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Monats-Archiv: Juni 2021 − News & Stories


Nor­we­gi­sche Rei­se­re­geln ändern sich am 5. Juli

Der ver­gan­ge­ne Frei­tag (18.6.) brach­te wie schon erwähnt meh­re­re inter­es­san­te Pres­se­mel­dun­gen aus Oslo, dar­un­ter Infor­ma­tio­nen zu Tou­ris­mus und tou­ris­ti­schen Schiffs­rei­sen in Nor­we­gen und Spitz­ber­gen.

Neu­es aus Nor­we­gen zum inter­na­tio­na­len Rei­se­ver­kehr

Eine wei­te­re Pres­se­mel­dung betrifft den inter­na­tio­na­len Rei­se­ver­kehr. Zunächst kann man aus außern­or­we­gisch-tou­ris­ti­scher Per­spek­ti­ve recht schnell über die büro­kra­ti­schen For­mu­lie­run­gen hin­weg­le­sen: Die Farb­ge­bung der FHI-Kar­te wird euro­pä­isch har­mo­ni­siert, so dass es nun auch die Far­be „Grün“ wie­der gibt. Das sieht schö­ner aus, bringt aber kei­ne gro­ßen pra­xis­re­le­van­ten Ände­run­gen. Das gilt ab sofort: in der zum heu­ti­gen Mon­tag (21.6.) aktua­li­sier­ten Ver­si­on der FHI-Kar­te gibt es nun auch außer­halb von Skan­di­na­vi­en wie­der zwei euro­päi­sche Län­der, die sich über den Sta­tus „grün“ freu­en dür­fen, und zwar Polen und Rumä­ni­en.

Nor­we­gi­sche Rei­se­war­nun­gen wer­den für den Schen­gen­raum, Groß­bri­tan­ni­en (!) und eine Rei­he wei­te­rer Län­der am 5. Juli auf­ge­ho­ben, wobei neue War­nun­gen im Ein­zel­fall bei Bedarf jeder­zeit auch kurz­fris­tig wie­der aus­ge­spro­chen wer­den kön­nen. Das ist aller­dings vor allem für Nor­we­ger inter­es­sant, die ins Aus­land rei­sen wol­len, nicht aber für nicht-Nor­we­ger, die nach Nor­we­gen wol­len. Auch die stren­gen Regeln für Per­so­nen, die Ange­hö­ri­ge in Nor­we­gen besu­chen wol­len, wer­den nun etwas gelo­ckert, nun dür­fen u.a. auch Oma, Opa und die Bezie­hung mal wie­der kom­men. Das ist für die Betrof­fe­nen sehr erfreu­lich, für die wei­te­re Nor­we­gen-affi­ne Öffent­lich­keit aber nicht wei­ter von prak­ti­scher Bedeu­tung.

EU-Impfpass, Spitzbergen unter Segeln 2021 und Corona

Ab 24. Juni ist Nor­we­gen im euro­päi­schen Impf­pass mit dabei, was unse­re Chan­cen erheb­lich erhö­hen könn­te, die­sen Som­mer noch „Spitz­ber­gen unter Segeln“ zu erle­ben.

Coro­na-Inzi­denz­wer­te wer­den „mit Euro­pa har­mo­ni­siert“

Recht weit unten in der Pres­se­mel­dung wird es dann span­nend: die nor­we­gi­schen ein­rei­sere­le­van­ten Inzi­denz­wer­te wer­den „mit den euro­päi­schen Emp­feh­lun­gen har­mo­ni­siert“. Das hört sich erst mal büro­kra­tisch und wenig auf­re­gend an, aber in der Pra­xis bedeu­tet das eine Anhe­bung der Gren­ze von 25 auf 50 (pro 100.000 Ein­woh­ner inner­halb von 14 Tagen). Das bringt eine mög­li­cher­wei­se erheb­li­che Ände­rung, denn der alte Grenz­wert von 25 ist auch bei guter Lage leicht zu rei­ßen: So ist Deutsch­land trotz der erfreu­li­chen Ent­wick­lung der letz­ten Zeit in der heu­te aktua­li­sier­ten FHI-Kar­te immer noch rot. Bei einem Wert von 50 ver­ha­gelt ein ein­zel­ner, grö­ße­rer Aus­bruch etwa in einer Fleisch­fa­brik aber nicht unbe­dingt gleich allen ande­ren ihre geplan­ten Rei­sen. Die­se Ände­rung gilt ab dem 5. Juli.

