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Bartrobbe (Erignathus barbatus)

Bearded seal (E) - Storkobbe (N) - Baardrob (NL) - Phoque barbus (F)

400 Kilo­gramm kön­nen die Weib­chen die­ser gro­ßen Rob­be mit dem aus­ge­präg­tem Schnurr­bart auf die Waa­ge brin­gen. Meist sieht man sie auf Eis­schol­len lie­gend oder im Was­ser schwim­mend und mit etwas Glück kann man sich den Bar­t­ro­bben auf Sval­bard auch gut annä­hern.

Bartrobbe

Eine gro­ße Wurst mit Kopf ist wahr­schein­lich eine Bar­t­ro­bbe (Hier: Fjor­ten­de Juli­buk­ta).

Beschrei­bung: Län­ge bis 2,5m, Gewicht bis über 300 kg, in Ein­zel­fäl­len (Weib­chen im Früh­ling) bis über 400 kg. Die Bar­t­ro­bbe ist die zweit­größ­te Rob­ben­art der Ark­tis nach dem Wal­ross. Das Weib­chen ist gering­fü­gig grö­ßer als das Männ­chen, das Geschlecht ist für nicht-Fach­leu­te aber nicht erkenn­bar. Man erkennt Bar­t­ro­bben am bes­ten an den Pro­por­tio­nen: Eine gro­ße, kan­ti­ge Wurst, die an bei­den Enden fett ist und an einem Ende einen klei­nen Kopf hat, ist eine Bar­t­ro­bbe. Kräf­tig aus­ge­präg­ter Schnurr­bart. Bar­t­ro­bben sieht man meist ein­zeln auf Eis­schol­len lie­gen, gele­gent­lich auch zu zweit, aber nie in grö­ße­rer Anzahl und prak­tisch nie an Land, son­dern ent­we­der schwim­mend oder auf Eis.

Verbreitung/Zugverhalten: Bar­t­ro­bben kom­men in vie­len Regio­nen rund um die Ark­tis vor, sie bevor­zu­gen recht fla­che, küs­ten­na­he Gewäs­ser mit Treib­eis, oft Fjor­de mit Glet­scher­fron­ten. Sie sind das gan­ze Jahr über in den Gewäs­sern um Sval­bard.

Bio­lo­gi­sches: Der Fell­wech­sel erfolgt über den größ­ten Teil des Jah­res ver­teilt, ver­stärkt aber im Juni nach der Paa­rungs­zeit. Bar­t­ro­bben fres­sen so gut wie alles, was am Mee­res­grund lebt, wie Muscheln, Krab­ben, Kreb­se, Tin­ten­fisch, Fisch und alles, was am und im Mee­res­grund sonst noch so kreucht und fleucht. Die Bart­haa­re sind ein emp­find­li­ches Tast­or­gan und hel­fen bei der Nah­rungs­su­che, die meist in Tie­fen von bis zu 200 Metern erfolgt. Vie­le Bar­t­ro­bben been­den ihr Leben als Eis­bä­ren­fut­ter, aber auch Orkas, Grön­land­haie und Wal­ros­se mit etwas abnor­ma­lem Spei­se­ver­hal­ten gehö­ren zu den natür­li­chen Fein­den.

Die Geburt erfolgt auf Eis­schol­len Anfang Mai, und schon nach weni­gen Stun­den ist das 1,3 m gro­ße, 33 kg schwe­re Rob­ben­ba­by schwimm­fä­hig. Zunächst leben die Jung­tie­re von etwa 8 Litern Mut­ter­milch am Tag, die etwa 50% Fett­ge­halt hat, so dass die Gewichts­zu­nah­me am Tag über 3 kg beträgt. Nach ca 3 Wochen kön­nen Rob­ben selbst tau­chen und auf Nah­rungs­su­che gehen. Zu die­ser Zeit erfolgt die erneu­te Paa­rung. Eine Bar­t­ro­bbe kann 20-25 Jah­re alt wer­den.

Sons­ti­ges: Frü­her wur­den Bar­t­ro­bben vor allem in Sval­bard und der rus­si­schen Ark­tis zu über 10 000 Tie­ren pro Jahr gejagt. Schutz­be­stim­mun­gen und wirt­schaft­li­che Grün­de haben die­sem star­ken Jagd­druck jedoch ein Ende berei­tet. Außer­halb der Schutz­ge­bie­te sowie der Brut­sai­son darf die Bar­t­ro­bbe in Sval­bard auch heu­te noch gejagt wer­den (mit Jagd­schein, ver­steht sich), Rob­ben­fleisch fin­det, wie auch in Grön­land, vor allem als Hun­de­fut­ter Ver­wen­dung. Da man mit Bar­t­ro­bben aber kei­ne Motor­schlit­ten betan­ken kann, hält die Jagd sich in ziem­lich engen Gren­zen. 

Bartrobbe

Ein extrem sel­te­ner Anblick: Bar­t­ro­bbe an Land, gese­hen in Mus­ham­na am 8.8.2018

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Letzte Änderung: 06. September 2018 · Copyright: Rolf Stange
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