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Monats-Archiv: Mai 2018 − News & Stories


Bill­efjord

Eine nächt­li­che Fahrt brach­te uns tief in die inne­ren Ver­zwei­gun­gen des Isfjord, so dass wir mor­gens im Bill­efjord auf­wach­ten, mit einem fan­tas­ti­schen Land­schafts­pan­ora­ma um uns her­um. Spie­gel­bil­der auf dem Was­ser und Dut­zen­de von Rob­ben auf dem Eis! Zunächst kei­ne Lan­dung, weil die Bucht noch gefro­ren und die Ufer blo­ckiert waren, aber das spiel­te bei die­sen schö­nen Ein­drü­cken erst mal gar kei­ne Rol­le.

Billefjord

Land­schaft im Bill­efjord.

Es war im wört­li­chen Sin­ne nahe­lie­gend, auch noch um die Ecke zu fah­ren, zum gro­ßen Nor­dens­kiöld­breen. Einer der größ­ten Glet­scher im Isfjord und mehr oder weni­ger unse­re letz­te Chan­ce für eine Eis­bä­ren­sich­tung.

Billefjord

Land­schaft im Bill­efjord: Nor­dens­kiöld­breen.

Herr­li­che Land­schaft und eine schö­ne Begeg­nung mit einer Bar­t­ro­bbe, aber kein Eis­bär …

Bartrobbe, Nordenskiöldbreen

Bar­t­ro­bbe am Nor­dens­kiöld­breen.

Dann war es Zeit für einen klei­nen Land­gang. Mit Bruce­by­en kam ich an eine Stel­le zurück, die vie­le alte Erin­ne­run­gen wie­der weck­te. Ein wun­der­ba­res Fleck­chen Erde, die Land­schaft, die Stil­le …

Landung bei Brucebyen

Lan­dung bei Bruce­by­en. Immer die­se mei­len­lan­gen Zodiac­fahr­ten zum Ufer! 😉

Um 1920 hat­te eine schot­ti­sche Gesell­schaft bei Bruce­by­en mal Koh­le­vor­kom­men erkun­det. Ein kurz­le­bi­ges und wenig erfolg­rei­ches Aben­teu­er.

Brucebyen

Bruce­by­en.

Dann, schließ­lich … wir waren schon fast bei der Fahrt aus dem Bill­efjord her­aus, dann fan­den wir doch noch unse­ren Eis­bä­ren! Ziem­lich weit weg und sicher kei­ne Gele­gen­heit für Welt­klas­se-Eis­bä­ren­fo­tos, aber es war unser Eis­bär! Im Fern­glas klar erkenn­bar, zau­ber­te er ein Lächeln in alle Gesich­ter.

Eisbär, Nordenskiöldbreen

Eis­bär am Nor­dens­kiöld­breen, ein soge­nann­ter Pixel­bär. Aber es war unser Eis­bär! 🙂

So konn­ten wir glück­lich und zufrie­den am spä­ten Nach­mit­tag Kurs auf Lon­gye­ar­by­en set­zen.

Isfjord: Alk­hor­net, Bar­ents­burg

Hier im Isfjord ist noch rich­tig Win­ter. Schnee, Schnee, Schnee. Dazu Son­ne, ein Vogel­fel­sen als akus­ti­scher Hin­ter­grund und ein wei­ter Blick über Fjord und Küs­te, Ber­ge und Glet­scher. Ren­tie­re und Gän­se auf den ers­ten frei­en Tund­rafle­cken. Wird’s noch schö­ner? Kaum.

Schnee, Trygghamna

Spä­ter Win­ter in Trygg­ham­na.

Seehund

See­hund am Ufer.

Schneeammer, Alkhornet

Früh­lings­bo­ten am Alk­hor­net: Schnee­am­mer-Paar.

Alkhornet

Das Alk­hor­net.

Dann haben wir noch einen Besuch beim Schwimm­ver­ein in der Ymer­buk­ta gemacht. Land und Leu­te!

Ymerbukta

Schwimm­ver­ein Ymer­buk­ta.

