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Monats-Archiv: Juni 2012 − News & Stories


Ver­dopp­lung loka­ler Ren­tier­be­stän­de in weni­ger als 20 Jah­ren

Die Ren­tier­be­stän­de in wich­ti­gen Ren­tier­ge­bie­ten im Nor­dens­kiöld Land wie Sem­mel­da­len, Cole­s­da­len und Advent­da­len haben sich seit 1994 ver­dop­pelt. Als Ursa­che wird die Zunah­me der Som­mer­tem­pe­ra­tu­ren um 2 Grad in die­sem Zeit­raum ver­mu­tet, die zu ver­stärk­tem Pflan­zen­wachs­tum führt. Kehr­sei­te der Medail­le ist, dass die Häu­fig­keit schlech­ter Jah­re mit Hun­ger­pe­ri­oden und Bestands­ein­brü­chen sich wegen der insta­bi­len Wit­te­rung ver­grö­ßert hat. 2012 wird ver­mut­lich das vier­te schwie­ri­ge Jahr für Ren­tie­re im Beob­ach­tungs­zeit­raum wer­den.

Gleich­zei­tig hat das durch­schnitt­li­che Gewicht um etwa 1 kg pro Tier abge­nom­men.

Zu den Unter­su­chun­gen gehö­ren Bestands­zäh­lun­gen und die Unter­su­chung von Unter­kie­fern, deren Ein­lie­fe­rung durch Jäger mitt­ler­wei­le obli­ga­to­risch ist.

Spitz­ber­gen-Ren­tie­re: zahl­rei­cher, aber weni­ger dran als 1994.

Spitzbergen-Rentiere.

Quel­le: Nor­we­gi­sches Polar­in­sti­tut

Aasiaat (Dis­ko Bucht, West­grön­land), 13. Juni 2012

Wäh­rend der Rest der Welt zuschau­te, wie 22 Deut­sche und Nie­der­län­der einem schwarz­wei­ßen Ball hin­ter­her­lau­fen, bin ich allei­ne einem schwarz­wei­ßen Vogel (ein Schnee­am­mer­männ­chen) hin­ter­her­ge­stapft. Hier ein paar ers­te Ein­drü­cke aus West­grön­land, dem­nächst mehr.

aasiaat (Gale­rie)

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Beginn der Ark­tis-Sai­son 2012

Schon seit Ende April scheint in Spitz­ber­gen wie­der die Mit­ter­nacht­son­ne, längst legt die Schnee­schmel­ze zur Freu­de der Ren­tie­re die Tun­dra wie­der frei, die Vögel sit­zen auf ihren Nes­tern und bald wer­den die Blüm­chen Far­be ins Land brin­gen. Nach den Zug­vö­geln fol­gen nun die Schif­fe mensch­li­cher Besu­cher wie­der ihren Rou­ten in den hohen Nor­den, in die­sen Tagen wer­den die ers­ten Kreuz­fahrt­schif­fe Lon­gye­ar­by­en, Ny Åle­sund und den Mag­da­le­n­efjord besu­chen und bald fol­gen klei­ne­re Expe­di­ti­ons- und Segel­schif­fe.

Da der Inha­ber die­ser Web­sei­te Weiß­wan­gen­gän­sen und Dick­schna­bel­lum­men nun hin­ter­he­rei­len wird, wird die Aktua­li­sie­rung der „Spitz­ber­gen-Nach­rich­ten“ weni­ger regel­mä­ßig als in den letz­ten Mona­ten erfol­gen. Aktua­li­sie­run­gen wird es den­noch geben, wich­ti­ge Mit­tei­lun­gen wer­den ggf. mit leich­ter Ver­spä­tung ein­ge­stellt. Dafür wird es wie­der eine gan­ze Rei­he neu­er Bil­der­ga­le­rien und Rei­se­be­rich­te von aktu­el­len Fahr­ten geben.

Spitz­ber­gen zur Zeit der Mit­ter­nacht­son­ne: Sai­son auch für Schiffs­rei­sen.

Mitternachtsonne.

Sval­bard – Svol­vær…?

Eine ame­ri­ka­ni­sche Besu­che­rin wun­der­te sich doch stark, als sie vor Pfings­ten in Lon­gye­ar­by­en aus dem Flug­zeug stieg und am Gepäck­band auf einen aus­ge­stopf­ten Eis­bä­ren stieß. Bald dar­auf fand die Sieb­zig­jäh­ri­ge her­aus, dass sie in Spitz­ber­gen gelan­det war. Eigent­lich hat­te sie auf die Lofo­ten gewollt.

Ursa­che des klei­nen, unge­plan­ten Umwegs war die Ähn­lich­keit der Wor­te „Svol­vær“, dem größ­ten Ort und Flug­ha­fen auf den Lofo­ten, und „Sval­bard“, wie die Nor­we­ger Spitz­ber­gen nen­nen: Im Rei­se­bü­ro frag­te die gute Frau nach „Svol­vær“ und bekam ein Ticket nach Sval­bard, ohne dass der Unter­schied irgend­wem auf­fiel. Über die Pass­kon­trol­le in Tromø wun­der­te die Frau sich, schöpf­te aber kei­nen grö­ße­ren Ver­dacht.

