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Ny-Åle­sund

Die Koh­le­vor­kom­men im Kongsfjord waren schon seit dem frü­hen 17. Jahr­hun­dert bekannt, aber es dau­er­te bis 1916, bis jemand sich ernst­haft an den Ver­such mach­te, die Koh­le auf der Brøg­ger­hal­vøya, auf der Süd­sei­te des Kongsfjord, abzu­bau­en. Es war die nor­we­gi­sche Fir­ma Kings Bay Kull Kom­pa­ni AS, die zu die­sem Zweck in dem Küs­ten­städ­chen Åle­sund in Nor­we­gen gegrün­det wur­de. Damit ist auch schon der Name Ny-Åle­sund („Neu Åle­sund“) erklärt.

Kar­te Ny-Åle­sund. Außer­halb der Start­an­sicht der Kar­te liegt der Luft­schiff­mast.

Pan­ora­ma-Unter­sei­ten zu Ny-Åle­sund

Von 1916 bis 1963 ver­such­te die Kings Bay Kull­kom­pa­ni, indus­tri­ell Koh­le abzu­bau­en. Der Erfolg war ziem­lich mäßig, schon nach weni­gen Jah­ren gab es wirt­schaft­li­che Ver­lus­te, Geld wur­de nie ver­dient. Auch Ver­su­che, Ny-Åle­sund als Fische­rei­ha­fen oder Tou­ris­ten­ort (Grün­dung des Nord­pol­ho­tels) zu betrei­ben, miss­lan­gen. Mehr­fach kam es zu schwe­ren Gru­ben­un­glü­cken, in deren Fol­ge der Berg­bau 1963 end­gül­tig auf­ge­ge­ben wur­de und damit vor­über­ge­hend der gan­ze Ort.

Bald begann die Wis­sen­schaft aber, Ny-Åle­sund als guten Stand­ort für Polar­for­schung in sehr hohen Brei­ten zu ent­de­cken und aus­zu­bau­en. Heu­te betrei­ben vie­le Natio­nen dort Sta­tio­nen, die teil­wei­se im Som­mer und teil­wei­se rund ums Jahr in Betrieb sind. Eine ech­te Wohn­be­völ­ke­rung mit Fami­li­en gibt es nicht. Im Som­mer sind zwi­schen 150 und 200 Per­so­nen im Ort, die meis­ten davon Wis­sen­schaft­ler, die nach been­de­ter Sai­son wie­der abrei­sen. Im Win­ter redu­ziert die Bevöl­ke­rung sich daher auf 30-40, die den dau­er­haf­ten Betrieb auf­recht erhal­ten.

Wäh­rend der Nord­pol­ex­pe­di­tio­nen von Roald Amund­sen (1926, Luft­schiff Nor­ge) und Umber­to Nobi­le (1928, Luft­schiff Ita­lia) wur­de Ny-Åle­sund welt­be­rühmt.

Amundsen Ny-Ålesund

Roald Amund­sen in Ny-Åle­sund.

Heu­te wird Ny-Åle­sund oft von Tou­ris­ten auf Schiffs­rei­sen besucht. Tou­ris­mus steht nicht auf der Agen­da des Ortes und bis auf einen Besuch im Sou­ve­nir­la­den (Kongsfjor­dbu­tik­ken) wer­den Tou­ris­ten kei­ner­lei Dienst­leis­tun­gen ange­bo­ten. Es gibt kei­ne Mög­lich­keit zum Über­nach­ten oder Ein­kau­fen, auch die Flü­ge von und nach Lon­gye­ar­by­en sind nicht buch­bar, son­dern wer­den intern ver­ge­ben.

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Letzte Änderung: 21. Januar 2019 · Copyright: Rolf Stange
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