„Schö­ner“ im klas­si­schen Sin­ne wur­de es wohl auch nicht in Bar­ents­burg, aber anders. Sehr anders. Rus­sisch. His­to­risch. Poli­tisch. Haben wir uns alles ange­schaut und im Detail bespro­chen. Muss man machen, sonst hat man echt was ver­passt. Wirk­lich! Das sieht Lenin auch so.

Lenin in Barentsburg

Lenin in Bar­ents­burg.

Im Rück­blick auf die letz­ten Tage haben wir ja reich­lich gute und schö­ne Grün­de, auf die Fahrt anzu­sto­ßen. Das haben wir abends flei­ßig getan. Ein Skål auf Kapi­tän Mario und Koch Piet! Und natür­lich die gesam­te Mann­schaft, aber Kapi­tän und Koch sind natür­lich schon beson­ders wich­ti­ge Posi­tio­nen, wie jeder weiß, der schon mal mit einem Schiff gereist ist. Ein Wort für alle, die die Anti­gua von frü­her ken­nen und neu­gie­rig sind: Natür­lich war ich auch gespannt, nach­dem Kapi­tän Joa­chim und Koch Sascha jeweils neue Kur­se gesetzt haben, denn das waren gro­ße Fuß­stap­fen, die es zu fül­len galt, wie jeder weiß, der in den letz­ten Jah­ren auf der Anti­gua mit­ge­fah­ren ist. Umso schö­ner ist es, jetzt sagen zu kön­nen: ich freue mich auf vie­le wei­te­re Anti­gua-Fahr­ten! Wir hat­ten (und haben noch) eine tol­le Rei­se!

Piet

Applaus für Koch Piet!

Kongsfjord

Nach einer erhol­sa­men Nacht haben wir uns den Kongsfjord schön vor­ge­nom­men. Die­ser post­kar­ten­ar­tig schö­ne Fjord besteht neben vie­len Ber­gen ja vor allem aus Glet­schern. Meh­re­ren davon sind wir auf die Pel­le gerückt. Zu Fuß und mit dem Schiff. Damit sind gro­ße Tei­le des Tages eigent­lich schon gut beschrie­ben.

Blomstrandbreen

Am Blom­strand­breen.

Buckelwal, Kongsfjord

Buckel­wal im Kongsfjord.

Dann waren wir noch zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort, um einem Buckel­wal über den Weg zu schwim­men, der freund­lich mit der Flu­ke wink­te. Und um den Tag so rich­tig rund zu machen, haben wir noch einen Blick in die Blom­strand­hal­vøya gewor­fen.

Eisberg, Kongsfjord

Eis­berg im Kongsfjord.

Küstenhöhle, Blomstrandhalvøya

Küs­ten­höh­le auf der Blom­strand­hal­vøya.

Wie­der mal ein schö­ner Tag in der Ark­tis!

For­landsund, Ny-Åle­sund

Der Wind, der uns ges­tern Abend doch etwas genervt hat­te, hat uns über Nacht dann gut nach Nor­den getra­gen, so dass wir qua­si mit Wal­ros­sen vor der Nase auf­ge­wacht sind. Die Chan­ce haben wir uns natür­lich nicht ent­ge­hen las­sen ☺

Walrosse, Forlandsund

Wal­ros­se im For­landsund.

Ny-Åle­sund ist auf Spitz­ber­gen­fahr­ten natür­lich eigent­lich ein Klas­si­ker, aber auf die­ser Rei­se eben­so natür­lich ein uner­war­te­ter geo­gra­phi­scher Höhe­punkt, im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes. Damit hät­te noch vor ein paar Tagen sicher nie­mand gerech­net, dass wir es auf die­ser Rei­se so weit nach Nor­den schaf­fen wür­den. Aber da waren wir nun, und konn­ten uns erst über strah­len­de Son­ne freu­en und dann end­lich über einen ruhi­gen Abend im Hafen von Ny-Åle­sund. Hat­ten wir uns auch ver­dient, wie wir alle fan­den!

Ny-Ålesund

Der Luft­schiff­mast bei Ny-Åle­sund.

Bellsund

Die nächt­li­che Stre­cke vom Horn­sund zum Bellsund hät­te erhol­sa­mer sein kön­nen, aber das war schnell ver­ges­sen, als wir im Bellsund aufs Freund­lichs­te von Ren­tie­ren begrüßt wur­den, mit Glet­scher im Hin­ter­grund! Spä­ter sahen wir Wal­ros­se, und zwar eben­falls mit schöns­ter Land­schaft im Hin­ter­grund.