Nach dem ers­ten Schreck hat die Dame die unge­plan­ten Tage in der Ark­tis mit Tages­tou­ren nach eige­nen Anga­ben genos­sen, bevor es 2 Tage spä­ter ein Ticket für einen Rück­flug nach Nor­we­gen gab.

Sval­bard (gel­ber Kreis) und Svol­vær (rot): ein klei­ner, aber fei­ner Unter­schied.

Svalbard Karte.

Quel­le: Sval­bard­pos­ten (2112)

Neu­es aus der Eide­ren­to­lo­gie

Feld­bio­lo­gen haben in Spitz­ber­gen Eide­ren­ten­ko­lo­nien ver­gli­chen und dabei Inter­es­san­tes zu Tage beför­dert. Bis Eide­ren­ten in Spitz­ber­gen 1963 unter Schutz gestellt wur­den, hat das fast immer rück­sichts­los durch­ge­führ­te Sam­meln von Eiern und Dau­nen zu einem Bestands­rück­gang geführt. Wich­ti­ge Brut­ko­lo­nien lie­gen über­wie­gend auf klei­nen Inseln, die seit 1973 Vogel­re­ser­va­te sind und daher wäh­rend der Brut­sai­son gar nicht mehr betre­ten wer­den dür­fen. Trotz­dem ist der Bestand der Eide­ren­ten im Kongsfjord allen­falls sta­bil geblie­ben, aber nicht gewach­sen.

Kräf­tig gewach­sen ist hin­ge­gen der Bestand im Bellsund, ins­be­son­de­re auf der klei­nen Insel Ehol­men, wo ein nor­we­gi­scher Trap­per seit län­ge­rer Zeit Dau­nen sam­melt. Durch das behut­sa­me Vor­ge­hen wer­den die Vögel in ihrem Brut­ge­schäft nicht gestört, im Gegen­teil sorgt der mensch­li­che Schutz vor Räu­bern wie Eis­bär und Eis­fuchs dafür, dass die Kolo­nie für brü­ten­de Enten attrak­tiv ist und sich deut­lich ver­grö­ßert hat.

Mög­li­cher­wei­se kön­nen Eide­ren­ten auch durch den Kli­ma­wan­del pro­fi­tie­ren, etwa wenn das Fjor­deis frü­her auf­bricht und die Brut­in­seln somit für Füch­se frü­her unzu­gäng­lich wer­den.

Eide­ren­ten-Brut­ko­lo­nie im Advent­da­len bei Lon­gye­ar­by­en.

Eiderenten.

Quel­le: NINA.

Venus­pas­sa­ge am 06. Juni

Astro­no­men erwar­ten ein Groß­ereig­nis für die frü­hen Mor­gen­stun­den des 06. Juni, das (je nach Wet­ter) in Spitz­ber­gen sehr gut zu sehen sein wird: eine Venus­pas­sa­ge, also ein Durch­gang des Pla­ne­ten Venus vor der Son­ne. Es gibt etwa alle 130 Jah­re jeweils zwei Venus­pas­sa­gen im Abstand weni­ger Jah­re; da die letz­te 2004 war, ist die nun bevor­ste­hen­de also die letz­te Chan­ce, ein sol­ches Ereig­nis zu beob­ach­ten: Die nächs­te Venus­pas­sa­ge wird für Dezem­ber 2117 erwar­tet.

Wer nicht von dem Ereig­nis weiß, wird es ver­pas­sen, ohne es wahr­zu­neh­men. Für Astro­no­men ist eine Venus­pas­sa­ge aber ein Groß­ereig­nis. Wis­sen­schafts­his­to­risch sind Venus­pas­sa­gen sehr bedeu­tend, da sich etwa durch die gleich­zei­ti­ge Beob­ach­tung an ver­schie­de­nen Orten der Erde die Ent­fer­nung zur Son­ne berech­nen ließ.

Auch von Nord­skan­di­na­vi­en aus wird die nun anste­hen­de Venus­pas­sa­ge gut zu sehen sein. Um etwas zu sehen, braucht man ein Fern­glas. Unbe­dingt beach­ten: Ohne aus­rei­chen­den Schutz für die Augen besteht aku­te Erblin­dungs­ge­fahr!

Venus­pas­sa­ge, Island 2004. Die Venus ist als dunk­ler Fleck sicht­bar (Pfeil). Das Bild wur­de durch ein Fern­glas und eine Schwei­ßer­bril­le auf­ge­nom­men.

Venuspassage, Island 2004.

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News-Auflistung generiert am 26. Oktober 2021 um 03:15:13 Uhr (GMT+1)
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