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Monats-Archiv: März 2021 − News & Stories


Lon­gye­ar­by­en: Orts­tei­le wegen Lawi­nen­ge­fahr eva­ku­iert

Die Wet­ter­vor­her­sa­ge für Lon­gye­ar­by­en ver­spricht viel Wind aus Süd­ost, was an das schwe­re Lawi­nen­un­glück vom Dezem­ber 2015 erin­nert, bei dem zwei Men­schen in ihren Häu­sern ums Leben kamen.

Lawinengefahr: Evakuierungen in Longyearbyen

Die ab Sams­tag 8 Uhr „ver­bo­te­ne“ Zone im Orts­teil Lia, unter dem Suk­ker­top­pen. Die in der roten Zone lie­gen­den Gebäu­de wur­den durch die Lawi­ne im Dezem­ber 2015 zer­stört.
Kar­te © Nor­sk Polar­in­sti­tutt / Sys­sel­man­nen på Sval­bard.

Der Sys­sel­man­nen hat reagiert und für poten­zi­ell gfähr­der­te Orts­tei­le eine Eva­ku­ie­rung ange­ord­net. Betrof­fen sind die Häu­ser in Nyby­en, die auf Ost­sei­te der Stra­ße lie­gen, also zum Berg hin, sowie die unte­ren Hän­ge des Suk­ker­top­pen beim Orts­teil Lia (die schö­nen, bun­ten Holz­häu­ser mit den Spitz­dä­chern). Dort stan­den auch die Häu­ser, die kurz vor Weih­nach­ten 2015 durch die Lawi­ne zer­stört wur­den.

Die betrof­fe­nen Berei­che müs­sen bis Sams­tag früh 8 Uhr ver­las­sen sein und dür­fen bis auf Wei­te­res nicht betre­ten wer­den. Wer nicht pri­vat eine neue Unter­kunft orga­ni­sie­ren kann, kann sich an die Gemein­de­ver­wal­tung wen­den. Da Lon­gye­ar­by­en coro­nabe­dingt einen gewis­sen, nicht genau quan­ti­fi­zier­ba­ren Ein­woh­ner­schwund hat und es Platz in Hotels und Stu­den­ten­un­ter­künf­ten gibt, soll­te es jedoch nicht zu aku­ten Schwie­rig­kei­ten bei der Unter­brin­gung Betrof­fe­ner kom­men.

Lawinengefahr: Evakuierungen in Longyearbyen

Die ab Sams­tag 8 Uhr „ver­bo­te­ne“ Zone im obe­ren Orts­teil Nyby­en.
Kar­te © Nor­sk Polar­in­sti­tutt / Sys­sel­man­nen på Sval­bard.

Der Sys­sel­mann­nen erin­nert dar­an, dass auch im Gelän­de hohe Lawi­nen­ge­fahr herrscht. Die nor­we­gi­sche Lawi­nen­warn­sei­te Varsom.no weist für das Nor­dens­kiöld Land Stu­fe 3 („bedeu­ten­de Lawi­nen­ge­fahr“) aus.

Lon­gye­ar­by­en wird geimpft

Die nor­we­gi­sche Regie­rung hat ange­kün­digt, Spitz­ber­gen bei den Coro­na-Imp­fun­gen zu prio­ri­sie­ren. Hin­ter­grund ist, dass ein loka­ler Aus­bruch auf­grund der Ent­fer­nung zum Fest­land die Bereit­schafts- und Ret­tungs­diens­te stark belas­ten wür­de. Das Kran­ken­haus in Lon­gye­ar­by­en bie­tet nur eine medi­zi­ni­sche Grund­ver­sor­gung, Covid-19-Pati­en­ten müss­ten nach Trom­sø geflo­gen wer­den.

Corona-Krise: Longyearbyen wird geimpft

Das Kran­ken­haus Lon­gye­ar­by­en bie­tet nur eine medi­zi­ni­sche Basis­ver­sor­gung und wäre bei einem Coro­na-Aus­fall schnell über­for­dert.
Daher soll Spitz­ber­gen nun prio­ri­tär geimpft wer­den.

Zunächst wer­den in Lon­gye­ar­by­en alle Bewoh­ner ab 45 geimpft. Die Imp­fun­gen, die sich aus der Prio­ri­sie­rung Spitz­ber­gens erge­ben, sol­len noch im März begin­nen. Nach dem regu­lä­ren, lan­des­wei­ten Impf­plan wur­de bereits eine grö­ße­re Zahl älte­rer Men­schen geimpft.

Ver­bes­ser­te Neu­auf­la­ge: Scores­by­sund Hot Dogs – Hun­de­schlit­ten­fahr­ten auf der Rück­sei­te von Grön­land

Schö­ner, bun­ter, bes­ser, neu­er ist sie, die Neu­auf­la­ge von Scores­by­sund Hot Dogs – Hun­de­schlit­ten­fahr­ten auf der Rück­sei­te von Grön­land.

Die lebens­na­he Erzäh­lung von einem, der aus­zog, um in Ost­grön­land das Hun­de­schlit­ten­fah­ren zu ler­nen und nicht nur das eini­ger­ma­ßen erfolg­reich tat, son­dern auch viel dar­über hin­aus über Grön­land erfuhr, bringt Lesen­de zuver­läs­sig hier zum Schmun­zeln und dort viel­leicht auch zu Nach­den­ken. Unter­halt­sam-span­nen­de Erzäh­lun­gen von vie­len Tou­ren in Grön­lands gran­dio­ser Natur mit dem schöns­ten Fort­be­we­gungs­mit­tel, das es dazu gibt! Infor­ma­ti­ve Sei­ten über Hin­ter­grund­the­men wie „Grön­land – vor­ges­tern, ges­tern und heu­te“, „Der Grön­land­hai“, das „Grön­land-Koch­buch“ und „Jagd in Grön­land“ feh­len genau so wenig wie vie­le ein­drück­li­che Fotos, Comic­zeich­nun­gen von Sabi­ne For­mel­la und Kar­ten­skiz­zen.