Nor­we­gen schließt sich dem euro­päi­schen Impf­pass­sys­tem an

Eine wei­te­re, rele­van­te Ände­rung: ab dem 24. Juni schließt Nor­we­gen sich dem Sys­tem des euro­päi­schen digi­ta­len Impf­pas­ses an, so dass euro­päi­sche Rei­sen­de damit ihre Immu­ni­sie­rung amt­lich und mit QR-Code bei Ein­rei­se nach­wei­sen kön­nen. Damit ent­fällt die Qua­ran­tä­ne­pflicht bei der Ein­rei­se, und zwar unab­hän­gig vom Sta­tus (grün/gelb/rot/…) des Her­kunfts­lan­des.

Stu­fe 3 im nor­we­gi­schen Öff­nungs­plan tritt Sonn­tag in Kraft, wich­ti­ge Ände­run­gen auch für Spitz­ber­gen­rei­sen

Die Stu­fe 3 des nor­we­gi­schen Plans für die Rück­kehr zur Nor­ma­li­tät tritt am Sonn­tag in Kraft, wie die nor­we­gi­sche Regie­rung in einer offi­zi­el­len Pres­se­mit­tei­lung mit­teilt. Die­se ers­te Pres­se­mit­tei­lung betrifft die all­ge­mein Öff­nung des Lan­des.

Zwei Pres­se­mit­tei­lun­gen aus Oslo

Es gibt dane­ben aber noch eine zwei­te offi­zi­el­le Pres­se­mit­tei­lung, in der es um Kreuz­fahr­ten in Nor­we­gen und Spitz­ber­gen gilt. Hier galt bis­lang prak­tisch ein weit­ge­hen­des Ver­bot mehr­tä­gi­ger Rei­sen. Das wird ab Sonn­tag (20.6.) prin­zi­pi­ell anders, aller­dings gel­ten natür­lich Bedin­gun­gen und es gibt all­ge­mei­ne Rah­men­be­din­gun­gen. Bei­des bringt der­zeit noch Fra­ge­zei­chen mit sich, aber immer­hin erscheint die Mög­lich­keit, dass es spä­ter in die­sem Som­mer noch „Küs­ten­kreuz­fahr­ten“ in Spitz­ber­gen geben wird, nicht prin­zi­pi­ell unrea­lis­tisch.

Spitzbergen unter Segeln 2021 und Corona

Nor­we­gen lockert, auch für Schiffs­rei­sen. Ob es für „Spitz­ber­gen unter Segeln 2021“ mit der Anti­gua rei­chen wird, ist noch nicht gesagt.

All­ge­mei­ne Ein­rei­se­be­schrän­kun­gen gel­ten wei­ter­hin

Grund­sätz­lich gel­ten für inter­na­tio­na­le Tou­ris­ten wei­ter­hin zunächst stren­ge Ein­rei­se­be­schrän­kun­gen. Nicht-nor­we­gi­schen Tou­ris­ten ist die Ein­rei­se nur aus „gel­ben“ Län­dern auf der FHI-Kar­te erlaubt. Der­zeit ist Euro­pa auf die­ser Kar­te weit­ge­hend rot, aber nach aktu­el­ler Lage ist zu ver­mu­ten, dass Deutsch­land dem­nächst den Sta­tus „gelbt“ bekommt. Eine wich­ti­ge Fra­ge ist, wie lan­ge das dann so bleibt, mit Blick auf die Del­ta-Vari­an­te des Sars-Cov2-Virus und die nun kom­men­den Locke­run­gen. Ob und wann Nor­we­gen die Ein­rei­se bei­spiels­wei­se voll­stän­dig geimpf­ten Tou­ris­ten auch aus „roten“ Län­dern wie­der erlaubt, ist bis­lang unsi­cher.

