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Tusenøyane

Karte: Tusenøyane

Allgemein: Der treffende Name Tusenøyane bedeutet »Tausend Inseln«. Dabei handelt es sich um eine große Anzahl kleinerer Inselchen, Schären und Klippen südlich der Edgeøya. Die größten Inseln sind nur wenige km2 groß. Heute als Teil des Südost-Svalbard-Naturreservates geschützt. Wegen unkartierter Gewässer sowie oft schwieriger Eisverhältnisse sind die Tusenøyane nur schwer zugänglich.

Mehr Information über Spitzbergen im Reiseführer Spitzbergen-Svalbard

Reiseführer: Spitzbergen-Svalbard

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Geologie: Die Tusenøyane bestehen ausschließlich aus Intrusionen aus Doleriten und Diabasen (Basaltähnliche Gesteine), Alter oberer Jura bis Kreide. Die ehemals umliegenden Sedimente, in welche die Dolerite eingedrungen sind, sind vollständig abgetragen und somit nicht mehr sichtbar, sie existieren weiter nördlich noch und bilden dort die Edgeøya. Andere Gesteine wie z.B. Granite o.a. finden sich ausschließlich in Form von Findlingen.

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Landschaft: Kleine, felsige Inselchen ohne Gletscher oder permanente Schneefelder. Viele der Tusenøyane sind vegetationsarm und von groben Gesteinsblöcken übersät, stellenweise gibt eine erstaunlich reiche Moostundra mit kleinen Süßwasserseen. Auch die Halvmåneøya sowie die Ryke Yse Øyane gehören landschaftlich und geologisch zu den Tusenøyane.

Trapperhütte auf der Halvmnåeøya

Felsige Basaltlandschaft der Tusenøyane mit Trapperhütte. Halvmåneøya.

Flora und Fauna: Hocharktisch. Teilweise sehr vegetationsarm und steinig, teilweise reiche, farbenfrohe Tundra mit viel Moos. Diese Moostundra ist sehr verletzlich – sollten Sie einmal dorthin kommen, versuchen Sie bitte, auf Steine zu treten! Auf manchen Inseln gibt es Süßwasserseen, wo oft Sterntaucher brüten (am Brutplatz leicht störbar – Vorsicht, Abstand halten!). Wichtiger Sammelplatz für Gänse und Eiderenten. Aufgrund der weitläufig flachen Gewässer gute Weidegründe für Walrosse, die sich von Muscheln ernähren, welche im Schlamm leben.

Geschichte: Früh im 17. Jahrhundert von Walfängern entdeckt, die hier auch einzelne Landstationen betrieben.

Doppelofen. Delitschøya, Tusenøyane

Speckofen (Doppelofen) aus dem 17. Jahrhundert, Tusenøyane. Diese Ofen ist wohl der am besten erhaltene in ganz Svalbard.

Eventuell schon zuvor den Pomoren bekannt, die im Bereich der Tusenøyane bis ins 19. Jahrhundert hinein eine Reihe von Jagdstationen betrieben. Im frühen 20. Jahrhundert wichtiges Fanggebiet von norwegischen Trappern für Eisbären, vor allem die Halvmåneøya und der Tjuvfjord.

Tusenøyane (Galerie)

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Letzte Änderung: 12. November 2014 · Copyright: Rolf Stange
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