spitzbergen-3
fb  Polare Panoramen - 360-Grad-Panoramen  de  en  
Marker
Home → Dezember, 2018

Monats-Archiv: Dezember 2018 − News & Stories


Spitzbergen-Frühstücksbrettchen erstmals außerhalb von Longyearbyen erhältlich

Woran merkt man, dass die Antigua nach beendeter Nordfahrt wieder den Heimathafen in Franeker erreicht hat? Genau: bei Spitzbergen.de brennt die Kunsthandwerk-Hütte 🙂 nachdem die Serie „Spitzbergen-Kunsthandwerk“ vor einem Jahr mit den Treibholz-Bilderrahmen erfolgreich begann, kommen aktuell die bereits vorgestellte Spitzbergen-Keramik in Form der weitgereisten Becher von Claus Wöckener ins Programm – und nun hiermit auch die Frühstücksbrettchen von Schreinermeister Wolfgang Zach, dem Hersteller der erwähnten Treibholz-Bilderrahmen.

Spitzbergen-Frühstücksbrettchen, was soll das? Nun, ganz einfach: Die sind vor Ort in Longyearbyen der Hit, im Svalbardmuseum, im Svalbardbutikken und sonstwo in Longyearbyen und Ny-Ålesund gehen sie weg wie warme Rentierbuletten. Kein Wunder, man muss sie einfach mögen – in der Gestaltung zeigen sie verspielt arktische Tiere von Rentier und Eisbär über Bartrobbe und Walross bis hin zum Wal.

Spitzbergen-Frühstücksbrettchen

Spitzbergen-Frühstücksbrettchen: Bartrobbe, Rentier und Eisbär sind Publikumslieblinge, nicht nur im echten Leben.

Die Brettchen werden in Longyearbyen aus kräftigem Eichenholz in Handarbeit hergestellt. Aufgrund der sehr begrenzten logistischen Möglichkeiten gibt es vorerst nur eine sehr kleine Anzahl hier auf Spitzbergen.de.

Rocklegende Robert Plant kommt nach Longyearbyen

Es gibt immer noch Leute, die meinen, Longyearbyen sei der Ort, wo Eisbär und Rentier sich gute Nacht sagen. Dabei hat sich schon seit Jahren eine vibrante Kulturszene etabliert. Neben einem sehr aktiven lokalen Verein- und Kulturleben gibt es schon länger eine Reihe von Veranstaltungen, die sich auch international einen guten Ruf erworben haben. So ziehen das Jazzfestival und das Dark Seasons Bluesfestival, die traditionell zu Beginn der Polarnacht stattfinden, sowohl Gäste aus aller Welt als auch internationale Künstler von bestem Ruf an. Auch Sportereignisse wie der Skimarathon und der Spitzbergen Marathon sprengen Jahr für Jahr Rekorde.

Rocklegenden, die sonst in Stadien spielen, haben Longyearbyen bislang nicht auf dem Tourneeplan. Das ändert sich im Juni 2019, wenn Robert Plant für zwei Auftritte nach Longyearbyen kommt. Plant erwarb sich als Sänger von Led Zeppelin einen unbestrittenen Status als Rocklegende, bis zur Auflösung 1980 füllte die Band Stadien überall auf der Welt. Später blieb Plant mit verschiedenen Soloprojekten musikalisch aktiv.

Am 27. und am 29. Juni kann man Robert Plant und seine Band Sensational Space Shifters im Kulturhaus von Longyearbyen live erleben, wie die Svalbardposten berichtet. Dazu kommt es nach einjähriger Vorarbeit des Veranstalters Jim Johansen (Walrus AS), wobei die Neugier des Sängers auf eine der nördlichsten Bühnen der Welt ausschlaggebend sein soll für das Zustandekommen der Konzerte.

Dieser Rekord der nördlichsten Bühne für Rocklegenden ließe sich natürlich schnell brechen: Wer weiß, vielleicht kommen die Rolling Stones dann mal ins Kulturhaus von Pyramiden? 🙂

Neu: Spitzbergen-Becher

In der Abteilung „Spitzbergen-Kunsthandwerk“ tut sich was!

Rolf Stange und Claus Wöckener haben sich 1997 auf Spitzbergen kennengelernt. Auch der gelernte Töpfer Claus Wöckener ist Spitzbergen bis heute verbunden, hat „sein Spitzbergen“ in gemäßigten Breiten aber auch in seiner eigenen Keramikwerkstatt „Woeckworx“ in Hitzacker an der Elbe (Niedersachsen), bekannt durch die Erfindung der originalen Fahrradvase.

Rolf Stange, Claus Wöckener, Spitzbergen

Rolf Stange und Claus Wöckener in Spitzbergen. Nicht 1997.

