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Barentsburg: Zentrum

360°-Panorama

Nach dem anstrengenden Aufstieg über die Treppen vom Hafen hinauf zum Ort kommt man auf diesem Platz an. Hier stehen wir vor dem großen Kulturhaus, einem Souvenirshop und der alten Kantine („Ctolovaja“). Diese ist derzeit eine leerstehende Ruine, aber denkmalgeschützt: sie gehört zu den ganz wenigen baulichen Strukturen in Barentsburg, die zumindest im Kern noch vor den Zweiten Weltkrieg zurückgehen. Ansonsten wurde Barentsburg während eines deutschen Angriffs 1943 praktisch vollständig zerstört.

An der Wand der alten Kantine hängt ein großes Bild mit einem heroisch dreinblickenden Polarforscher. Manche sagen, dass es sich dabei um Wladimir Alexandrowitsch Rusanov handelt, einem russischen Polarhelden aus dem frühen 20. Jahrhundert (siehe auch Altes Museum/Kulturhaus). Andere weisen darauf hin, dass das Bild wenig Ähnlichkeiten mit dem echten Rusanov hat und vieleicht eher eine idealisierte, fiktive Zeichnung ist. In jedem Fall sollte dieser Arktis-Held den Menschen nahebringen, dass die goldene Zukunft der Menschheit in der Arktis liegt, und so die früheren Bewohner Barentsburgs vom Sinn ihres Daseins und ihrer Tätigkeit überzeugen. Ob’s funktioniert hat ..? Vielleicht wäre Rusanov, der auf seiner letzten Expedition spurlos verschollen ging, tatsächlich nicht der richtige Überbringer solcher aufmunternden Worte gewesen.

Die russischen Zeilen sind ein Zitat aus einem Gedicht von Robert Rozhdestvenskiy mit dem Titel „Die arktische Krankheit“.

… значит, где б ты теперь
ни странствовал,
на пороге любой весны
будешь бредить полярными
трассами,
будешь видет снежные сны.

Das bedeutet etwa:

… das heißt, überall wo du reisen würdest,
an der Türschwelle jeglichen Frühlings
wirst du für polare Wege schwärmen
wirst du Schnee-Träume sehen.

Transkription und Übersetzung von Stephan K. (Juli 2019).

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Letzte Änderung: 29. Juli 2019 · Copyright: Rolf Stange
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