spitzbergen-3
fb  de  en  
Marker

Bjørne Øer

360°-Panoramen

Die Bjørne Øer („Bäreninseln“, grönländisch: Nanut Qeqertait) liegen im Nordosten des Milne Landes an einer Art Fjordkreuzung: Dort befindet sich der Übergang vom breiten, mittleren Scoresbysund (Hall Bredning) zu den schmaleren, inneren Fjorden, Øfjord (Ikâsakajik) und Nordvestfjord (Kangertertivarmit Kangertivat).

Die Bjørneøer sind eine wunderbar schöne, beeindruckende Inselwelt für sich. In Anbetracht der Größe der umliegenden Landschaft könnte man in Versuchung kommen, sie als „kleine Inselgruppe“ zu bezeichnen, aber klein sind sie wahrlich nicht. Neun Inseln sind es, von denen die größte über 10 Kilometer lang und bis zu 440 m hoch, aber sehr schmal ist. Damit ist sie ein langer, scharfer, während der Eiszeit von Gletschern zurechtgeschliffener und danach im Meer ertrunkener Gebirgsgrat aus hartem, altem Kristallingestein. Wer gut zu Fuß ist, eventuell auch mithilfe von Sicherungstechnik steilen Fels erklimmen kann, kann dort fantastische Ausblicke haben, aber so hoch muss man gar nicht hinaus, um grandiose Blicke in die nah und fern gelegene Landschaft genießen zu können.

Heute sind die Bjørneøer natürlich unbewohnt, aber das war nicht immer so. Frühere Bewohner wurden nicht von der schönen Aussicht angelockt, sondern von guten Jagdmöglichkeiten, und die haben sicher damit zu tun, dass Strömungen in der Nähe der Inseln das Wasser stellenweise auch im Winter offen halten („Polynya“), was natürlich eine Menge Tiere anzieht, die den Zugang sowohl zum Wasser als auch zur Luft brauchen, wie Robben und Narwale sowie Eisbären, die dort auf Robbenjagd gehen. Von diesen frühen Bewohnern sind stellenweise noch unscheinbare Reste ihrer Wohnplätze zu sehen.

Die Gewässer sind weitestgehend unvermessen, aber zumindest kleine Schiffe können sehr gute Ankerplätze finden. Jyttes Havn am westlichen Ende der Bjørneøer ist ein sehr schöner Naturhafen und ein Lieblings-Ankerplatz für weitgereiste Polarfahrer wie Arved Fuchs, der mit seiner Dagmar Aaen schon dort war, und Heimir Harðarson, einem mit allen Wassern gewaschenen Seefahrer aus Húsavík in Island, der mit seinen Schiffen Hildur und Ópal immer wieder gerne dort ist.

Panoramen

Zurück

Letzte Änderung: 02. Januar 2014 · Copyright: Rolf Stange
css.php