Grund­sätz­lich erkennt Nor­we­gen bis­lang nur Imp­fun­gen an, die in Nor­we­gen regis­triert sind. Das sind zunächst nur Imp­fun­gen, die in Nor­we­gen gege­ben wur­den; Imp­fun­gen aus ande­ren Län­dern kön­nen aktu­ell nur von Per­so­nen regis­triert wer­den, die in Nor­we­gen mit Geburts- oder D-Num­mer regis­triert sind, nicht aber von Tou­ris­ten. Hier könn­te der euro­päi­sche digi­ta­le Impf­pass Ände­run­gen brin­gen.

Klar ist, dass alle Erleich­te­run­gen, die für Geimpf­te kom­men, nur für Impf­stof­fe gel­ten wer­den, die in Euro­pa von der EMA zuge­las­sen sind. Imp­fun­gen mit Impf­stof­fen wie Sput­nik-V oder Sino­vac fal­len bis­lang nicht dar­un­ter.

Test­pflicht vor Flug nach Lon­gye­ar­by­en ent­fällt für Immu­ni­sier­te

Eine Ände­rung, die für den Tou­ris­mus in Lon­gye­ar­by­en mit nor­we­gi­schen Tou­ris­ten bedeut­sam sein wird, ist das Weg­fal­len der Test­pflicht für Rei­sen nach Lon­gye­ar­by­en 24 Stun­den vor Abrei­se für voll­stän­dig Immu­ni­sier­te (voll­stän­dig Geimpft / …). Das geschieht auch vor dem Hin­ter­grund, dass in Spitz­ber­gen mitt­ler­wei­le 83,5 % der Bevöl­ke­rung über 18 Jah­ren geimpft sind. Davon unbe­rührt ist die Test­pflicht im Zusam­men­hang mit der Ein­rei­se nach Nor­we­gen.

Neue Regeln für Spitz­ber­gen-Tou­ris­mus

Für Tou­ris­mus und Schiffs­rei­sen in Spitz­ber­gen gel­ten ab Sonn­tag fol­gen­de Regeln:

  • Rei­se­ver­an­stal­ter müs­sen sich infek­ti­ons­schutz­fach­lich ver­ant­wort­lich ver­hal­ten, hier gel­ten von nun an die glei­chen Anfor­de­run­gen wie auf dem Fest­land.
  • Hotels dür­fen 90 % ihrer Zim­mer­ka­pa­zi­tät nut­zen. Die übri­gen 10 % müs­sen für Qua­ran­tä­ne­fäl­le vor­ge­hal­ten wer­den.
  • Char­ter­flü­ge von Nor­we­gen nach Lon­gye­ar­by­en sind wie­der erlaubt, nicht jedoch Char­ter­flü­ge, die außer­halb von Nor­we­gen star­ten.
  • Für Schif­fe, mit denen in Spitz­ber­gen mehr­tä­gi­ge Rei­sen gefah­ren wer­den sol­len, muss ein vom Sys­sel­mann aner­kann­tes Kon­zept vor­lie­gen. Auch hier wird es in jedem Fall vor­läu­fig nicht mög­lich sein, die vol­le Kapa­zi­tät zu nut­zen; maxi­mal wird man 90 % nut­zen kön­nen. Die hängt auch davon ab, ob alle Per­so­nen an Bord voll­stän­dig immu­ni­siert sind. Wenn das nicht der Fall ist, gel­ten ande­re Zah­len und die nutz­ba­re Kapa­zi­tät wird gerin­ger sein. Hier­für gibt es bis­lang kei­ne Zahl, wahr­schein­lich wird im Ein­zel­fall ent­schie­den.
  • Wenn Per­so­nen an Bord sind, die nicht voll­stän­dig immu­ni­siert sind, ist die Zahl auf maxi­mal 200 begrenzt und vor Abrei­se muss getes­tet wer­den. Das gilt sowohl für Nor­we­gen als auch für Spitz­ber­gen.
  • Wenn alle an Bord voll­stän­dig immu­ni­siert sind, kön­nen bis zu 2000 Men­schen an Bord sein (rich­tig gele­sen – in Wor­ten: zwei­tau­send). In jedem Fall dür­fen aber nur maxi­mal 90 % der Kapa­zi­tät genutzt wer­den und ggf. auch weni­ger.
  • Tritt eine Coro­na-Infek­ti­on an Bord auf oder auch ein Ver­dachts­fall, müs­sen Schif­fe zum Fest­land oder ggf. zum Hei­mat­ha­fen zurück­fah­ren. Auf Lon­gye­ar­by­en als Anlauf­stel­le kann man ggf. nicht rech­nen, da die Kapa­zi­tä­ten der dor­ti­gen Gesund­heits- und Bereit­schafts­diens­te sehr begrenzt sind.
  • Bei Coro­na-Ver­dachts­fäl­len müs­sen alle an Bord blei­ben, bis die Behör­den ent­spre­chend anders­lau­ten­de Geneh­mi­gung geben.
  • Bei Kreuz­fahr­ten mit inter­na­tio­na­ler Fahrt­rou­te gilt für den Fall, dass nach FHI-Kar­te qua­ran­tä­ne­pflich­ti­ge Per­so­nen an Bord sind, ein Land­gangs­ver­bot für das gan­ze Schiff.

