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Monats-Archiv: März 2018 − News & Stories


140 Wohn­ein­hei­ten in Lon­gye­ar­by­en müs­sen wohl dem Lawi­nen­schutz wei­chen

Umfang­rei­che Bau­maß­nah­men zum Lawi­nen­schutz wer­den Lon­gye­ar­by­ens Stadt­bild in den nächs­ten Jah­ren ver­mut­lich stark ver­än­dern. Das ergab eine Stu­die, die das NVE (Nor­we­gi­sche Behör­de für Ener­gie und Was­ser) Mit­te März her­aus­gab. Danach wird die Bebau­ung im öst­li­chen Teil von Lon­gye­ar­by­en als deut­lich stär­ker gefähr­det ein­ge­stuft als bis­her ange­nom­men.

SGefährdungszonen Longyearbyen

Gefähr­dungs­zo­nen nach der Wahr­schein­lich­keit einer Lawi­ne ein­mal in 100 Jah­ren (rote Zone), ein­mal in 1000 Jah­ren (oran­ge Zone) und ein­mal in 5000 Jah­ren (gel­be Zone).
Gra­fik: NVE

Laut NVE-Bericht reicht die Gefah­ren­zo­ne fast bis ins Zen­trum, so dass ins­ge­samt mög­li­cher­wei­se Dut­zen­de Gebäu­de mit 140 Woh­nun­gen abge­ris­sen wer­den müs­sen. Als Schutz­maß­nah­me wird emp­foh­len, einen zehn bis fünf­zehn Meter hohen Auf­fang­wall zu bau­en. Wo genau der Wall ste­hen soll und wel­che Häu­ser im Ein­zel­nen vom Abriss betrof­fen sind, ist noch unklar. Wahr­schein­lich wird der Wall sich über die Wege 230 und 228 bis zum Hil­mar Reks­tens Vei erstre­cken.

Etwas ober­halb des Walls sol­len zusätz­lich am Fuße des Ber­ges Suk­ker­top­pen meh­re­re „Brems­ke­gel“ ange­bracht wer­den, die die Ener­gie einer Lawi­ne ver­rin­gern kön­nen. Die „Brems­ke­gel“ sol­len jeweils zehn Meter breit und acht Meter hoch sein.

Zusam­men mit dem Bau neu­er Wohn­ein­hei­ten sowie einer geplan­ten Siche­rung vor Schlamm­la­wi­nen am Vann­led­nings­da­len wer­den die Bau­maß­nah­men wahr­schein­lich min­des­tens 100 Mil­lio­nen Nor­we­gi­sche Kro­nen (rund 10 Mil­lio­nen Euro) kos­ten. Sie sol­len inner­halb der nächs­ten drei Jah­re umge­setzt wer­den.

In den letz­ten Jah­ren sind meh­re­re Häu­ser in Lon­gye­ar­by­en von Lawi­nen getrof­fen wor­den. Im Dezem­ber 2015 ereig­ne­te sich ein schwe­res Lawi­nen­un­glück vom Berg Suk­ker­top­pen, bei dem ein 42jähriger Mann und ein zwei­jäh­ri­ges Mäd­chen star­ben. Das Unglück präg­te die Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner Lon­gye­ar­by­ens auf trau­ma­ti­sche Wei­se und zwang Behör­den und Poli­tik zum Han­deln. Die poli­ti­schen Reak­tio­nen brau­chen aller­dings Zeit, was vor Ort für Frus­tra­ti­on sorgt, immer­hin müs­sen vie­le Ein­woh­ner nun jeden Win­ter ihre Woh­nun­gen über Mona­te zwangs­wei­se ver­las­sen.

Lawinenunglück 19.12.2015

Bei dem Lawi­nen­un­glück am 19.12.2015 wur­den Häu­ser um bis zu 80 Meter ver­scho­ben.

Quel­le: Sval­bard­pos­ten, NVE

Die neu­en Spitz­ber­gen-Post­kar­ten sind da (limi­tier­te Auf­la­ge)!

Sehn­sucht nach der Ark­tis? Oder end­lich mal den Traum von einer Rei­se nach Spitz­ber­gen ver­wirk­li­chen? Dann ist es Zeit, einen Freund oder eine Freun­din von einer Rei­se nach Spitz­ber­gen zu über­zeu­gen, am bes­ten mit einer Post­kar­te, die die Sehn­sucht nach der Ark­tis erst so rich­tig weckt. Eine Eis­bä­ren­mut­ter, die mit ihrem Jun­gen spielt, ein herz­haft gäh­nen­der Eis­fuchs und natür­lich fas­zi­nie­ren­de Land­schaf­ten aus Eis und Fels – das und noch viel mehr tol­le Moti­ve gibt es auf zwölf neu­en Spitz­ber­gen-Post­kar­ten. Ein Satz Post­kar­ten kos­tet 10 € und die Auf­la­ge ist begrenzt!
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Spitzbergen-Postkarten

Machen Lust auf Ark­tis: Die neu­en Spitz­ber­gen-Post­kar­ten!