Was ist nun neu? Die Fotos sind viiieeel bes­ser. Mehr, grö­ßer, bes­ser. Han­del­te es sich bei der ers­ten Aus­sa­ge über­wie­gend um klei­ne Schwarz­weiß­fo­tos, mehr schwarz als weiß, sowie zu weni­ge und meist zu dun­kel gedruck­te Farb­fo­tos, gibt es nun inge­samt mehr und grö­ße­re und qua­li­ta­tiv deut­lich ver­bes­ser­te Farb­bil­der. Sämt­li­che Schwarz­weiß­fo­tos wur­den über­ar­bei­tet und in Far­be über­nom­men. In der Zeit seit 2006 habe ich ja doch ein klein wenig gelernt über Bild­be­ar­bei­tung, irgend­wo für muss das ja gut sein 😉

Im Hin­ter­kopf hat­te ich eine sol­che Über­ar­bei­tung schon lan­ge. Der Vor­trag am Mitt­woch (17.3.), in dem ich die Geschich­te der „Scores­by­sund Hot Dogs“ in der Rei­he „Der ark­ti­sche Mitt­woch“ auf­ge­grif­fen habe, war nun ein guter Anlass, das end­lich mal anzu­ge­hen.

Aktu­ell (Frei­tag, 19.3.) rotie­ren in der Dru­cke­rei noch die Wal­zen, in ein paar Tagen wird aus­ge­lie­fert. Bestellt wer­den kann ab sofort. Hier kli­cken für wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Bestel­lung: Scores­by­sund Hot Dogs (über­ar­bei­te­te Neu­auf­la­ge März 2021).

Car­pe canem – auf geht’s! 🙂

Spitz­ber­gen mit der Anti­gua 30.5.-7.6.2021 fällt wegen Coro­na aus

Das Coro­na-Jam­mer­tal scheint kein Ende neh­men zu wol­len: Die frü­he Spitz­ber­gen­fahrt mit der Anti­gua vom 30. Mai bis zum 7. Juni 2021 fällt coro­nabe­dingt aus. Die ange­mel­de­ten Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer wer­den zeit­nah von der Geo­gra­phi­schen Rei­se­ge­sell­schaft (Uwe Maaß) kon­tak­tiert.

Damit fan­gen die Rei­se­aus­fäl­le nun an, ins zwei­te Jahr zu gehen. Es ist ein Trau­er­spiel – was soll man sagen, ich habe kei­ne wei­te­ren, pas­sen­den Wor­te.

Antigua an der Eiskante, Spitzbergen

Hof­fen wir auf eine mög­lichst zeit­na­he erfreu­li­che Ent­wick­lung, damit wir bald wie­der so kön­nen, wie wir wol­len.

P.S. Man kann nur ver­su­chen, aus jeder Zeit das Bes­te zu machen – das tun wir mit der Online-Vor­trags­rei­he „Der ark­ti­sche Mitt­woch“, die ab dem 17.3. in die zwei­te Serie geht!

Online-Vor­trä­ge: „Der ark­ti­sche Mitt­woch“ – zwei­te Serie!

Unse­re online-Vor­trags­rei­he „Der ark­ti­sche Mitt­woch“ kam mit­samt Zuga­be so gut an, dass wir gleich wei­ter­ma­chen! Am 17.3. geht es mit einer sechs­tei­li­gen Serie von Ark­tis-online-Vor­trä­gen wei­ter. Wie­der haben Bir­git Lutz und ich, Rolf Stan­ge, uns sechs span­nen­de The­men aus­ge­sucht, um Euch an sechs Aben­den in die Ark­tis zu ent­füh­ren.

Der arktische Mittwoch: 6 arktische Themenvorträge mit Rolf Stange und Birgit Lutz

Der ark­ti­sche Mitt­woch: 6 ark­ti­sche The­men­vor­trä­ge.

Es gibt sechs Ter­mi­ne. Ihr könnt die Vor­trä­ge jeweils ein­zeln buchen (hier geht es zur Über­sicht) oder gleich alle sechs im 6er-Abo oder ein 3er-Abo für drei Aben­de nach frei­er Wahl (die Zuga­be mit Tho­mas Ulrich ist in den Abo-Vari­an­ten nicht mit ein­ge­schlos­sen).

Die The­men

Kli­cken auf das The­ma öff­net die Sei­te, auf der der jewei­li­ge Vor­trag ein­zeln buch­bar ist.