Kom­men­tar

Damit gibt es nun end­lich eine Infor­ma­ti­on, was schiffs­ba­sier­te Spitz­ber­gen­rei­sen betrifft. Eine sol­che Infor­ma­ti­on war zu Jah­res­be­ginn schon für „bis Ende Mai“ ange­kün­digt und ist über­fäl­lig. Was das für die die­sen Som­mer noch im Plan ste­hen­den Spitz­ber­gen­rei­sen bedeu­tet, muss sich nun erst noch her­aus­kris­tal­li­sie­ren. Hier­zu wer­den Ree­de­rei­en, Ver­an­stal­ter und Behör­den nun in Kon­takt tre­ten und sobald Ent­schei­dun­gen gefal­len sind, wer­den die Betref­fen­den es zeit­nah erfah­ren.

In jedem Fall wird es vor­teil­haft sein, wenn wir bald „gel­be Län­der“ sind und mög­lichst auch blei­ben. Wenn die Del­ta-Vari­an­te uns nach Fuß­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft und all­ge­mei­nen Öff­nun­gen, ver­bun­den mit weit ver­brei­te­ter Fei­er­lau­ne und Feri­en­stim­mung, wäh­rend des Som­mers über­rennt, ist wahr­schein­lich sowie­so ggf. alles für den Eimer. Wir gön­nen allen Fuß­ball und Fei­ern, wür­den aber auch ger­ne mal wie­der tun, was wir ger­ne tun wür­den und auch drin­gend tun müss­ten.

Ein­rei­se nach Nor­we­gen und Spitz­ber­gen: Oslo bewegt sich

Die meis­ten Ver­an­stal­ter haben Spitz­ber­gen für die­sen Som­mer schon abge­schrie­ben, aber der eine oder die ande­re hegt noch Hoff­nun­gen, in den nächs­ten Mona­ten auf 78 Grad Nord zu kom­men und viel­leicht auch noch ein paar Meter dar­über hin­aus.

Ob das mög­lich sein wird und wenn ja, was genau gehen wird, das muss sich wei­ter­hin erst noch zei­gen. Natür­lich ist Coro­na der alles beherr­schen­de Fak­tor, die wei­te­re Ent­wick­lung der Infek­ti­ons­zah­len in den invol­vier­ten Län­dern sowie das Fort­schrei­ten der jewei­li­gen Impf­pro­gram­me und deren Wirk­sam­keit auch gegen neue Vari­an­ten des Virus wer­den das Rei­se­ge­sche­hen noch eine Wei­le domi­nie­ren.