Kos­me­tik­res­te in Fischen gefun­den

For­scher aus Trom­sø haben Sil­o­xa­ne in der Leber von Fischen gefun­den, die vor Spitz­ber­gen gefan­gen wur­den. Sil­o­xa­ne sind Bau­stei­ne für Sili­kon­pro­duk­te und die­nen dazu, Kos­me­tik glatt und geschmei­dig zu machen. Sil­o­xa­ne kom­men in nahe­zu allen Kos­me­tik- und Haut­pfle­ge­pro­duk­ten vor. Beim Waschen oder Duschen gelan­gen Sil­o­xa­ne in den Was­ser­kreis­lauf und lan­den schließ­lich im Meer, wo sie sich u.a. in der Leber von Fischen fest­set­zen.

Auch für Men­schen sind die­se Stof­fe nicht unge­fähr­lich. Stu­di­en wei­sen dar­auf hin, dass die D4-Vari­an­te von Sil­o­xan die Frucht­bar­keit beein­träch­ti­gen kann.

Quel­le: NRK, Umwelt­bun­des­amt

Son­nen­fest in Lon­gye­ar­by­en, neue Plä­ne für Sveagru­va, Pata­go­ni­en unter Segeln im Blog

In Lon­gye­ar­by­en wur­de tra­di­tio­nell am Don­ners­tag (08. März) das Son­nen­fest (nor­we­gisch: sol­fest) gefei­ert. An die­sem Tag erscheint die Son­ne zum ers­ten Mal nach mehr­mo­na­ti­ger Polar­nacht wie­der über den Ber­gen, so dass man sie von Lon­gye­ar­by­en aus sehen kann. Zwar nur für ein paar Augen­bli­cke und nur, wenn das Wet­ter gut ist, aber das ist mehr als Grund genug für eine schö­ne Fei­er, tra­di­tio­nell beglei­tet von diver­sen kul­tu­rel­len Ver­an­stal­tun­gen. Die­ses Mal war kei­ne Wol­ke am Him­mel, so dass die Fei­ern­den die Son­nen­strah­len im Gesicht voll genie­ßen konn­ten!

Sonnenfest Longyearbyen

Son­nen­fest in Lon­gye­ar­by­en

Unter­des­sen über­le­gen ein paar von den „alten Jungs“ um den frü­he­ren Store-Nor­ske-Chef Robert Her­man­sen, ob die offi­zi­ell schon auf­ge­ge­be­ne Koh­le­berg­bau­sied­lung Sveagru­va nicht doch noch eine Zukunft für die Berg­leu­te hat. Die Poli­tik hat­te bereits schnell geäu­ßerst, von der­ar­ti­gen Plä­nen nichts zu hal­ten. Es wird sicher noch viel gere­det wer­den.

Unter­des­sen wer­den Kof­fer gepackt und Segel gesetzt: am Sonn­tag (11. März) beginnt unse­re Rei­se „Pata­go­ni­en unter Segeln“ mit der SY Anne-Mar­ga­re­tha. Natür­lich wird es wie­der einen Rei­se­b­log geben! Und zwar auf antarktis.net.

Patagonien Segeln mit Anne-Margaretha

„Pata­go­ni­en unter Segeln“ beginnt am Sonn­tag und bald dar­auf auch der Rei­se­b­log auf antarktis.net.

Woh­nungs­markt in Lon­gye­ar­by­en: Knapp­heit, Leer­stand & Airbnb

Lon­gye­ar­by­en ist schon ein merk­wür­di­ges Ört­chen. Das klei­ne Städt­chen mit sei­nen gut 2500 Ein­woh­nern zieht vie­le kurz­zei­ti­ge und sai­so­na­le Arbeits­kräf­te an. Nicht nur der Tou­ris­mus spielt dabei eine Rol­le, son­dern auch die Bau- und Hand­werks­bran­che und ande­re Betrie­be, die immer mal für kür­ze­re Zeit Mit­ar­bei­ter brau­chen. Vie­le Betrie­be haben Pro­ble­me, in der wich­ti­gen Tou­ris­mus-Win­ter­sai­son, die nun voll im Gan­ge ist, Unter­künf­te für ihre sai­so­na­len Mit­ar­bei­ter zu fin­den. Grö­ße­re Fir­men sowie öffent­li­che Arbeit­ge­ber wie Uni (UNIS)/Polarinstitut, Sys­sel­mann und Stadt­ver­wal­tung haben gleich einen eige­nen Woh­nungs­park für ihre Mit­ar­bei­ter, um über­haupt Arbeits­kräf­te zu bekom­men.