Nach Ewigkeiten des Rumträumens und Überlegens, wie man die Schönheit der Arktis und der Keramik miteinander verbindet, haben wir 2018 endlich ein erstes Projekt in die Welt gebracht. 20 Becher, in der Gestaltung und Farbgebung von Spitzbergen inspiriert, sind bei Claus in der Werkstatt entstanden und mit Rolf mehrfach um Spitzbergen gereist. Jeder Becher hat dabei einen Landgang mitgemacht, wurde in der Landschaft fotografiert und damit eine ideelle Bindung an einen schönen Ort im hohen Norden bekommen.

Spitzbergen Becher

Spitzbergen-Becher: 20 arktisch weitgereiste Unikate,
hier auf dem Solanderfjellet im Raudfjord.

Gestern (09. Dezember) ging für die Becher die lange Reise zu Ende, nun sind sie hier verfügbar, bereit, das letzte Stück der Reise hin zu ihren endgültigen (?) Besitzerinnen und Besitzern anzutreten. Von 20 existierenden Unikaten sind zur Zeit des Schreibens noch 13 verfügbar.

Bechergalerie

Klicken Sie auf die Bilder, um eine vergrößerte Darstellung des Bildes zu erhalten.

Übrigens kommt bald noch mehr in der Abteilung „Spitzbergen Kunsthandwerk“! Sowohl die in Longyearbyen bereits berühmten Frühstücksbrettchen von Alt i 3 (Wolfgang Zach) als auch die letztes Jahr erstmalig vorgestellten und sehr erfolgreichen Bilderrahmen aus Spitzbergen-Treibholz sind bald hier verfügbar. Die Bilderrahmen sehen etwas anders als als letztes Jahr und sind dieses Mal in 2 Größen verfügbar – Sie dürfen gespannt sein, bald folgt mehr Information an dieser Stelle.

Buch „Arktische Weihnachten“: signierte Exemplare in limitierter Anzahl

Im September 2017 erschien das Buch „Arktische Weihnachten“ von Rolf Stange (Idee, Text, Auswahl) und Norbert Wachter (Zeichnungen). Pünktlich zu Weihnachten 2018 haben wir nun 20 Exemplare, die beide Autoren signiert haben!

Buch: Arktische Weihnachten

Arktische Weihnachten: das Weihnachtsbuch von Rolf Stange und Norbert Wachter.
Passend zum Fest 2018 haben wir 20 Exemplare, die von beiden Autoren signiert wurden.

Das Buch „Arktische Weihnachten“ schildert das Weihnachtsfest im Dunkel der Polarnacht in hohen Breiten. Zu Wort kommen vor allem die Polarpioniere aus alter Zeit selbst mit Texten aus ihren Tagebüchern und Reiseschilderungen aus Spitzbergen, aber auch von Grönland, Jan Mayen, Franz Josef Land und der Bäreninsel. Bekannte Persönlichkeiten der Polargeschichte sind ebenso vertreten wie weitgehend unbekannte Jäger und Trapper.

Rolf Stange rückt sämtliche Kapitel mit einer Einleitung ins rechte historische Licht, und Norbert Wachter sorgt mit seinen schönen Zeichnungen für guten illustrativen Gehalt.

Arktische Weihnachten: Rolf Stange, Norbert Wachter

Die Macher hinter dem Buch „Arktische Weihnachten“: Rolf Stange und Norbert Wachter, ganz im Norden von Spitzbergen, auf der Phippsøya.

Das Buch „Arktische Weihnachten“ ist auf Amazon erhältlich und natürlich auch direkt beim Autor auf dieser Webseite. Signierte Exemplare gibt es nur hier auf spitzbergen.de! Bei Interesse einfach beim Bestellvorgang einen Vermerk („signiert“ o.ä.) im Kommentarfeld machen. Nur solange der Vorrat reicht!

Arktische Weihnachten: Weyprecht und Payer mit dem Tegethoff in Franz Josef Land

Weihnachten 1872: Weyprecht und Payer mit dem Tegethoff vor Franz Josef Land im Eis.

Longyearbyen: Bald der teuerste Hafen der Welt?

Ab 2019 müssen große Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Longyearbyen doppelt so viel Hafengebühr zahlen wie noch in diesem Jahr. Die Preiserhöhung sei ein Werkzeug, um den Massentourismus zu regulieren und gleichzeitig höhere Einnahmen zu generieren, hat vor wenigen Tagen Longyearbyens Hafenmeister Kjetil Bråten verkündet. Er wünscht sich sogar, dass Longyearbyen aufgrund seiner besonderen Lage und der damit verbundenen außergewöhnlichen Betriebskosten „der teuerste Hafen der Welt“ werde. Der Schiffstourismus nach Spitzbergen nimmt zu: 2016 gingen 75.000 Touristen von Kreuzfahrtschiffen in Longyearbyen an Land, 2010 waren es noch 15.000.