  • 24.3., Bir­git Lutz: Sanf­te Wild­nis – Ski­tour durch die nord­nor­we­gi­sche Finn­mark.
    2015 hat Bir­git die Finn­mark mit vier Freun­den durch­quert, auf Ski­ern mit dem Zelt. Die 100 Kilo­me­ter lan­ge Tour führ­te von Alta bis nach Karas­jok, über gefro­re­ne Seen durch das Land der Samen. Bir­git gibt uns einen Ein­blick in ihre Vor­be­rei­tung und ihr Equip­ment, das sie auch am Nord­pol ver­wen­de­te, und nimmt uns dann mit, quer durch die­sen wun­der­ba­ren Land­strich, zu feu­ri­gen Son­nen­un­ter­gän­gen und heu­len­den Stür­men. Nicht nur um die Natur wird es hier gehen, son­dern auch um die Samen und eini­ge Geschich­ten, die die Deut­schen in die­se Land­schaft geschrie­ben haben.
  • 31.3., Rolf Stan­ge & Kris­ti­na Hoch­auf-Stan­ge: Ark­ti­sche Tier­welt – Ren­tier und Eis­bär
    Jeder Spitz­ber­gen­rei­sen­de begeis­tert sich für die Tier­welt der Ark­tis, und die Tier­welt stand unter den The­men­wün­schen hoch auf der Lis­te. Das Spitz­ber­gen­ren­tier ist eine ganz eige­ne Unter­art, dem man nicht nur in der Wild­nis begeg­net, son­dern regel­mä­ßig auch in Lon­gye­ar­by­en auf dem Weg zum Super­markt. Kris­ti­na Hoch­auf-Stan­ge hat Spitz­ber­gens Ren­tie­re seit vie­len Jah­ren beson­ders ins Herz geschlos­sen und weiß viel Hin­ter­grün­di­ges zu ihnen zu erzäh­len.
    Eis­bä­ren begeg­net man lie­ber nicht über­ra­schend im Ort, aber natür­lich ist der König der Ark­tis eine Iko­ne des hohen Nor­dens, sei­ner Natur und heu­te lei­der auch des Kli­ma­wan­dels. Rolf Stan­ge hat in über einem Vier­tel­jahr­hun­dert vie­le hun­dert Eis­bä­ren gese­hen und weiß viel aus dem Leben die­ser Tie­re und von span­nen­den Begeg­nun­gen zu erzäh­len.
Der arktische Mittwoch: 6 arktische Themenvorträge mit Rolf Stange und Birgit Lutz

Der Win­ter in der Finn­mark mit Ski und Zelt, die ark­ti­sche Tier­welt und Island
ste­hen im Mit­tel­punkt bei den Vor­trä­gen am 24.3. mit Bir­git, am 31.3. mit Kris­ti­na und Rolf und am 7.4. mit Hen­ry Páll Wul­ff.
Der ark­ti­sche Mitt­woch: Eine Rei­he von Rolf Stan­ge und Bir­git Lutz ab 17.3.

  • 7.4., Hen­ry Páll Wul­ff: Mys­tisch, bezau­bernd und heiß: Island und sei­ne Vul­ka­ne.
    Wenn von Island die Rede ist, denkt man an Feu­er und Eis. Tau­chen Sie mit Hen­ry Páll Wul­ff ein in die magi­sche Welt bro­deln­der Schlamm­töp­fe, damp­fen­der Fuma­ro­len und schwe­fel­gel­ber Solfa­ta­ren. Vom Aus­bruch des unaus­sprech­li­chen Eyjaf­ja­ll­jö­kull zum far­ben­fro­hen Hoch­tem­pe­ra­tur­ge­biet von Land­man­nal­au­gar zeigt die­ser Vor­trag die zahl­rei­chen und wun­der­schö­nen Facet­ten des Vul­ka­nis­mus in Island und nimmt sie mit auf eine Rei­se durch atem­be­rau­ben­de Land­schaf­ten und die mys­ti­sche Folk­lo­re des Lan­des.
  • 14.4., Rolf Stan­ge: Die Ost­küs­te – Geschichte(n) einer legen­dä­ren Spitz­ber­gen-Rou­te.
    Als ers­ter hat der bri­ti­sche Berg­stei­ger Mar­tin Con­way die­se Rou­te 1896 erschlos­sen und unter­wegs so man­che Über­ra­schung erlebt. Und was sei­ne Expe­di­ti­on mit dem dama­li­gen Hotel am Hotell­ne­set zu tun, ganz in der Nähe des heu­ti­gen Flug­ha­fens, und mit einem frü­hen Ver­such, den Horn­sund­tind zu bestei­gen? Die Stre­cke zur Ost­küs­te ist heu­te im Win­ter ein lan­ger, aber belieb­ter Tages­aus­flug für schlit­ten­mo­to­ri­sier­te Tou­ris­ten. Zu Fuß im Som­mer dau­ert die Tour rund zwei Wochen.
    Rolf Stan­ge kennt die Geschich­ten. Er ist Con­ways Spu­ren zur Ost­küs­te zwei­mal zu Fuß gefolgt und vie­le Male im ark­ti­schen Win­ter. Machen wir uns auf den Weg!
  • 21.4., Bir­git Lutz: Franz Joseph Land – die ver­ges­se­nen Inseln im Eis.
    Bir­git nimmt uns in die­sem Vor­trag mit in die ver­bor­ge­ne Insel­welt Franz Joseph Lands. 1873 von Carl Weyprecht und Juli­us Payer ent­deckt, sind die Inseln, die zum rus­si­schen Staats­ge­biet gehö­ren, heu­te nur schwer erreich­bar. Bir­git war mehr als zehn Mal in dem Archi­pel und wird uns mit­neh­men in die­se sehr beson­de­re Insel­welt, die abseits vom Golf­strom auch heu­te noch oft von Eis umschlos­sen ist. Sie wird erzäh­len von der Ent­de­ckung des Archi­pels und der wei­te­ren Erfor­schung und eini­gen Ver­su­chen, von Franz Joseph Land zum Nord­pol zu gelan­gen. Wie­der ein­mal vie­le Geschich­ten in einer!

