Die Meander schlägt wunderbar die Brücke zwischen der Antigua und der Arctica II. Mit nur 12 Passagieren ist sie bezüglich der locken Atmosphäre und der Flexibilität recht nah an der Arctica II, hat aber mit Kapitän, Steuermensch, Koch, Deckhand und Guide eine größere Mannschaft als diese, und das eröffnet natürlich Möglichkeiten, auf die wir uns freuen! Hier klicken für alle weiteren Informationen zum Segelschiff Meander.
Vom 26. August bis zum 08. September 2024 wollen wir Spitzbergen intensiv kennenlernen und sind dabei auf dem Zweimastsegler Meander unterwegs. Das intensive, aktive Erlebnis der Natur, Tierwelt und Geschichte Spitzbergens in aller Vielseitigkeit, ausgehend von einem Segelschiff in traditionellem Stil, steht im Vordergrund.
Zu dieser Zeit neigt sich der Polarsommer langsam dem Ende entgegen und der Herbst steht zwar noch draußen vor der Tür, beginnt aber anzuklopfen. Anstelle von Sonnenschein rund um die Uhr können wir bei gutem Wetter die schönsten Abendstimmungen und die ersten Sonnenauf- und Untergänge genießen – keine Selbstverständlichkeit kurz unterhalb des Nordpols, in dem die Mitternachtssonne vier Monate lang den Himmel beherrscht.
Die Meander im Septemberlicht Anfang September im Woodfjord.
Auch das: Ein arktischer Traum!
Unsere Reise führt uns in die Fjorde an der West- und Nordküste Spitzbergens, und bei günstigem Wetter wird das gute Zeitpolster uns auch möglicherweise einen Abstecher in die nördliche Hinlopenstraße mit den dort gelegenen Teilen des Nordaustlands wie den Murchisonfjord erlauben. Eine Umrundung Spitzbergens streben wir eher nicht an, wobei auch das unter wirklich günstigen Bedingungen nicht ausgeschlossen ist, aber für ein gutes Spitzbergen-Erlebnis gilt für die gefahrenen Meilen manchmal: weniger ist mehr. Einen guten Vorgeschmack von dem, was hier möglich ist, vermittelt der bebilderte Reisebericht von der entsprechenden Fahrt von 2023.
Die Landgänge
Ein bis zwei Landgänge wollen wir je nach Wetter möglichst täglich machen, und je nach Wetter und Gelegenheit können die Touren im Einzelfall möglicherweise auch länger sein als die üblichen 2-4 Stunden, um möglichst viel Zeit inmitten der arktischen Natur zu verbringen. Dabei geht es nicht um Extremtouren, sondern um Tundra-Streifzüge oder kleine Bergwanderungen, bei denen wir uns Zeit lassen. Das Naturerlebnis steht im Mittelpunkt und nicht die sportliche Leistung – anstrengend wird es aber sicher mitunter auch werden, das gehört zum intensiven Naturerlebnis immer mal dazu.
Septemberliche Bergwanderung in Spitzbergen.
Schnee kann zu dieser Jahreszeit jederzeit mal fallen.
Wir haben dem Gelände, wie es uns auf dieser Reise typischerweise begegnen wird, eine eigene Infoseite mit vielen Fotos gewidmet – bitte beachten, denn das weglose und oft steinige Gelände ist auch nicht unbedingt jedes Menschen Sache, und wer damit gar nicht klarkommt, sollte sich gut überlegen, ob diese Fahrt wirklich das Richtige ist (wahrscheinlich ist das dann nicht der Fall).
Unterwegs in polarwüstenhaftem, aber einfachem Gelände auf dem Nordaustland.
Von allen Teilnehmenden erwarten wir ausreichende Geländegängigkeit und Wetterfestigkeit für unsere Touren; wir setzen auch Motivation für die Touren und das Naturerlebnis in einer kleinen Gruppe mit einem kleinen Schiff und ein Interesse an den Regionen und Hintergründen voraus, das nicht nur oberflächlich ist und sich nicht nur auf die Sichtungen großer Tiere beschränkt.
Die Meander vor einem Gletscher im Nordwesten Spitzbergens.
Die Fahrt auch ist nichts für Leute, die nur schnell und bequem ein paar große Gletscher und Eisbären sehen, aber keinesfalls einmal kalt und nass werden wollen. Das intensive Erlebnis von Spitzbergen in möglichst all seinen Facetten in Kombination mit einem kleinen Segelschiff in altem Stil steht im Vordergrund. Da wird man auch schon mal nass und kalt und man fasst auch mal mit an. All das trägt letztlich zu einem ganzheitlich schönen Erlebnis bei!
Auf der Meander ziehen wir alle an einem Strang 🙂
Die Meander
Das erste Schiff, das im Juni 1596 Spitzbergens Gewässer befuhr, war ein niederländisches Segelschiff. Ein niederländisches Segelschiff ist auch der Zweimaster Meander, mit dem wir unterwegs sein werden.