 Spitzbergen Rentiere, Bellsund

Spitz­ber­gen Ren­tie­re sind etwas klei­ner als ihre Ver­wand­ten auf dem Fest­land.

Der Bellsund ist in vie­ler Hin­sicht einer mei­ner Favo­ri­ten. In die­ser Land­schaft kann man sich ver­lie­ren! Taten wir auch, von einem klei­nen Hügel, mit Blick auf das noch mehr oder weni­ger fes­te Eis im Van Mijen­fjord.

Bellsund

Blick über den Bellsund

Übri­gens lie­gen im Bellsund jetzt so eini­ge Kilo Plas­tik weni­ger am Strand als vor­her, ein Fischer­netz haben wir auch noch gebor­gen. In einem klei­nen Stück Fischer­netz hat­ten sich gleich 2 Ren­tie­re ver­hed­dert, min­des­tens eines davon war mit dem Netz im Geweih gestor­ben. Gru­se­lig! Das Plas­tik-The­ma wird uns lei­der noch lan­ge beglei­ten, befürch­te ich. Da ist noch viel zu tun. Das wenigs­te davon in der Ark­tis, am Ran­de bemerkt.

Davon ab: ein guter Tag!

Bellsund

Res­te von Fischer­net­zen und ande­rer Plas­tik­müll hat häu­fig tau­sen­de von Kilo­me­tern zurück­ge­legt, bevor er auf Spitz­ber­gen ange­spült wird.

Horn­sund

Die Pas­sa­ge von der Bären­in­sel nach Spitz­ber­gen lief schnell und gut. Das Timing war bes­tens, kurz vorm Horn­sund blies der Wind rich­tig hef­tig, auf offe­ner See wäre das ganz und gar nicht schön gewe­sen! So aber waren wir dann schon wie­der unter Land und konn­ten am spä­ten Abend geschützt ankern. Von der schö­nen Land­schaft war im Schnee­trei­ben zunächst noch nichts zu sehen. Offen­sicht­lich sind wir in der hohen Ark­tis ange­kom­men!

Hornbreen

Der Glet­scher Horn­breen am süd­li­chen Zip­fel von Spitz­ber­gen

Heu­te klar­te es dann auf, bis nach­mit­tags sogar die strah­len­de Son­ne her­aus­kam und das vie­le Eis im Horn­sund strah­len und fun­keln ließ wie Dia­man­ten. Zunächst aber war es schön, wie­der fes­ten Boden unter die Füße zu bekom­men, was wir auf einer der klei­nen Inseln öst­lich von Tres­ke­len taten. Noch viel Eis in den Buch­ten!

Brepollen

Gut geschützt liegt die Anti­gua in der Bucht Bre­pol­len im Horn­sund

Beluga-Wale

Belu­ga Wale zie­hen durch den Horn­sund. Hier: Vest­re Bur­ger­buk­ta

Bären­in­sel (Bjørnøya)

Ges­tern war ich nach Wet­ter­vor­her­sa­ge recht opti­mis­tisch, was unse­ren heu­ti­gen Besuch bei der Bären­in­sel anging, aber die Zuver­sicht sank doch etwas beim Anblick von Wind und Wel­len, die so aus Süd­wes­ten kamen, dass sie um die Süd­spit­ze der Insel her­um roll­ten und auch die ver­meint­lich geschütz­te Ost­sei­te zu einem eher unge­müt­li­chen Ort mach­ten. Ob das was wird ..?

 Stappen, Bäreninsel

Wo, bit­te, geht’s hier auf die Insel?

Sør­ham­na lie­ßen wir direkt links lie­gen, und ein ers­ter Blick in die nächs­ten Buch­ten war auch nicht unbe­dingt viel­ver­spre­chend. Um über­haupt mal etwas Ruhe zu bekom­men, haben wir in Røed­vi­ka vor dem Mise­ryfjel­let gean­kert, zwar ohne jede Mög­lich­keit, dort an Land zu kom­men, aber immer­hin lag die Anti­gua dort für eine Wei­le zumin­dest halb­wegs geschützt.