Und am 28.4. die Zuga­be mit Tho­mas Ulrich:
Arc­tic Solo – wie aus Schei­tern ein Wei­ter­ge­hen wur­de

Für unse­re Zuga­be freu­en wir uns beson­ders, dass wir einen wirk­lich hoch­ka­rä­ti­gen Aben­teu­rer und Red­ner für uns gewin­nen konn­ten: Den Schwei­zer Tho­mas Ulrich! Hier kli­cken für wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­ser Zuga­be. Die­se ist nur ein­zeln buch­bar, nicht aber als Teil der Abos (3er oder 6er Abo).

Tho­mas Ulrich ist nicht nur ein packen­der und sehr authen­ti­scher Erzäh­ler. Er ist gleich­zei­tig einer der bes­ten Out­door-Foto­gra­fen und Kame­ra­män­ner der heu­ti­gen Zeit, arbei­te­te zum Bei­spiel als Kame­ra­mann für den Kino­film „Nord­wand“ und doku­men­tier­te eine Ever­est­be­stei­gung für das Schwei­zer Fern­se­hen – sein Ein­satz­ge­biet beginnt dort, wo alle ande­ren auf­hö­ren. Ulrichs Erzäh­lun­gen sind also auch immer von her­vor­ra­gen­den Bil­dern beglei­tet.

Sein Vor­trag Arc­tic Solo ist ein ech­tes Juwel – Tho­mas erzählt dar­in von sei­nem Ver­such aus dem Jahr 2006, von Russ­land aus über den Nord­pol nach Kana­da zu mar­schie­ren, 1800 Kilo­me­ter über den Ark­ti­schen Oze­an. Der Ver­such miss­lang spek­ta­ku­lär, tage­lang kämpf­te Ulrich auf einer zer­bre­chen­den Schol­le ums Über­le­ben … und nach der Rück­kehr in die Schweiz sah er sich vie­len Vor­wür­fen aus­ge­setzt. Unbe­irrt brach Ulrich aber schon ein Jahr danach zu einer neu­en Expe­di­ti­on auf: Zusam­men mit dem Nor­we­ger Bør­ge Ous­land lässt er sich am Nord­pol aus­set­zen und mar­schiert dann „Auf Nan­sens Spu­ren“ nach Franz Joseph Land, durch­quert die Insel­grup­pe und segelt vom süd­lichs­ten Kap nach Nor­we­gen. Für die­se Expe­di­ti­on wur­den Ulrich und Ous­land vom Natio­nal Geo­gra­phic Maga­zi­ne zu den „Aben­teu­rern des Jah­res“ gewählt. In die­sem Vor­trag erzählt Ulrich mit packen­den Fotos von die­sen bei­den Expe­di­tio­nen, blickt dar­auf zurück, wie sie sein wei­te­res Leben geprägt haben und gibt auch einen Ein­blick in sei­ne heu­ti­gen Pro­jek­te.

Son­ni­ges Son­nen­fest in Lon­gye­ar­by­en

Am 8. März wird in Lon­gye­ar­by­en tra­di­tio­nell das Son­nen­fest gefei­ert. An die­sem Tag ist die Son­ne zum ers­ten Mal nach der mehr­mo­na­ti­gen Polar­nacht im Ort wie­der sicht­bar, und zwar an der alten Kran­ken­haus­trep­pe unter­halb der Kir­che. Das Son­nen­fest (Sol­fest) wird nor­ma­ler­wei­se über meh­re­re Tage hin­weg mit einer Rei­he kul­tu­rel­ler Ereig­nis­se gefei­ert, deren Höhe­punkt das eigent­li­che Sol­fest ist, wenn die Son­ne mit­tags zum ers­ten Mal wie­der über die Ber­ge süd­lich des Ortes schaut.

Sonnenfest 2021 in Longyearbyen

Son­nen­fest 2021, am 8. März in Lon­gye­ar­by­en. Foto © Max Schwei­ger.

Max Schwei­ger ist in Lon­gye­ar­by­en vor Ort und so nett, ein paar Bil­der vom aktu­el­len Sol­fest zu tei­len.

Tat­säch­lich ist die Son­ne im unte­ren, küs­ten­na­hen Orts­teil Sjøs­kren­ten schon ein paar Tage frü­her sicht­bar, aber die­ser Orts­teil exis­tier­te nicht in jener Zeit, in der die Tra­di­ti­on mit dem Sol­fest ent­stand.

Der kul­tu­rel­le Anteil litt natür­lich die­ses Jahr stark unter der Coro­na-Pan­de­mie, was auch im dies­jäh­ri­gen Emblem des Son­nen­fes­tes zum Aus­druck kam. Das wird jedes Jahr neu aus Zeich­nun­gen aus­ge­wählt, die in Lon­gye­ar­by­ens Kin­der­gär­ten ent­ste­hen 🙂 der aktu­el­le Ent­wurf ist doch sehr pas­send.

Sonnenfest 2021 in Longyearbyen

Das dies­jäh­ri­ge Emblem für das Son­nen­fest. Foto © Max Schwei­ger.

Damit ist in Lon­gye­ar­by­en die Polar­nacht kul­tu­rell vor­bei, der Licht­win­ter und schließ­lich der Som­mer ste­hen vor der Tür. Mit ande­ren Wor­ten: Nach einer lan­gen, fins­te­ren Zeit wird es nun wie­der hell. Möge es für den Rest der Welt auch so sein!

Mar­gas Ark­tis-Fern­seh­tipps März

… Ark­tis-Fern­seh­tipps?