Die FHI-Kar­te als wich­ti­ge Daten­ba­sis

Immer­hin zeich­net sich für den Fall güns­ti­ger Ent­wick­lun­gen nun ab, dass Nor­we­gen Schrit­te in Rich­tung Öff­nung der Gren­zen macht, auch wenn inter­na­tio­na­le Tou­ris­ten nach aktu­el­lem Stand der Din­ge wei­ter­hin zunächst in den meis­ten Fäl­len nicht ein­rei­sen dür­fen bzw. nur bei Her­kunft aus Regio­nen und Län­dern, die auf der Kar­te des nor­we­gi­schen Gesund­heits­am­tes (FHI) „gelb“ ein­ge­tra­gen sind. Das sind in der aktu­el­len Kar­te aber nur Tei­le von Finn­land sowie Island und Grön­land.

FHI-Corona-Karte

Coro­na-Kar­te des nor­we­gi­schen Gesund­heits­am­tes (FHI), nach letz­tem Stand vom 4.6.:
Viel rote Far­be.

Imp­fun­gen erleich­tern das Rei­sen, Spitz­ber­gen wird ein­be­zo­gen

Den­noch deu­tet sich eine Ent­wick­lung in Rich­tung Öff­nung an, die auch inter­na­tio­na­len Rei­sen­den Hoff­nung machen kann:

  • Laut einer Pres­se­er­klä­rung der Regie­rung von Mitt­woch dür­fen ab Frei­tag (11.6.) voll­stän­dig immu­ni­sier­te Per­so­nen ohne Qua­ran­tä­ne nach Nor­we­gen ein­rei­sen. Das gilt zwar zunächst nur für Per­so­nen, die bei­de Impf­do­sen in Nor­we­gen bekom­men haben bzw. deren Infek­ti­on mit Sars­Cov-2 inner­halb der letz­ten 6 Mona­te in Nor­we­gen regis­triert ist, aber das ist, wie es scheint, vor allem eine Fra­ge der amt­lich aner­kann­ten, nach­voll­zieh­ba­ren und siche­ren Doku­men­ta­ti­on. Nor­we­gen hat ange­kün­digt, sich dem euro­päi­schen digi­ta­len Impf­pass anzu­schlie­ßen, und man darf gespannt sein, was damit dann mög­lich sein wird. Ein Test bei Ein­rei­se ist wei­ter­hin erfor­der­lich.
  • Nun ist auch Spitz­ber­gen end­lich in einen Locke­rungs­schritt ein­be­zo­gen: wie die Sval­bard­pos­ten berich­tet, ent­fällt die oben beschrie­be­ne Qua­ran­tä­ne­pflicht für voll Immu­ni­sier­te auch für Spitz­ber­gen. Wer nach Nor­we­gen ein­rei­sen kann, kann also nun ohne Qua­ran­tä­ne nach Lon­gye­ar­by­en wei­ter­rei­sen. Die Qua­ran­tä­ne war bis­lang für inter­na­tio­na­le Rei­sen­de mit Ziel Spitz­ber­gen – Nor­we­ger ein­ge­schlos­sen – beson­ders pro­ble­ma­tisch, da die­se auf dem Fest­land „abge­ses­sen“ wer­den muss­te. Wei­ter­hin gül­tig ist die For­de­rung eines nega­ti­ven Tests inner­halb von 24 Stun­den vor Abflug nach Lon­gye­ar­by­en. Der Test muss in Nor­we­gen gemacht wer­den. Es kann auch ein Schnell­test sein.

Für uns wei­ter­hin span­nend bleibt die Fra­ge, ob die­sen Som­mer noch Schiffs­rei­sen mög­lich sein wer­den. Es scheint immer­hin vor­stell­bar, dass das z.B. für Immu­ni­sier­te noch mög­lich sein wird. Wir blei­ben dran.