Dann haben Mario, Sarah und ich uns doch mal ein Zodiac genom­men und geschaut, ob es wirk­lich kei­ne Mög­lich­keit gibt. Der Wind schien immer­hin ein klein wenig nach­ge­las­sen zu haben. Es soll­te wohl doch nicht sein, dass unser 8. Besuch bei der Bären­in­sel der ers­te ohne Land­gang wird? Natür­lich kann das Wet­ter einen wirk­lich dazu zwin­gen, die Fahrt fort­zu­set­zen, ohne die Insel tat­säch­lich betre­ten zu haben, aber ganz so weit waren wir doch wohl noch nicht … der Schlüs­sel zum Erfolg war, dass Mario die Anti­gua meis­ter­haft in eine Drift­po­si­ti­on in der Bucht brach­te, mit Fel­sen zu bei­den Sei­ten, die der Dünung einen gro­ßen Teil der Kraft nah­men, so dass wir Zeit hat­ten, alle ins Boot zu holen und an Land zu brin­gen. Bären­in­sel Ahoi! Zudem ist die­se klei­ne Bucht im Süd­os­ten der Insel eines der schöns­ten Fleck­chen der Bjørnøya, ein klei­ner, aber schö­ner und ein­drück­li­cher Ein­blick in die Natur die­ses nach wie vor ver­gleichs­wei­se sel­ten betre­te­nen Fleck­chens.

Gut­ge­launt konn­ten wir am spä­te­ren Abend die Fahrt mit Kurs auf Spitz­ber­gen wie­der auf­neh­men.

Barentssee

Land­gang geschafft! Blick über die Bären­in­sel

Barents­see

Die Wet­ter­vor­her­sa­ge stets gut im Auge, hat­ten wir uns in Stok­marknes dazu ent­schlos­sen, auf direk­tes­tem Wege Rich­tung Barents­see und Bären­in­sel zu steu­ern. Im Nord­at­lan­tik ist viel Wind unter­wegs, und wenn wir zu spät dran sind, dann bekom­men wir davon spä­ter eine kräf­ti­ge Por­ti­on auf die Nase. Und genau das möch­ten wir, wenn es irgend­wie geht, ver­mei­den. Wenn wir jetzt und hier abdamp­fen, soll­ten wir gute Chan­cen auf schö­nen Segel­wind nach Nor­den haben.

Barentssee

Kurs auf die Bären­in­sel

Also ver­ab­schie­de­ten wir uns in Stok­marknes von Nor­we­gen und waren ein paar Stun­den spä­ter auf See. Segel hoch und Kurs auf die Bären­in­sel (Bjørnøya)! Das war im Wesent­li­chen das Mot­to für die nächs­ten 44 Stun­den. Son­ne, Segeln um 9 Kno­ten, das waren die The­men, die den Mitt­woch beherrsch­ten. Abzüg­lich Son­ne gilt das auch für den heu­ti­gen Don­ners­tag, aber wir haben die Bären­in­sel nun vor­aus und in ein paar Stun­den wird dort der Anker fal­len!

Ves­terå­len: Stok­marknes

Die Sache mit der Brü­cke war ges­tern Abend ja noch span­nend. Erst viel Rech­ne­rei mit Gezei­ten und so, und trotz­dem ist man nicht hun­dert­pro­zen­tig sicher, ob unse­re hohen, schö­nen Mas­ten auch durch­pas­sen. Wer genau hin­schaut, sieht Steu­er­mann Nick ganz oben auf dem Besan­mast (der hin­ters­te der drei Mas­ten). Von dort kann man sehen, ob der Groß­mast mit sei­nen 31 Metern auch durch­passt unter der Brü­cke, deren garan­tier­te Min­dest­hö­he 30 Meter beträgt.

Brücke vor Stokmarknes, Vesterålen

Brü­cke vor Stok­marknes, Ves­terå­len.

Es waren noch meh­re­re Meter Platz.

Kurz dar­auf war Stok­marknes zu recht spä­ter Stun­de erreicht. Dort liegt die Finn­mar­ken auf dem Tro­cke­nen, ein altes Hur­tig­ru­ten-Schiff, das heu­te als Muse­um dient.