Ja, war­um nicht? Zumin­dest solan­ge wir von Coro­na, Lock­down und Rei­se­ein­schrän­kung geplagt sind, wird vie­len jeder gedank­li­che Aus­flug in den hohen Nor­den will­kom­men sein. Da ist natür­lich zunächst vor allem der am 17.3. begin­nen­de, zwei­te Teil der Vor­trags­se­rie „Der ark­ti­sche Mitt­woch“ von Bir­git Lutz und mir zu erwäh­nen und zu emp­feh­len 🙂 ! Dazu hier kli­cken bzw. ich wer­de dem­nächst an die­ser Stel­le noch mehr dar­über schrei­ben.

Aber nun ist ja nur ein­mal die Woche Mitt­woch, und wer Lust hat, auch an ande­ren Tagen der coro­na­ge­trüb­ten Rea­li­tät Rich­tung Ark­tis zu ent­flie­hen, fin­det in „Mar­gas Ark­tis-Fern­seh­tipps“ sicher Inspi­ra­ti­on. Mar­ga ist sehr spitz­ber­gen­be­geis­tert und eini­gen, die die­se Sei­te lesen wer­den, gut bekannt. Ande­ren nicht. Das tut der Sache dann aber auch kei­nen Abbruch.

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Ark­tis Fern­seh­tipps: Der Fern­se­her in der Rit­ter­hüt­te auf Gråhu­ken.
Der Emp­fang ist dort mit­un­ter aller­dings eher schlecht.

Mar­gas Ark­tis-Fern­seh­tips März

Die Lis­te wird bei Bedarf fort­lau­fend aktua­li­siert.

  • So 07.03. 13.30 Uhr, Arte: Ark­ti­ka Inco­gni­ta (USA 2018).
  • Di 09.03. 16.00 Uhr, Arte: Sibi­ri­en – Büf­feln in der Tun­dra (Est/Rus 2018).
  • Do 11.03 17.50 Uhr, Arte: Im hohen Nor­den gebo­ren (1/3) Der Fins­ter­nis ent­kom­men (GB 2020 EA).
  • Do 11.03. 18.30 Uhr, Arte: Im hohen Nor­den gebo­ren (2/3) Das Licht der lan­gen Tage (GB 2020 EA).
  • Do 11.03. 20.15 Uhr auf 3Sat: Wis­sen aktu­ell (Dokurei­he D 2021): Das Eis schmilzt – Kli­ma­wan­del in den Polar­re­gio­nen.
  • Fr 12.03 17.50 Uhr, Arte: Im hohen Nor­den gebo­ren (3/3): Die kur­ze Zeit der Jugend (GB 2020 EA).
  • Sa 13.03 20.15 Uhr, RBB: Auf Wie­der­se­hen Eis­bär- Mein Leben auf Spitz­ber­gen (D 2019).
  • So 14.03 20.15 Uhr, NDR: Expe­di­ti­on Ark­tis- Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis (D 2020).
  • Mo 15.03 12.50 Uhr, 3sat: Island, da will ich hin!
  • Do 18.03 16.00 Uhr, Arte (Wdhlg.): Sibi­ri­en – Büf­feln in der Tun­dra.
  • Sa 27.03. ab 15.00 Uhr, Arte (Wdhlg.): alle 3 Fol­gen von Im hohen Nor­den gebo­ren.

Muf­fins und ein unbe­kann­ter Gast beim nörd­lichs­ten Hun­de­schlit­ten­ren­nen der Welt – Hil­mar Nøis Trail 2021

Auch in fie­ses­ten Coro­na-Zei­ten fin­den gele­gent­lich noch schö­ne Ereig­nis­se statt, so der Hil­mar Nøis Trail, ein Hun­de­schlit­ten­ren­nen auf Spitz­ber­gen – die­ses Mal natür­lich nur für die­je­ni­gen, die ohne­hin vor Ort waren. Max Schwei­ger war dabei und erzählt. Vie­len Dank, Max, für den lesens­wer­ten Bericht, sowie an Tho­mas Grant Olsen für wei­te­re Fotos.

Hil­mar Nøis Trail 2021: Ein Renn­be­richt von Max Schwei­ger

Das Finn­marks­lø­pet ist das längs­te Hun­de­schlit­ten­ren­nen Euro­pas mit einer Distanz von bis zu 1.200 km und mit sei­nem Aus­tra­gungs­ort in Alta, Nord­nor­we­gen, auch das Nörd­lichs­te der Welt. Das sagt zumin­dest Wiki­pe­dia.

Hilmar Nøis Trail 2021

Start des Hil­mar Nøis Trail 2021, des nörd­lichs­ten Hun­de­schlit­ten­ren­nens der Welt
(Foto © Tho­mas Grant Olsen).

Doch jedes Jahr orga­ni­sie­ren eine Hand­voll Ver­eins­mit­glie­der des „Lon­gye­ar­by­en Hun­de­klubb“ hier auf Spitz­ber­gen zwei wei­te­re Ren­nen und somit die bei­den eigent­lich Nörd­lichs­ten der Welt. Trap­pers Trail, ein mehr­tä­gi­ges Ren­nen im April, und den Hil­mar Nøis Trail.

Letz­te­rer fand ver­gan­ge­nes Wochen­en­de trotz der Pan­de­mie statt. Das „Finn­marks­lø­pet“ unter­des­sen muss­te coro­nabe­dingt bereits abge­sagt wer­den. Ins­ge­samt 19 Teams, in drei Klas­sen (Kin­der mit Hun­de­schlit­ten, Erwach­se­ne mit Gespann aus maxi­mal fünf, bzw. die offe­ne Klas­se mit mehr als fünf Hun­den) über zwei Kur­se (Jern­sen­ga und zurück, bzw. ein­mal um Jan­son­h­au­gen und zurück) tra­ten an und ver­sam­mel­ten sich zum Mas­sen­start im Advent­da­len vor Lon­gye­ar­by­en.

