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Prachteiderente (Somateria spectabilis)

King Eider (E) - Praktærfugl (N) - Konings eider (NL) - Eider á tete grise (F)

Die männ­li­che Prach­tei­de­ren­te ist ein schö­ner, far­ben­präch­ti­ger Vogel, der oft hoch oben steht auf der Wunsch­lis­te von Vogel­kund­lern steht, die Sval­bard besu­chen. Es gehört aller­dings ein wenig Glück dazu, sie zu sehen.

Prachteiderente

Macht ihrem Namen alle Ehre: Die Prach­tei­de­ren­te (Männ­chen). Advent­da­len, Anfang Juni.

Beschrei­bung: Mit einer Län­ge von 55 cm und einem Gewicht von 1,5-1,8 kg ist die Prach­tei­de­ren­te gering­fü­gig klei­ner als die Eide­ren­te, der Unter­schied reicht zur Bestim­mung aller­dings nicht aus. Vor allem die Unter­schei­dung der Weib­chen von Prach­tei­de­ren­te und Eide­ren­te ist sehr schwie­rig und nur anhand von Detail­un­ter­schie­den des Gefie­ders sowie im Bereich der Schna­bel­wur­zel mög­lich, ansons­ten sind sich bei­de mit ihrem brau­nen Tarn­kleid äußerst ähn­lich. Das Prach­tei­de­ren­ten­männ­chen hat einen grau­en Kopf, eine auf­fäl­lig gewölb­te, far­ben­präch­ti­ge Stirn und einen roten Schna­bel.

Prachteiderente und Eiderente

Prach­tei­de­ren­te: aus­ge­wach­se­nes Männ­chen (rechts unten),
sub-adul­tes Männ­chen (rechts oben).
Eide­ren­te: Männ­chen (links unten). Ymer­buk­ta, Ende Juni.

Verbreitung/Zugverhalten: Die Prach­tei­de­ren­te ist zir­kum­po­lar in der Ark­tis ver­brei­tet und hält sich ten­den­zi­ell in höhe­ren Brei­ten auf als die Eide­ren­te. In Sval­bard brü­tet die Prach­tei­de­ren­te vor allem an der West­küs­te zwi­schen Bellsund und Prins Karls For­land sowie bei der Reins­dyr­flya im Ein­gangs­be­reich des Lief­defjords, mög­li­cher­wei­se aber auch im Osten Sval­bards  (Tus­enøya­ne?). Den Win­ter ver­bringt sie mög­li­cher­wei­se an der Küs­te von Nord­nor­we­gen. Sie kommt im Mai in den Brut­ge­bie­ten an und bezieht den Nist­platz, sobald die­ser schnee­frei ist.

Prachteiderente

Prach­tei­de­ren­te: adul­te Männ­chen (Nr. 1 und 4 von links), sub-adul­tes Männ­chen (Nr. 3), Weib­chen (Nr. 2 und 5). Fri­dt­jov­ham­na, Ende Juni.

Bio­lo­gi­sches: Das bevor­zug­te Brut­ha­bi­tat der Prach­tei­de­ren­te ist fla­che Tun­dra mit klei­nen Süß­was­ser­se­en, sie ernährt sich von aller­lei Grund­le­be­we­sen (Weich­tie­re, Krebs­tier­chen, …). Prach­tei­de­ren­ten bil­den kei­ne Kolo­nien, fin­den sich nach der Brut­sai­son aller­dings in klei­ne­ren Trupps zusam­men. Sie kom­men etwas spä­ter als Eide­ren­ten und legen, sobald der Brut­platz schnee­frei ist, vier bis sechs Eier, wel­che vom Weib­chen aus­ge­brü­tet wer­den (22-24 Tage). Das Männ­chen ver­lässt den Brut­platz kurz nach der Eiab­la­ge. Das Weib­chen ver­lässt das Nest mit den Küken meist, bevor die­se flug­fä­hig sind, und bil­det zusam­men mit ande­ren Weib­chen Trupps auf dem Was­ser.

Prachteiderente

Prach­tei­de­ren­ten (vier Männ­chen), Advent­da­len.

Sons­ti­ges: Die Gesamt­po­pu­la­ti­on in Sval­bard mag bei 1200-2500 Brut­paa­ren lie­gen. Noch viel ist unklar in Bezug auf die Bio­lo­gie der Prach­tei­de­ren­te (Ver­brei­tung, Brut­bio­lo­gie, Zug­ver­hal­ten, …). Prach­tei­de­ren­ten sind schwer zu ent­de­cken. Manch­mal ver­ste­cken sie sich jedoch in Schwär­men der »nor­ma­len« Eide­ren­ten. Es lohnt sich also, die­se genau abzu­su­chen. Prach­tei­de­ren­ten sind auch auf dem Was­ser meist recht scheu und las­sen sich nur sel­ten ein­mal aus der Nähe betrach­ten und foto­gra­fie­ren.

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Letzte Änderung: 24. Februar 2019 · Copyright: Rolf Stange
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