Hurtigrutenschiff Finnmarken in Stokmarknes, Vesterålen

Altes Hur­tig­ru­ten­schiff Finn­mar­ken in Stok­marknes, Ves­terå­len.

Nach einem schö­nen Son­nen­un­ter­gang (der letz­te der Fahrt!) und einer ruhi­gen Nacht im Hafen muss­ten wir mor­gens kon­sta­tie­ren, dass es wie­der zu reg­nen begon­nen hat­te. Davon haben wir uns nicht abhal­ten las­sen, son­dern eine schö­ne klei­ne Wan­de­rung auf die Hügel hin­ter Stok­marknes gemacht.

Wanderung bei Stokmarknes, Vesterålen

Schnee­fel­der in den Hügeln hin­ter Stok­marknes, Ves­terå­len.

Trotz­dem, es hat Spaß gemacht, schö­ne Bli­cke gab es zwi­schen den Regen­schau­ern hin­durch und Bewe­gung ist sowie­so immer fein. Vor allem, wenn man Zeit auf See vor sich hat. Und wir set­zen bald Segel Rich­tung Bjørnøya!

Wanderung bei Stokmarknes, Vesterålen

Grau­feuch­ter Blick auf Stok­marknes, Ves­terå­len.

Lofo­ten: Skro­va & Troll­fjord

Heu­te kamen wir der Sache schon ganz deut­lich näher. Es war zwar immer noch etwas grau, aber tro­cken, und vom Wind war auch nicht mehr viel übrig. Nach kur­zer Pas­sa­ge waren wir im Hafen von Skro­va, immer wie­der eine schö­ne, inter­es­san­te Insel mit fei­nen Mög­lich­kei­ten für klei­ne Tou­ren. Das Skro­va­f­jel­let war oben zwar in der Wol­ke, aber der klei­ne­re Berg Stap­pen lag völ­lig frei, so dass die Frak­ti­on, die sich dahin ver­irr­te, schö­ne Bli­cke hat­te.

Skrova, Lofoten

Blick über Skro­va, Lofo­ten.

Auf dem wei­te­ren Weg nach Nor­den hat­ten wir schö­nen, leich­ten Segel­wind ohne Wel­len. Per­fekt, um der Anti­gua vom Bei­boot beim Segeln zuzu­schau­en! Ein herr­li­cher Anblick! Dann nahm die Dünung wie­der zu und der Wind ver­schwand, so dass das Ver­gnü­gen lei­der nicht all­zu lan­ge währ­te.

Antigua unter Segeln, Vestfjord

SV Anti­gua unter Segeln im nörd­li­chen Ves­t­fjord, vor Litlmol­la.

Am spä­te­ren Nach­mit­tag erreich­ten wir den berühm­ten Troll­fjord. Ein wun­der­ba­res Stück­chen Erde, wo die Natur sich selbst mit aller Macht ein Denk­mal gesetzt hat. Den eis­zeit­li­chen Glet­schern sei gedankt.

Antigua im Trollfjord

SV Anti­gua im Troll­fjord.

Dann tauch­te sogar noch ein See­ad­ler auf und zog meh­re­re Krei­se ums Schiff. Ein schö­ner, erleb­nis­rei­cher Tag!

Seeadler im Trollfjord

See­ad­ler im Troll­fjord.

Kabel­våg

Wir hat­ten ges­tern Abend noch einen rich­tig schö­nen Son­nen­un­ter­gang auf See, hin­ter den Ber­gen der Insel Aus­t­vå­gøy, unter Segeln … schick, schick! Eine schö­ne Fahrt mit schö­nen Aus­bli­cken, so macht es Freu­de!
 

Sonnenuntergang hinter Austvågøy, Lofoten

Son­nen­un­ter­gang hin­ter Aus­t­vå­gøy, Lofo­ten.

Und min­des­tens so schick war, dass wir noch in den klei­nen Hafen pass­ten, obwohl dort schon ein klei­nes Schiff­chen war. Aber wir konn­ten dane­ben fest­ma­chen und hat­ten damit ein ruhi­ges Plätz­chen. Mor­gen soll es hier näm­lich ziem­lich unge­müt­lich wer­den.

Sturmwolken über Austvågøy, Lofoten

Sturm­wol­ken über Aus­t­vå­gøy, Lofo­ten.