Kom­men­tar

Abschlie­ßend ein klei­ner Kom­men­tar, um Miss­ver­ständ­nis­sen vor­zu­beu­gen: For­de­run­gen nach über­stürz­ten Öff­nungs­schrit­ten im Sin­ne einer Frei­heit ohne Rück­sicht auf Ver­lus­te lie­gen mir wahr­lich fern. Ein dog­ma­tisch anmu­ten­des Fest­hal­ten an einer völ­li­gen Abschot­tung erscheint ande­rer­seits aber unnö­tig rigi­de, und dar­auf hat­te zwi­schen­zeit­lich sogar die EFTA-Über­wa­chungs­be­hör­de, die den Euro­päi­schen Wirt­schafts­raum über­wacht, mit einem Ver­fah­ren reagiert. Ich fin­de es sinn­voll und freue mich dar­über, wenn durch eine Kom­bi­na­ti­on von Immu­ni­sie­rung und Tests Rei­sen nun lang­sam wie­der mög­lich wer­den. Das wird, wie gesagt, ohne­hin von der wei­te­ren Ent­wick­lung der Coro­nalage und wei­te­ren poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen abhän­gen. Aber wir sehen nun immer­hin den Beginn einer Ent­wick­lung in eine erfreu­li­che Rich­tung.

Coro­na, Nor­we­gen, Bar­ents­burg …

Coro­na, Imp­fun­gen, Nor­we­gen und die Ein­rei­se

Man kann etwas genervt die nor­we­gi­schen Nach­rich­ten und Regie­rungs­mit­tei­lun­gen ver­fol­gen und sich über die der­zeit nahe­zu täg­li­chen Anpas­sun­gen der Regeln bezüg­lich Ein­rei­se und Qua­ran­tä­ne wun­dern, die der­zeit in die Rich­tung gehen, mehr und mehr Per­so­nen nach Ein­rei­se das Qua­ran­tä­ne­ho­tel zu erspa­ren und die Qua­ran­tä­ne zu Hau­se zumin­dest teil­wei­se zu ermög­li­chen – wei­ter­hin aber zunächst nur für Nor­we­ger. Coro­na-Imp­fun­gen wer­den zunächst nur aner­kannt, wenn die­se in Nor­we­gen ver­ab­reicht wur­den; Ände­run­gen könn­ten nach Ein­füh­rung des digi­ta­len euro­päi­schen Impf­pas­ses kom­men.

Spitz­ber­gen hat übri­gens mitt­ler­wei­le eine rekord­ver­däch­ti­ge Impf­quo­te von über 80 % bei der erwach­se­nen Bevöl­ke­rung. Den­noch hat man in Lon­gye­ar­by­en nicht zu Unrecht den Ein­druck, bei den Erleich­te­run­gen, die für das nor­we­gi­sche Fest­land der­zeit rea­li­siert wer­den, ver­ges­sen zu wer­den. So gilt bei der Anrei­se nach Lon­gye­ar­by­en als ein­zi­gem Ort Nor­we­gens wei­ter­hin eine Test­pflicht, auch für durch Imp­fung oder Erkran­kung Immu­ni­sier­te. Ein Schnell­test ist am Flug­ha­fen für „schma­le“ 1195 Kro­nen (rund 120 Euro) zu haben, wäh­rend ein PCR-Test mit Ergeb­nis in 1-5 Stun­den mit z.B. 2500 Kro­nen (rund 250 Euro) noch hef­ti­ger in der Buch­hal­tung ein­schlägt (Prei­se von Dr. Dro­pin, einem Test­an­bie­ter am Flug­ha­fen Oslo Gar­der­mo­en). Dazu kom­men die logis­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen einer Tes­tung wäh­rend der Anrei­se, die durch­aus zu einer zusätz­li­chen Nacht im Hotel füh­ren kön­nen.

Was viel bes­ser ist

Barentsburg

Bar­ents­burg mit Blick über den Grønfjord.
Zeich­nung von Edda Maaß, einem Geburts­tags­kind, oder zutref­fen­der, seit letz­ter Woche: einer jun­gen Geburts­tags­er­wach­se­nen, mit freund­li­cher Geneh­mi­gung.
Herz­li­chen Glück­wunsch!

Man kann die­ses Jam­mer­tal aber auch ein­fach mal hin­ter sich las­sen und sich über etwas Schö­nes freu­en. Bei­spiels­wei­se über die­ses mei­ner Mei­nung nach wirk­lich gelun­ge­ne Bild, das Edda Maaß, die kürz­lich ihren 18. Geburts­tag fei­ern konn­te, gezeich­net hat. Der Ort wird vie­len bekannt sein 🙂

Eigent­lich ver­dient das Bild einen pas­sen­den Treib­holz-Bil­der­rah­men aus Lon­gye­ar­by­en. Mal schau­en, ob die Gele­gen­heit sich die­ses Jahr ergibt … das ist aus meh­re­ren Grün­den lei­der noch offen.