In den letz­ten Jah­ren sind die Prei­se für Kauf und Mie­te kräf­tig gestie­gen, was ganz vor­ne weg mit den nun regel­mä­ßi­gen Sper­run­gen gan­zer Stra­ßen­zü­ge über Mona­te hin­weg wegen Lawi­nen­ge­fahr zu tun hat.

Wie auch an vie­len ande­ren Orten im Woh­nungs­markt, hat wohl so man­cher Eigen­tü­mer nun Dol­lar­zei­chen in den Augen blin­ken. Eine gan­ze Rei­he von Woh­nun­gen wird über Airbnb kurz­zei­tig und lukra­tiv an Tou­ris­ten ver­mie­tet. Natür­lich ist das für die Nut­zer ein schö­nes Ange­bot, und dar­un­ter wird manch eine Fir­men­woh­nung sein, die nur zeit­wei­se von Mit­ar­bei­tern genutzt wird und dazwi­schen wird eben die Kas­se ein wenig auf­ge­bes­sert. Ande­re Woh­nun­gen sol­len aber aus­schließ­lich via Airbnb ver­mie­tet wer­den und sind damit dem loka­len Woh­nungs­markt ent­zo­gen, was natür­lich kräf­tig dis­ku­tiert und kri­ti­siert wird.

Einer der gro­ßen Woh­nungs­eig­ner in Lon­gye­ar­by­en, die Fest­lands­fir­ma Lon­gye­ar­by­en Boli­gei­en­dom, hat­te 2012 für 37 Mil­lio­nen Kro­nen (damals etwa 4,8 Mil­lio­nen Euro) sie­ben Gebäu­de gekauft. Damals wur­den die Mie­ten direkt um 45 % erhöht. Nun sol­len von die­sen sie­ben Häu­sern fünf mit 84 Woh­nun­gen ver­kauft wer­den. Lon­gye­ar­by­en Boli­gei­en­dom will dafür 77 Mil­lio­nen Kro­nen haben. Zwar hat die Fir­ma nach eige­nen Anga­ben einen erheb­li­chen Betrag in Reno­vie­rung und Instand­hal­tung inves­tiert, dem aber Miet­ein­künf­te gegen­über­ste­hen. Unterm Strich kann nach erfolg­rei­chem Ver­kauf ein Gewinn nicht weit von 100 % der Inves­ti­ti­on ste­hen. Die bei­den Gebäu­de, die zunächst nicht ver­kauft wer­den, sind im lawi­nen­ge­fähr­de­ten Bereich. Hier wird wohl erst mal abge­war­tet, ob die Hän­ge tech­nisch gesi­chert wer­den. Der­zeit dürf­ten die­se Adres­sen kaum ren­ta­bel ver­käuf­lich sein.

Longyearbyen Wohnungsmarkt

Kei­ne Woh­nung in Lon­gye­ar­by­en? Dumm gelau­fen!

Für Unmut sorg­te die Nach­richt, dass die Stadt­ver­wal­tung in die­ser ange­spann­ten Gesamt­la­ge auf dem Woh­nungs­markt dut­zen­de von Woh­nun­gen hat, die seit Mona­ten leer­ste­hen. Dabei geht es um 24 Woh­nun­gen, die erst 2017 mit erheb­li­chen Mit­teln reno­viert wur­den. Sie ste­hen im unte­ren Bereich von Weg 222 und damit zumin­dest rand­lich in der lawi­nen­ge­fähr­de­ten Zone. Die Stadt­ver­wal­tung hat sich nun dahin­ge­hend geäu­ßert, dass sie die Woh­nun­gen auch nicht für kür­ze­re Zeit ver­mie­ten will, solan­ge nicht bekannt ist, was für Lawi­nen­si­che­run­gen even­tu­ell gebaut wer­den, wann und wie und wo und was das für Kon­se­quen­zen für die Bau­mas­se hat. Die­ser Pro­zess, die Lawi­nen­si­che­rung, wird bereits seit Jah­ren dis­ku­tiert, und man darf gespannt sein, wann ent­spre­chen­de Maß­nah­men ergrif­fen wer­den. Zudem kommt wei­te­rer, erheb­li­cher Sanie­rungs­be­darf im Bereich der Fun­da­men­te. Den­noch könn­ten die Woh­nun­gen ver­mie­tet wer­den. Dass das nicht geschieht, ist eine poli­ti­sche Ent­schei­dung, die lokal stark kri­ti­siert wird in Zei­ten, in denen ande­re ver­zwei­felt nach Unter­künf­ten für sich selsbt oder für Mit­ar­bei­ter suchen.

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News-Auflistung generiert am 28. Oktober 2021 um 11:41:09 Uhr (GMT+1)
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