Wur­de es dann auch. Vor­mit­tags war es eigent­lich noch ziem­lich schön, wobei die Wol­ken schon eine recht kla­re Spra­che spra­chen. Gegen Mit­tag ging dann der Regen los. Im Lofo­ten­mu­se­um und im Aqua­ri­um ging es uns aber her­vor­ra­gend. Warm und tro­cken, und jede Men­ge Inter­es­san­tes zu sehen.

Fischer-Rorbu, Museum Kabelvåg, Lofoten

So wohn­te man als Fischer. In die­sem Raum mit 4 Bet­ten schlie­fen 8 Män­ner, arbei­te­ten, koch­ten, aßen und trock­ne­ten ihre nas­sen Fischer­kla­mot­ten (möch­te man sich nicht wirk­lich vor­stel­len!) …

Eignervilla, Museum Kabelvåg, Lofoten

… und so wohn­te man als Besit­zer eines „Fis­ke­vær“, was man wohl am bes­ten mit Fische­rei­ha­fen über­set­zen kann.

Der Nach­mit­tag plät­scher­te so im Regen dahin. Eide­ren­ten düm­peln am Ufer, drau­ßen bre­chen sich die Wel­len an den Fel­sen. Ein paar Muti­ge sind zu einer Tour auf­ge­bro­chen, die Mehr­heit aber besucht das Anti­gua-Kino und greift hin­ter­her zu einem Buch und einer Tas­se Kaf­fee.

König Øystein, Kabelvåg

Der Wikin­ger­kö­nig Øys­tein hält Aus­schau über Kabel­våg.

Sogar ein für den Abend ange­sag­tes Jazz­kon­zert in der Kir­che wur­de abge­sagt. Scha­de, das wäre für einen Tag wie heu­te per­fekt gewe­sen. Aber umso gemüt­li­cher ist es drin­nen, wäh­rend drau­ßen der Regen pras­selt und die Bran­dung an den Ufer­fel­sen hoch geht.

Regenwolken über Kabelvåg

Regen­wol­ken über Aus­t­vå­gøy.

Mor­gen gibt es einen neu­en Tag mit neu­em Wet­ter!

Nusfjord

Wir waren schon gespannt, wie das funk­tio­nie­ren wür­de, mit der Anti­gua in dem win­zi­gen Hafen von Nusfjord, bei dem teil­wei­se doch recht hef­ti­gen Wind! Aber dann war auf ein­mal kaum noch Wind da, und alles lief völ­lig pro­blem­los. Spä­ter kam sogar die Son­ne her­aus! Und Nusfjord ist wirk­lich ein hüb­scher Ort!

Nusfjord: Trockenfisch

Alte Bekann­te in Nusfjord.

Nusfjord ist wahr­schein­lich der bekann­tes­te von den alten Fischer­or­ten auf den Lofo­ten. Es ist eine sehr pit­to­res­ke Ansamm­lung alter Gebäu­de um einen klei­nen, gut geschütz­ten Natur­ha­fen nah beim Ves­t­fjord, und das war für die Fischer frü­her natür­lich per­fekt. Der alte Laden war auf und erfreu­te sich eini­ger Beliebt­heit, und dann wan­der­ten wir noch etwas über die Fels­hü­gel in Rich­tung Ves­t­fjord-Ufer. Ein sehr ange­neh­mer Nach­mit­tag!

Nusfjord

Der Hafen von Nusfjord. Und eigent­lich auch der gan­ze Ort.

Jetzt fah­ren wir nach Nor­den, oder eher nach Osten, Rich­tung Kabel­våg.

Lofo­ten: Rei­ne

Eini­ge Stun­den unter Segeln (ohne Motor!) brach­ten uns über den Ves­t­fjord zur Mos­ken­esøya, der süd­lichs­ten Lofo­ten­in­sel. Die meis­ten haben die Über­fahrt genos­sen; obwohl es der ers­te Tag an Bord war, hiel­ten die Kol­la­te­ral­schä­den mit Blick auf gleich­ge­wichts­in­du­zier­te Ver­dau­ungs­stö­run­gen sich ins­ge­samt sehr in Gren­zen. Sehr gut! Wir haben auf die­ser Fahrt ja noch so eini­ge Mei­len auf offe­nem Meer vor uns.

