamen Raubmöwen mit harten Schlägen am Rücken. Als sie sich umdrehten, um zu sehen, wer sie da so wild angriff, war Cymba schon wieder bereit für den nächsten Schlag. Mit ausgestrecktem Hals und gelockerten Flügeln stürmte er vor.

Textprobe 5

Er musste befürchten, dass das Bein gebrochen war. Ansonsten war er in Anbetracht des verzweifelten Kampfes gegen den Sturm und der unkontrollierten Bruchlandung auf dem Deck in erstaunlich guter Verfassung. Wenn er nur noch ein paar Tage unentdeckt bliebe, würde er vielleicht einfach wieder vom Deck abheben können. Er konnte eine ganze Weile ohne Essen überleben, und wenn der Hunger auch bereits nagte, wusste er doch, dass er es noch einige Tage aushalten würde, um zu sehen, ob sich seine Lage dann verbesserte. Er dachte über diese Möglichkeit nach, als er plötzlich fühlte, wie etwas nach ihm griff und ein Mann ihn in die Höhe hob. Er versuchte, sich umzudrehen, da er befürchtete, dass man ihn töten wollte, und da sah er zwei Männer, beide in gelbe Jacken gekleidet und mit Mützen, die tief ins Gesicht gezogen waren.

Textprobe 6

Noch sechs weitere Tage lang wartete er auf seinen verlorenen Sohn. Immer hielt er sich abseits der Kolonie auf, da er fürchtete, irgendetwas zu hören, was darauf deuten mochte, dass Vasos tot war. Er aß nichts, schlief kaum, und nachdem er eine Woche so verbracht hatte, fühlte er sich zum ersten Mal alt. Er war mittlerweile 67 Jahre alt, ein gutes Alter für einen Wanderalbatros, aber er hatte Freunde gehabt, die 80 Jahre alt geworden waren. Falls seinem Sohn etwas zugestoßen war, würde er einfach dahinschwinden, bis er schließlich starb. Er hatte keine Energie mehr, um es mit den Herausforderungen des Lebens aufzunehmen. Tag für Tag hielt er nach irgendeinem Zeichen von Vasos Ausschau, aber es kam nichts.

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Letzte Änderung: 29. Juni 2014 · Copyright: Rolf Stange
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