Es gilt zu tun, was bei Ver­an­stal­tun­gen die­ser Grö­ße stets getan zu wer­den hat: ein Renn­be­richt muss her, und das mög­lichst kurz­fris­tig und kurz­wei­lig – los geht’s! (Anmer­kung: Max hat den Bei­trag auch tat­säch­lich sehr schnell geschrie­ben. Nur kam Rolf lei­der zunächst nicht zur wei­te­ren Bear­bei­tung – daher jetzt pas­send zum Wochen­en­de 🙂 )

Das Team

27. Febru­ar 2021. Es ist 7:00 Uhr. Unter Absin­gen schmut­zi­ger Lie­der, mit ver­schla­fe­nen Augen und ohne mei­ne ers­te Tas­se Kaf­fee ver­las­se ich das Haus. Es ist Renn­mor­gen. Am Abend zuvor hat­te ich mein gewohn­tes Vie­rer­ge­spann, bestehend aus Luna, Aaron, Ber­ta und Sput­nik, gering­fü­gig erwei­tert. Dazu spä­ter mehr.
Es gibt Sup­pe. Hun­de­sup­pe. Ein Rezept­ver­such: man mische Ren­tier­fleisch­res­te der Jagd des ver­gan­ge­nen Som­mers mit ein wenig Fett an und schme­cke es dann mit Fisch­öl ab. Dazu gibt es reich­lich Was­ser. Der­erlei Deli­ka­tes­sen sind im Som­mer in Kom­bi­na­ti­on mit Plus­gra­den und ent­spre­chen­der Geruchs­ent­fal­tung nur etwas für ech­te Genie­ßer. Heu­te bei -14 Grad Cel­si­us ist das kein Pro­blem. Vor einer lan­gen Belas­tung – beim Hil­mar Nøis Trail von etwa 40 Kilo­me­tern durch das Advent­da­len und um eine Erhe­bung mit dem Namen Jans­son­h­au­gen her­um – ist das Trin­ken beson­ders wich­tig. Die Tie­re müs­sen gut hydriert sein um eine sol­che Anstren­gung gut und gesund zu über­ste­hen. Mei­ne gelie­he­nen Neu­zu­gän­ge des „Team Res­ten“ wer­den eben­falls ver­sorgt. Statt der am Vor­abend ver­ein­bar­ten sechs Neu­zu­gän­ge, fin­den sich aber sie­ben Hun­de im Zwin­ger. Ein weiß, hell grau­er Hund, den ich noch nie zuvor gese­hen habe. Ein Männ­chen mit gesun­dem Appe­tit.

Hilmar Nøis Trail 2021

Rou­te des Hil­mar Nøis Trail 2021 im unte­ren Advent­da­len (Foto © Tho­mas Grant Olsen).

Wie­der zu Hau­se ein Anruf – ob wir noch Platz für einen Hund mehr im Gespann hät­ten. Tho­mas hät­te einen Hund zum Auf­pas­sen bekom­men, dem etwas Bewe­gung gut tun wür­de. Das erklärt zumin­dest den unbe­kann­ten Gast im Zwin­ger heu­te Mor­gen … Bewe­gung? Kann er haben! Somit sind wir jetzt elf Hun­de. Und zwei Men­schen. In der Auf­re­gung und ver­tieft ins Packen fra­ge ich nicht mal nach dem Namen des Tiers … Jetzt muss es aber schnell gehen, Kaf­fee hin­ter die Bir­ne, eine Schei­be Brot, die letz­ten Sachen im Ruck­sack ver­stau­en und zurück in den Hun­de­hof.

Start

Es ist mitt­ler­wei­le halb zehn Uhr, noch eine hal­be Stun­de bis zum Start. Am Stra­ßen­rand ste­hen Autos, Schnee­mo­bi­le und Trans­por­ter. Hun­de jau­len und bel­len in Vor­freu­de auf das Ren­nen. Taue wer­den an allem, was Halt bie­tet, fest­ge­kno­tet, Schlit­ten am ande­ren Ende fest­ge­bun­den und die ers­ten Hun­de bereits ange­leint. Anspan­nung ist in den Augen man­cher Mit­be­wer­ber zu sehen, ein Hauch von Wett­kampf­ge­fühl macht sich breit. Nicht bei uns. Wäh­rend sich kom­plet­te Gespan­ne bereits Rich­tung Start­li­nie machen, suchen wir ein Geschirr für unse­ren Neu­zu­gang. Mitt­ler­wei­le habe ich neben mei­ner Freun­din als Mit­fah­re­rin, noch drei Erwach­se­ne und drei Kin­der als Hel­fer dazu­ge­won­nen. Mit deren freund­li­cher Hil­fe geht es dann doch nur knap­pe zehn Minu­ten nach dem offi­zi­el­len Start raus ins Tal. Als vor­letz­ter Schlit­ten und mit wack­li­gem Start – aber wir sind unter­wegs.

Hilmar Nøis Trail 2021

Das Team „Res­ten +“ unter­wegs im Advent­da­len (Foto © Tho­mas Grant Olsen).