Die Meander in Spitzbergens Fjorden.
Das Schiff hat auch einen Motor – bei gutem Wind wird gesegelt, aber manchmal wollen wir einfach irgendwo ankommen, um an Land etwas zu unternehmen, und dann wird die Maschine angeworfen. Tatsächlich sind die Windverhältnisse um Spitzbergen so, dass wir wahrscheinlich relativ oft auf die Maschine zurückgreifen werden; wer primär das Segelsporterlebnis sucht, wird in Spitzbergens Küstengewässern wohl nicht so recht glücklich werden.
Wer Lust hat, kann auch mal am Ruder stehen oder helfen, die Segel zu setzen. Segelerfahrung ist aber nicht erforderlich: Alles passiert unter fachkundiger Anleitung der Mannschaft. Aber es sollte eine Grundbereitschaft zum Helfen und Lust zum Mitmachen vorhanden sein; das ist Voraussetzung, damit überhaupt gesegelt werden kann. Auch in der Küche freut man sich über Mithilfe bei einfachen Tätigkeiten, etwa beim Abwasch nach den Mahlzeiten.
Für uns steht das Natur- und Landschaftserlebnis im Vordergrund: Dieses wird uns wichtiger sein als das hektische »Abhaken« von Sehenswürdigkeiten oder das Segeln, wenn auch das natürlich mal zu seinem Recht kommen soll. Naturkundliche Hintergründe wird es ebenso regelmäßig geben wie Geschichte und Geschichten aus älteren und neuen Zeiten, an der frischen Luft oder gemütlich an Bord, wie es sich anbietet.
Eindrücke von früheren Spitzbergen-Fahrten, auch im September, gibt es hier auf Mausklick. Auch von der entsprechenden Reise mit der Meander Ende August/Anfang September 2023 gibt es einen gut bebilderten, realistischen Reisebericht (hier klicken). In dieser Art stellen wir uns auch diese Reise im Spätsommer 2024 vor, wobei natürlich die Natur in vielerlei Hinsicht das letzte Wort hat. In der Arktis wiederholt sich eine Fahrt niemals auf genau die gleiche Art!
Ein paar weitere Eindrücke, wie sie uns so oder ähnlich Ende August/Anfang September 2024 begegnen können:
… und wer sich unverbindlich vormerken lassen oder buchen will, wende sich am besten direkt an die »Geographische Reisegesellschaft« in Senden bei Münster:
GeoRG – Geographische Reisegesellschaft
Sporksfeld 93
D-48 308 Senden
Neugierige Walrosse. Haben wir 2024 wieder so viel Glück ..?
Alle Angaben auf dieser Seite wie immer nach bestem Wissen und Gewissen, aber vorbehaltlich Änderung und Irrtum. Für unsere Reisen gelten die AGB der Geographischen Reisegesellschaft.
Lofoten, Jan Mayen und Spitzbergen aus der Luft – Dieses Buch ist eine Luftbildreise durch die Landschaften des arktischen Norwegens: die Lofoten, Jan Mayen und Spitzbergen.
Das Buch zum Poster Svalbardhytter. Das Poster visualisiert die Vielfalt der Hütten Spitzbergens in einer Vielfalt arktischer Landschaften. Dieses Buch erzählt die Geschichten der Hütten auf drei Sprachen.
Spitzbergen – Svalbard. Arktische Naturkunde und Geschichte in Wort und Bild. Hintergründe, Routen & Regionen, Praktisches. Umfassender Reiseführer zur arktischen Inselgruppe Spitzbergen mit 592 Seiten.
Scoresbysund Hot Dogs – Mit Hundeschlitten in Grönland
Hundeschlittenfahrten auf der Rückseite von Grönland - Grönland ist nicht gerade der Nabel der Welt. Die meisten Grönländer leben an der Westküste ihrer Insel, so dass die fast unbewohnte Ostküste selbst in Grönland einen Ruf von Abgelegenheit genießt – es ist die »Rückseite« von Grönland.
Nach einer Reihe von Besuchen auf der wilden, faszinierenden Insel Jan Mayen musste ich einfach aufschreiben, was es dazu zu wissen gibt, da gute Literatur, soweit überhaupt vorhanden, bislang nur auf englisch und norwegisch vorhanden ist.
Eine Skiwanderung im Liverpool Land – Im Lichtwinter haben wir – fünf Menschen und ein Hund – eine vierwöchige Skiwanderung im Osten von Grönland gemacht und dabei eine Menge erlebt. Mein ausführliches Tagebuch von dieser Tour habe ich in überarbeiteter Form als Buch herausgebracht.
Die Lebensgeschichte von Cymba, dem Albatros aus Südgeorgien - Die Nebel der Zeit von James McQuilken, übersetzt und herausgegeben von Rolf Stange, Deutsche Erstausgabe im November 2012.