SV Antigua: Kapitän Mario

Los geht’s! Kapi­tän Mario legt den Hebel auf den Tisch.

SV Antigua unter Segeln auf dem Vestfjord

Unter Segeln über den Ves­t­fjord zu den Lofo­ten.

Aber erst mal sind wir in Rei­ne, einem der süd­lichs­ten Lofo­ten-Fischer­dörf­chen. Zuge­ge­ben, wet­ter­tech­nisch war eine gan­ze Men­ge Luft nach oben. Aber das sind hier eben die Lofo­ten und nicht die Male­di­ven. Und sobald mal ein Son­nen­strahl durch die Wol­ken bricht, wird es auch gleich rich­tig schön!

Regenbogen über Reine, Lofoten

Regen­bo­gen über Rei­ne, Lofo­ten.

Noch hängt der Fisch auf den Tro­cken­ge­stel­len, bald wird er abge­räumt. Bis dahin gibt er lofo­ten­ty­pi­sche Ein­drü­cke und Foto­mo­ti­ve, danach lecker Essen in guten Restau­rants.

Stockfisch, Reine, Lofoten

Tro­cken­ge­stel­le mit Kabel­jau in Rei­ne, Lofo­ten.

Drei­ze­hen­mö­wen sind im Nor­den ja all­täg­li­che Vögel. Über­all brü­ten sie auf stei­len Klip­pen in klei­nen und gro­ßen Kolo­nien. Aber ein Nest in einem Gar­ten auf einem Baum? Nie gese­hen! 🙂

Dreizehenmöwe, Reine, Lofoten

Drei­ze­hen­mö­we auf ihrem Nest auf einem Baum! Nicht all­täg­lich bei die­sen Klip­pen­brü­tern.

Ansons­ten gibt es in die­sen schö­nen Lofo­ten­dör­fern ja über­all etwas zu ent­de­cken. Selbst bei grau­em Wet­ter fin­det man Far­ben und beein­dru­cken­de Land­schaf­ten. Aber es war in der Tat eine fei­ne Sache, dass um 11 Uhr das Café öff­ne­te, wo sich, oh Wun­der, auch fast alle bald ein­fan­den!

Blumen und Häuser, Reine, Lofoten

Bun­te Blü­ten und bun­te Häu­ser.

Nun sind wir unter­wegs nach Nusfjord und sind gespannt, was der Nach­mit­tag für uns bereit hält.

Ark­tis unter Segeln 2018: Sai­son­start mit der Anti­gua in Bodø

Bodø! Hier schließt sich ja ger­ne der ark­ti­sche Kreis. Nicht der Polar­kreis, den haben wir hier schon 44 Mei­len süd­lich von uns. Aber der Kreis des Ark­tis-Erleb­nis­ses, das die Som­mer­mo­na­te im hohen Nor­den brin­gen. Die ers­te Ark­tis-Rei­se der Sai­son beginnt Ende Mai in Bodø und hier endet Anfang Novem­ber auch die letz­te. Dazwi­schen lie­gen meh­re­re tau­send Mei­len Spitz­ber­gen unter Segeln sowie eine gan­ze Men­ge Mei­len im Zodiac, vie­le Kilo­me­ter über die Tun­dra und auf den einen oder ande­ren Berg zu Fuß, vie­le Erleb­nis­se, Aben­teu­er, Ein­drü­cke, Begeg­nun­gen mit Natur, Tie­ren und Men­schen, Wind und Wet­ter … und sicher sehr vie­le schö­ne Fotos und ein paar Dut­zend Blog-Ein­trä­ge, die auf die­sen hier fol­gen wer­den.

SV Antigua, Bodø

SV Anti­gua start­klar in Bodø.

In ein paar Stun­den wer­den wir an Bord voll­zäh­lig sein, mit knapp 30 Ark­tis­fah­rern aus den Nie­der­lan­den, Deutsch­land und Öster­reich. Dann wird es über den Ves­t­fjord zu den Lofo­ten gehen, spä­ter nord­wärts nach Trom­sø und danach beginnt das Aben­teu­er Spitz­ber­gen. Wer gedank­lich mit­rei­sen will, muss nur in den nächs­ten Wochen und Mona­ten immer wie­der mal hier im Blog vor­bei­schau­en!