Durch das schnee­be­deck­te Advent­da­len geht es raus und in leich­ten Schlan­gen­li­ni­en bil­den wir das Ende des Tros­ses. Es ist ein herr­li­cher Win­ter­tag und die Vor­freu­de der Hun­de weicht bald einer ent­spann­te­ren Stim­mung. Wir kom­men lang­sam in unse­ren gewohn­ten Trott. Auch Ber­ta, unse­re kleins­te Mit­strei­te­rin, die beson­ders beim Start mit ihren halb so kur­zen Bein­chen erstaun­li­che Schritt­fre­quen­zen zu Tage bringt, beru­higt sich nun lang­sam.

Die Rou­te ins Advent­da­len

Die ers­ten bei­den Mei­len (eine nor­we­gi­sche Mei­le ent­spricht 10 Kilo­me­tern) ver­lau­fen unspek­ta­ku­lär und wir genie­ßen die Land­schaft und Stil­le, die nur durch den Trott und das Hecheln der Hun­de unter­bro­chen wird. So nähern wir uns lang­sam aber sicher dem Check­point Jan­son­h­au­gen. Hun­de­schlit­ten­ren­nen lau­fen näm­lich ähn­lich wie Ori­en­tie­rungs­läu­fe ohne eine strikt vor­ge­ge­be­ne Rou­te ab. Dafür gilt es bestimm­te Punk­te zu pas­sie­ren. Dort wird dann die Zeit genom­men. In unse­rem Fall war das der Jans­son­h­au­gen, also die gro­ße Erhe­bung im mitt­le­ren Advent­da­len. In dem Fall rächt sich mei­ne schlam­pi­ge Vor­be­rei­tung, als die Fra­ge auf­kommt, ob wir „denn jetzt eigent­lich rich­tig rum um das Ding fah­ren wür­den?“ … 🙂

Hilmar Nøis Trail 2021

Das Team „Res­ten +“ mit Voll­dampf auf der Stre­cke (Foto © Max Schwei­ger).

Es blieb mir also nichts ande­res übrig, als bei effek­ti­ven fast -20 Grad Cel­si­us ohne Hand­schu­he die Renn­be­schrei­bung zu goo­geln. Im Uhr­zei­ger­sinn. Also dann waren wir doch rich­tig.

Check­point am Jans­son­h­au­gen

Der Check­point besteht aus einer Fah­ne mit einem klei­nen Käst­chen drun­ter. Hät­te ich mich recht­zei­tig für die rich­ti­ge Tour ange­mel­det, hät­te es hier Scho­ko­la­de für uns gege­ben. Gab es aber nicht. Zum Glück hat­ten wir zwi­schen Hun­de­sup­pe und Ein­span­nen mor­gens noch Zeit, Muf­fins zu backen. Die Sinn­haf­tig­keit, dafür einen spä­ten Start in Kauf zu neh­men und wäh­rend eines Ren­nens ste­hen zu blei­ben, sei dahin­ge­stellt (Anm. d. Red.: Dabei­sein ist alles!). Wäh­rend wir Pau­se ein­le­gen, wäl­zen sich die Tie­re im Schnee. Zumin­dest die Hun­de scheint es nicht zu stö­ren – nur Aaron und Nokas bel­len und wol­len direkt wei­ter­ren­nen.

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Die Rou­te führt um den Jans­son­h­au­gen (Foto © Max Schwei­ger).

Es geht durch kur­ven­rei­ches Ter­rain und und knie­tie­fen Schnee um den Berg her­um. Zum ers­ten Mal artet die Tour in kör­per­li­che Ertüch­ti­gung auch für die Zwei­bei­ner aus. Im schwe­ren Schnee blei­ben wir immer wie­der ste­cken. Sput­nik geht der­weil ein wenig die Moti­va­ti­on flö­ten. Als wir das Tal ver­las­sen, lässt er als Ein­zi­ger den Kopf hän­gen und trot­tet vor sich hin. Die Lei­ne ist nicht mehr gespannt. Also packen wir ihn mit auf den Schlit­ten. Die Bei­fah­rer­po­si­ti­on scheint ihm bekannt, mit vol­lem Gewicht schmeißt er sich auf mei­nen Schoß und ver­bringt die nächs­ten fünf Kilo­me­ter mit der Beob­ach­tung von Ren­tie­ren an den Hän­gen links und rechts von uns oder döst vor sich hin.

Kampf um den Ehren­platz

Ein Blick über die Schul­ter. Und dann ent­de­cken wir tat­säch­lich etwas, das wir nie für mög­lich gehal­ten hät­ten. Nach über drei Stun­den taucht hin­ter uns ein ande­rer Schlit­ten auf. Wir sind nicht die letz­ten! Jetzt brau­chen wir natür­lich alle Hun­de­stär­ken, die wir noch auf­bie­ten kön­nen. Sput­nik trot­tet wider­wil­lig zurück ins Gespann, fängt sich aber sofort beim Start wie­der und mit kom­plet­tem Team geht es auf die letz­ten Kilo­me­ter und den Ziel­sprint zurück Rich­tung Hun­de­hof. Immer wie­der sehen wir ner­vös zurück, aber es scheint als könn­ten wir unse­ren knap­pen Vor­sprung hal­ten. Mit dem kom­plet­ten Gespann geht es zurück in den Hun­de­hof und wir stop­pen die Uhr – 41 km in 4:01h. Und nicht letz­ter. Wir sind hoch zufrie­den. Die Tie­re wer­den durch­ge­kne­tet und gefüt­tert. Für die Men­schen gibt es Piz­za. Am Abend erfah­ren wir, dass das Team hin­ter uns nur mit fünf Hun­den in der eben klei­ne­ren Klas­se unter­wegs war. Damit sind wir in unse­rer Grup­pe das letz­te Team. Aber mit Neu­zu­gang, Muf­fins, Hun­de­pas­sa­gier und hoch zufrie­den.