Der Preis für einen Liegeplatz im Hafen von Longyearbyen wird sich in Zukunft an der Größe der Schiffe bemessen. Schiffe mit über 100.000 Bruttoregistertonnen müssen doppelt so viel bezahlen, nämlich 1,68 NOK (rund 17 Cent) statt bisher 0,84 NOK pro Tonne. Zusätzlich wird vom Hafen eine Gebühr von 25 NOK (ca. 2,60 Euro) pro Passagier erhoben statt bisher 23 NOK.

Antigua vs Kreuzfahrtschiff

Große Schiffe, kleine Schiffe: Antigua vs. Kreuzfahrtdampfer

Das betrifft zum Beispiel das Kreuzfahrtschiff MSC Preziosa, das seine 3500 Passagiere laut eigener Homepage mit von „Swarovski Kristallen besetzten Treppenaufgängen“ erfreut. Die MSC Preziosa hat sich für 2019 in Longyearbyen angekündigt und wird dann insgesamt 940.000 NOK (rund 96.000 Euro) mehr bezahlen müssen als 2018.

Auch kleinere Boote sind von den höheren Gebühren betroffen. Da sich die Gebühr nach der Größe der Boote richtet, ist der Preisanstieg aber für die großen Kreuzfahrtschiffe am höchsten. Außerdem sollen Schiffe bevorzugt werden, deren Passagiere auf Landgängen möglichst die lokale Wirtschaft ankurbeln.

Hafenmeister Kjetil Bråten geht aber davon aus, dass die großen Luxusschiffe sich von den höheren Gebühren nicht unbedingt abschrecken lassen. Das ist auch nicht das vorrangige Ziel. Es gehe vielmehr darum, eine Balance zu finden zwischen der Regulierung des Massentourismus und den notwendigen Einnahmen zum Ausbau der Hafeninfrastruktur und der Förderung der lokalen Wirtschaft.

Wer weiß, vielleicht kratzt man auf der MSC Preziosa ja in Zukunft ein paar Diamanten vom Treppengeländer, um die Hafengebühr in Longyearbyen zahlen zu können …

Interessant dazu am Rande: Nach eine Umfrage der Zeitung Svalbardposten unter 739 Leserinnen und Lesern stimmen immerhin 60 Prozent der Aussage zu, dass gar keine Kreuzfahrtschiffe mehr Longyearbyen besuchen sollten.

Quelle: Svalbardposten

Wohngebiete in Longyearbyen wegen Lawinengefahr evakuiert

Es ist schon beinahe eine schmerzliche Tradition: die Räumung von Wohnhäusern in ganzen Straßenzügen in Longyearbyen in Zeiten von Lawinengefährdung. Die für zwei Menschen tödliche Lawine vom Dezember 2015 brachte die weiße Gefahr, die nicht nur unterwegs auf Tour, sondern auch in Teilen von Longyearbyen droht, auf tragische Art wieder ins öffentliche Bewusstsein zurück. Im Februar 2017 wurden bei einer Lawine ebenfalls Wohnhäuser stark beschädigt; nur mit Glück kamen keine Personen zu Schaden.

Seitdem werden teilsweise drastische Maßnahmen ergriffen, um weitere Unglücke zu verhindern. Mittlerweile wurden am Hang des Sukkertoppen Lawinenschutzvorrichtungen gebaut. Die zerstörten Wohnhäuser wurden nicht wieder aufgebaut, im Gegenteil werden gefährdete Bereiche seitdem großzügig präventiv evakuiert. Je nach Gefährdung werden manche Häuser nur bei akutem Lawinenrisiko geräumt, während andere Bereiche den ganzen Winter über gesperrt werden.

Am vergangenen Donnerstag (29.11.) hat der Sysselmannen nun erstmalig für diesen Winter wieder Evakuierungen wegen Lawinengefahr verhängt, nachdem die Wetterfrösche kräftigen Schneefall versprochen hatten und die zuständige Behörde NVE (Norges vassdrags- og energidirektorat, norwegische Behörde für Gewässer und Energie) auf varsom.no vor hoher Lawinengefahr im Nordenskiöld Land (Longyearbyens weiter Umgebung) gewarnt hatte.

Longyearbyen Lawine Evakuierungskarte

Evakuierungskarte von Dezember 2017. Die kürzlich geräumten Bereich liegen ebenfalls in diesem Gebiet.

Nach einer neuen Gefahreneinschätzung durch NVE sind die Evakuierungen teilweise bereits wieder aufgehoben worden. Besonders gefährdete Häuser in den Wegen 222 und 226 werden aber von nun an über den gesamten Winter gesperrt bleiben. Genaue Informationen zu den betroffenen Adressen gibt es beim Sysselmannen.

Es liegt bei den Bewohnern, sich selbst um eine neue Unterkunft zu bemühen – nicht unbedingt leicht angesichts der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt in Longyearbyen.

Zurück

News-Auflistung generiert am 15. Dezember 2018 um 20:32:31 Uhr (GMT+1)
css.php