SV Antigua, Bodø

In ein paar Stun­den geht’s los! 🙂

12.000 Tei­le Mikro­plas­tik in einem Liter Meer­eis …

Das Eis der Ark­tis ist deut­lich stär­ker mit Mikro­plas­tik ver­un­rei­nigt als bis­her ange­nom­men. Das stell­ten For­sche­rin­nen und For­scher des Alfred-Wege­ner-Insti­tu­tes in Bre­mer­ha­ven in einer Stu­die fest, die Ende April ver­öf­fent­licht wur­de.

Unter­sucht wur­den Pro­ben aus drei Expe­di­tio­nen von 2014 und 2015. Durch eine ver­bes­ser­te Unter­su­chungs­me­tho­de mit­hil­fe von Infra­rot­licht konn­ten mehr und auch deut­lich klei­ne­re Tei­le iden­ti­fi­ziert wer­den als bei frü­he­ren Unter­su­chun­gen.

Ver­mut­lich stammt das Mikro­plas­tik aus den Müll­stru­deln im Atlan­tik und im Pazi­fi­schen Oze­an zwi­schen Hawaii und Nord­ame­ri­ka. Aber auch loka­le Ver­ur­sa­cher der Ver­schmut­zung wur­den aus­ge­macht, zum Bei­spiel beim Fund von Lack­par­ti­keln aus Schiffs­an­stri­chen oder Nylon­res­ten von Fischer­net­zen.

Mikro­plas­tik sind win­zi­ge Plas­tik­teil­chen, die klei­ner als fünf Mil­li­me­ter groß sind. Es ent­steht beim Zer­fall grö­ße­rer Plas­tik­tei­le, bei der Wäsche syn­the­ti­scher Fasern, ist aber auch in vie­len Rei­ni­gungs­mit­teln und Kos­me­tik­pro­duk­ten ent­hal­ten.

Über die Fol­gen der Ver­un­rei­ni­gung mit Mikro­plas­tik für Umwelt und Mensch ist noch wenig bekannt. In Labor­stu­di­en zeig­ten Muscheln jedoch Ent­zün­dungs­re­ak­tio­nen und Fische Ver­hal­tens­än­de­run­gen.

Auch Plas­tik­müll aus Deutsch­land lan­det in der Ark­tis. So wur­de bei der Unter­su­chung von Plas­tik­müll, der an Spitz­ber­gens Strän­den gesam­melt wur­de und den man noch geo­gra­fisch zuord­nen konn­te, fest­ge­stellt, dass sie­ben Pro­zent davon aus Deutsch­land stamm­ten!

Tou­ris­tin­nen und Tou­ris­ten auf Spitz­ber­gen sam­meln jedes Jahr in pri­va­ten und öffent­li­chen Initia­ti­ven ton­nen­wei­se Plas­tik­müll von den Strän­den. Übri­gens auch auf den Spitz­ber­gen Segel­rei­sen mit der Anti­gua :-).

Plastikmüll auf Spitzbergen

Plas­tik­müll, gesam­melt am Strand der Hin­lo­pen­stra­ße im Nord­os­ten Spitz­ber­gens

An die­ser Stel­le soll auch der Hin­weis auf zwei unter­stüt­zens­wer­te Pro­jek­te nicht feh­len:
The Oce­an Cleanup ent­wi­ckelt tech­ni­sche Sys­te­me mit dem Ziel, einen rie­si­gen Plas­tik­stru­del im Pazi­fik in fünf Jah­ren um 50% zu redu­zie­ren und das gefil­ter­te Plas­tik am Ende Recy­cling­sys­te­men zuzu­füh­ren.
Oce­an Care führt Schutz- und For­schungs­pro­jek­te durch, orga­ni­siert Kam­pa­gnen und Bil­dungs­pro­jek­te und enga­giert sich in inter­na­tio­na­len Gre­mi­en, zum Bei­spiel als UN Son­der­be­ra­te­rin für Fra­gen im Mee­res­schutz.

Quel­le: Natu­re Com­mu­ni­ca­ti­ons

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News-Auflistung generiert am 15. April 2021 um 10:17:42 Uhr (GMT+1)
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