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Unter­wegs mit Hun­de­schlit­ten in der ark­ti­schen Land­schaft. Schö­ner wird der ark­ti­sche Win­ter nicht! Höchs­tens ein klein wenig, wenn die Son­ne noch scheint (Foto © Max Schwei­ger).

Eis­bär in der Mohn­buk­ta erschos­sen, Mann ver­letzt

Heu­te früh wur­de bei einem Eis­bä­ren­an­griff in der Mohn­buk­ta an der Ost­küs­te Spitz­ber­gens ein Mann ver­letzt und ein Eis­bär erschos­sen, wie der Sys­sel­man­nen mit­teil­te.

Zwei Per­so­nen sol­len mit Motor­schlit­ten auf dem Eis in der Mohn­buk­ta gewe­sen sein. Es han­del­te sich um Ange­stell­te der Film­pro­duk­ti­ons­fir­ma Jason Roberts Pro­duc­tions, die sich für Mes­sun­gen der Eis­di­cke auf dem Eis auf­hiel­ten. Der Bär soll sich unbe­merkt genä­hert haben und ziel­ge­rich­tet von hin­ten zum Angriff über­ge­gan­gen sein. Dabei wur­de ein Mann leicht ver­letzt. Der ande­re erschoss den Eis­bä­ren.

Eisbär in der Mohnbukta in Spitzbergen erschossen

Eis­bär auf dem Eis in der Mohn­buk­ta (Archiv­bild).

Ein­satz- und Ret­tungs­kräf­te des Sys­sel­man­nen waren schnell mit dem Hub­schrau­ber vor Ort und brach­ten den Ver­letz­ten ins Kran­ken­haus in Lon­gye­ar­by­en. Er soll nur leicht ver­letzt sein.

Bei­de Per­so­nen, die in den Vor­fall invol­viert waren, sol­len erfah­re­ne Orts­an­säs­si­ge gewe­sen sein. Der Fall wird vom Sys­sel­man­nen unter­sucht. Eis­bä­ren ste­hen in Spitz­ber­gen voll­stän­dig unter Schutz, der Abschuss ist straf­bar und bleibt nur bei Not­wehr straf­frei.

2028: Ende des nor­we­gi­schen Koh­le­berg­baus auf Spitz­ber­gen

Koh­le ist ein Ener­gie­trä­ger der Ver­gan­gen­heit. Das ist auch in Spitz­ber­gen so, auch wenn Koh­le dort der­zeit noch der wich­tigs­te Ener­gie­trä­ger ist. In Lon­gye­ar­by­en arbei­tet man schon lan­ge an Plä­nen für eine neue, moder­ne­re, umwelt­freund­li­che­re und zuver­läs­si­ge­re Ener­gie­ver­sor­gung. Wel­cher Ener­gie­trä­ger dabei pri­mär genutzt wer­den soll, ist nach wie vor offen, hier wer­den wei­ter­hin vie­le Vari­an­ten dis­ku­tiert. Klar ist nur: inner­halb von fünf Jah­ren soll das altern­de Koh­le­kraft­werk ersetzt wer­den.

In der Annah­me, dass die neue Lösung koh­le­frei sein wird, hat die nor­we­gi­sche Berg­bau­ge­sell­schaft Store Nor­ske Spits­ber­gen Kul­kom­pa­ni laut Sval­bard­pos­ten beschlos­sen, mit dem Ende des Koh­le­kraft­werks auch den Betrieb im letz­ten noch akti­ven nor­we­gi­schen Koh­le­berg­werk Spitz­ber­gens, der Gru­be 7 im Advent­da­len, ein­zu­stel­len. Das Ende des nor­we­gi­schen Koh­le­berg­baus steht also vor­aus­sicht­lich 2028 an. Danach plant die Store Nor­ske eine zwei­jäh­ri­ge Rück­bau­pha­se für die Gru­be 7.

Grube 7: Ende des Kohlebergbaus in Spitzbergen 2028

Gru­be 7 bei Lon­gye­ar­by­en: Ende des Koh­le­berg­baus 2028 erwar­tet.

Gleich­zei­tig setzt die Store Nor­ske auf Wachs­tum und Arbeits­plät­ze in den Berei­chen der neu­en Ener­gie­vor­sor­gung, in Lon­gye­ar­by­en, aber auch andern­orts im Nor­den. Dane­ben ist die Gesell­schaft schon in den Berei­chen Logis­tik und Eigentum/Immobilien enga­giert.

In Sveagru­va, über Jahr­zehn­te Nor­we­gens größ­te Koh­le­berg­bau­sied­lung, ist der Rück­bau schon weit fort­ge­schrit­ten. Mög­li­cher­wei­se wer­den die Rus­sen in Bar­ents­burg dann für eine Wei­le die ein­zi­gen sein, die in Spitz­ber­gen noch Koh­le abbau­en. Wie lan­ge noch, ist offen; frü­her wur­de mit­un­ter schon das Ende des rus­si­schen Berg­baus vor­her­ge­sagt für schon lan­ge ver­stri­che­ne Zeit­punk­te. Ein Betrieb, der lan­ge über das Jahr 2030 hin­aus­geht, erscheint aller­dings schon mit Blick auf die wohl begrenz­ten Reser­ven unwahr­schein­lich.

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News-Auflistung generiert am 31. Juli 2021 um 14:27:48 Uhr (GMT+1)
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