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Monats-Archiv: August 2009 − News & Stories


CO2-Lagerung im Adventdalen

Die Idee, Spitzbergen mittelfristig »CO2-frei« zu betreiben, indem Kohlendioxid aus dem Kohlekraftwerk von Longyearbyen abgeschieden und in porösen Sandsteinschichten gelagert wird, hat bereits mehrfache Rückschläge erhalten, wird aber weiter vorangetrieben. Nachdem mehrere Erkundungsbohrungen wegen technischer Probleme abgebrochen werden mussten, soll jetzt ein vierter Versuch gestartet werden, um in einer Tiefe von einigen hundert Metern im Adventdalen, östlich von Longyearbyen, zur Lagerung von CO2 geeignete Gesteinsschichten zu finden.

Bei der alten Nordlichtstation im Adventdalen soll nun wieder gebohrt werden.

Quelle: Svalbardposten

Arktischer Ozean möglicherweise schon 2030 saisonal eisfrei

Seit etwa 15 Millionen Jahren gibt es auf dem arktischen Ozean das ganze Jahr über eine Eisdecke. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass um das Jahr 2030 herum das erdgeschichtlich junge Ökosystem des mehrjährigen Packeises verloren gegangen sein kann: Es steht zu erwarten, dass der arktische Ozean dann im Sommer komplett eisfrei wird, so dass sich nur noch in der kalten Jahreszeit eine saisonale Eisdecke bilden kann.

Am arktischen Eis nagt der Zahn des Klimawandels

Quelle: Nalân Koç, norwegisches Polarinstitut

Betretungsverbot für Karsthöhlen

Karsthöhlen bilden sich durch Wasser in löslichen Gesteinen wie Kalk, bekannt sind sie als Tropfsteinhöhlen. Das DN (norwegisches Direktorat für Naturverwaltung), bekannt für allerlei erstaunliche Regulierungswutanfälle, hat vorgeschlagen, das Betreten von Karsthöhlen auf Spitzbergen zu verbieten. Dass bislang auf Spitzbergen gar keine Karsthöhlen bekannt sind, stört dabei nicht weiter. Aber wenn man eine fände, dann wäre sie so interessant und wertvoll, dass man gut von vornherein allen verbieten kann, hineinzugehen.

Alte Grube für Marmor, ein kristallines Karbonatgestein, im Kongsfjord.
Könnte ja auch eine Höhle sein, wer weiß das schon so genau?

Quelle: Svalbardposten

Schiffsunglück bei Bjørnøya IV

Das am 11. Mai bei der Bjørnøya auf Grund gelaufene russischen Kühlschiff Petrozavodsk stellt seit dem 05. August keine nennenswerte Umweltgefahr mehr dar: sämtliche Ölderivate (Diesel, Schmieröl), insgesamt 36.000 Liter, sind mittlerweile abgepumpt worden. Kleinere, zuvor ausgetretene Mengen haben nach Ansicht von Feldbiologen keinen Schaden angerichtet. Hurra!

Was künftig mit dem Wrack passiert, ist noch ungeklärt.

Abpumparbeiten am Wrack der Petrozavodsk. Foto © Kystverket

Quelle: Kystverket

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News-Auflistung generiert am 22. März 2017 um 22:18:45 Uhr (GMT+1)
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