P.S. Den Namen der Künst­le­rin habe ich nach ent­spre­chen­der Abspra­che nach­träg­lich ergänzt. Mit dem unge­frag­ten Ver­öf­fent­li­chen von Namen oder Fotos nicht­öf­fent­li­cher Per­so­nen bin ich all­ge­mein lie­ber zunächst zurück­hal­tend. Das habe ich jetzt aber sehr ger­ne nach­ge­holt!

Mar­gas Ark­tis-Fern­seh­tipps für den Juni

Nach wie vor ist offen, wann Nor­we­gen und der ark­ti­sche Nor­den des Lan­des Nor­mal­sterb­li­chen wie­der offen ste­hen; bis­lang ver­folgt das Land ja eher eine Poli­tik der Abschot­tung, wobei wir gespannt auf Nach­rich­ten aus Oslo war­ten, in der Annah­me, dass die dau­er­haf­te Nord­ko­rea­ni­sie­rung des Lan­des nicht ange­strebt wird. Zwi­schen­zeit­lich kann man sich für den gedank­li­chen Aus­flug in den hohen Nor­den wei­ter­hin sehr ger­ne mal hin­ter ein gutes Ark­tis-Buch klem­men oder alter­na­tiv auch mal vor die Glot­ze set­zen.

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Ark­tis Fern­seh­tipps: Der Fern­se­her in der Rit­ter­hüt­te auf Gråhu­ken.
Der Emp­fang ist dort mit­un­ter aller­dings eher schlecht.

Mar­gas Ark­tis-Fern­seh­tips auf Arte im Juni

Die Lis­te wird bei Bedarf aktua­li­siert.

EA = Erst­aus­strah­lung

  • Mitt­woch, 02.06., 17.50 Uhr: „Unter­wegs am Polar­krei­us: Auf dem Kystriks­vei­en in Nor­we­gen“ (D/B 2021, EA)
  • Frei­tag, 04.06., 16.00 Uhr: „Die letz­ten Jäger Grön­lands“ (SLO 2017, Wdhlg.)
  • Frei­tag, 11.06., 11.20 Uhr: „Kana­da – Das Leuch­ten der Ark­tis“ (CDN 2019, Wdhlg.)
  • Mitt­woch, 16.06., 16.00 Uhr: „Kana­da – Dem Land ver­bun­den“ (CDN 2019, EA.)
  • Frei­tag, 18.06., 16.00 Uhr: „Kana­da – Das Leuch­ten der Ark­tis“ (CDN 2019, Wdhlg.)
  • Frei­tag, 18.06., 18.30 Uhr: „Das Wesen der Wale“ (A 2018)
  • Mon­tag, 28.06., 19.40 Uhr: „Kana­das Natio­nal­parks: Klua­ne“ (D 2017, Wdhlg.)
  • Mitt­woch, 30.06., 17.20 Uhr: „Medi­zin in fer­nen Län­dern: Grön­land: Arzt­be­such in der Ark­tis“ (F 2017, Wdhlg.)

Soweit alles auf Arte.

Ande­re Pro­gram­me

  • Hes­si­scher Rund­funk, Frei­tag, 04.06., 20.15 Uhr: „Island erle­ben“ (D 2020)
  • WDR, Frei­tag, 24.06., 20.15 Uhr: „Polar­tag“ (D 2019)
  • WDR, Frei­tag, 24.06., 21.00 Uhr: „Island: Som­mer der Polar­füch­se“

Wei­te­re sach­dien­li­che Hin­wei­se wer­den ger­ne ent­ge­gen­ge­nom­men. Alle Anga­ben wie immer ohne Gewehr.

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News-Auflistung generiert am 21. Juni 2021 um 10:45:13 Uhr (GMT+1)
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